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Einträge vom: 29.07.2026

1000 Fragen an dich selbst 661-670






 

661. Was liegt dir immer noch im Magen?

Worte und Taten meiner Schwiegertochter!

662.Magst du es, wenn man sich um dich kümmert?

In gewisser Weise ja, aber es darf nicht aufdringlich sein!

663.Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen?

Ich habe keine materiellen Wünsche mehr, außer dass wir lange noch gesund bleiben!

664. Was war die interessanteste Einladung, die du jemals bekommen hast?

Da fällt mir keine ein!

665. Wie würden dich deine Freunde beschreiben?

Loyal, gewissenhaft, ehrlich

666.Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan?

Meine Mutter!

667.Was war ein Wendepunkt in deinem Leben?

Der große Schritt, von Krefeld nach Kiel zu ziehen. Den ich NIE bereut habe!

668.Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können?

Nein!

669.Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun?

Stricken, durch meine Wohnung gehen und alles finden.

670.Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen?

Ziemlich vorne!

 

 




Anne Seltmann 29.07.2026, 09.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: 1000 Fragen, 1000 Fragen an dich selbst 661-670,

Die Hoffnung trägt nasse Schuhe



 

[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Seit Tagen steht sie im Regen. Nicht nur im Regen des Himmels, sondern im Regen aus schlechten Nachrichten, Vorurteilen und lauten Stimmen. Das Wasser steigt ihr bis an die Knöchel. Noch lächelt sie. Aber lange wird sie dort nicht stehen können.

Da kommt die Angst vorbei.

Sie blickt sich ständig um, sieht hinter jeder Ecke eine neue Gefahr und flüstert unaufhörlich: „Pass auf. Trau niemandem. Es wird alles schlimmer. Ihre Worte sind wie kalter Wind. Die Hoffnung beginnt zu frieren.

Kurz darauf erscheint der Spott.

Er lacht über alles, was freundlich ist. Er nennt Mitgefühl Naivität und Hilfsbereitschaft Schwäche. „Davon wird die Welt auch nicht besser, sagt er und geht kopfschüttelnd weiter. Die Hoffnung senkt den Blick.

Dann kommt die Eile.

Sie hat keine Zeit anzuhalten. Keine Zeit zuzuhören. Keine Zeit, eine Hand zu reichen. „Später vielleicht, ruft sie noch im Vorübergehen. Doch das Später kommt oft nie.

Gerade als die Hoffnung glaubt, niemand würde sie sehen, bleibt jemand stehen.

Es ist die Güte.

Sie fragt nicht, warum die Schuhe nass geworden sind. Sie hält keine langen Reden und sucht keine Schuldigen. Sie setzt sich einfach neben die Hoffnung, nimmt ihre kalten Hände in die eigenen und sagt leise: „Du bist nicht allein.

Das genügt.

Nach und nach bleiben weitere Menschen stehen. Einer bringt ein trockenes Paar Schuhe. Eine andere schenkt eine warme Decke. Jemand erzählt eine Geschichte, die Mut macht. Ein Kind lacht. Und plötzlich wird aus vielen kleinen Gesten etwas Großes.

Die Sonne kommt nicht auf einmal hervor.

Aber der Regen fühlt sich nicht mehr ganz so kalt an.

Die Hoffnung richtet sich auf, streift den Schlamm von den Schuhen und geht weiter. Nicht, weil die Welt über Nacht besser geworden ist, sondern weil sie erfahren hat, dass selbst das kleinste Licht heller leuchtet, wenn viele Menschen es gemeinsam tragen.

Und vielleicht beginnt Veränderung genau dort: Nicht mit den Lautesten. Sondern mit denen, die stehen bleiben, wenn andere weitergehen.


© Anne Seltmann






Anne Seltmann 29.07.2026, 08.51| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: EigeneWortPerlen | Tags: Hoffnung, Schuhe, Regen, Spott, Angst, Eile, Güte, ,

Maritimer Mittwoch N° 253






 

Ein Sommertag in Laboe – oder: Manche Ausflüge werden einfach nie langweilig

Es gibt Orte, an denen man schon unzählige Male gewesen ist. So oft, dass man irgendwann aufhört zu zählen. Oder, wie man bei uns im Norden sagen würde: bestimmt schon zum Drölfhundertsten Mal.

Trotzdem stand heute wieder ein Ausflug nach Laboe auf dem Programm. Unsere Enkelkinder verbringen mit ihren Eltern gerade ein paar Urlaubstage hier in Kiel und was liegt da näher, als ihnen ein Stück unserer Heimat zu zeigen?

Schon am frühen Morgen ging es mit dem Fördedampfer über die Kieler Förde. Ich liebe diese Überfahrt jedes Mal aufs Neue. Während das Wasser leise gegen den Rumpf plätschert, zieht Kiel langsam vorbei und man hat sofort das Gefühl, dass der Alltag für ein paar Stunden Pause macht.

In Laboe angekommen, durfte natürlich das Marine-Ehrenmal nicht fehlen. Die vielen Stufen haben wir nach oben gemieden, es gibt ja Gott sei Dank einen Aufzug. Auf der Aussichtsplattform bietet sich ein herrlicher Rundumblick über die Kieler Förde, die Ostsee und die vorbeiziehenden Schiffe. Anfangs zeigte sich der Himmel noch eher grau und wolkenverhangen, doch nach und nach riss die Wolkendecke auf und die Sonne machte aus einem schönen Tag einen perfekten Sommertag.






Natürlich führte unser Weg auch wieder zum U-Boot U 995. Für uns ist es längst ein alter Bekannter. Trotzdem übt es jedes Mal eine besondere Faszination aus – und für die Kinder war es ohnehin ein spannendes Erlebnis. Es ist schön zu sehen, wie Geschichte plötzlich greifbar wird und Kinderaugen vor Neugier leuchten.

Zwischendurch durfte die kulinarische Seite eines Ostseeausflugs natürlich nicht fehlen. Erst stärkten wir uns mit köstlichen Crêpes, später gab es – wie sollte es an der Küste anders sein – leckere Fischbrötchen. Irgendwie schmecken sie am Meer einfach besser als irgendwo sonst.

Was mir an solchen Tagen besonders gefällt, sind gar nicht die großen Sehenswürdigkeiten. Es sind diese kleinen Momente dazwischen: das gemeinsame Lachen, staunende Kinderblicke, der Wind, der einem um die Nase weht, das Kreischen der Möwen und dieses Gefühl, einfach gemeinsam unterwegs zu sein.

Laboe hat uns wieder einmal gezeigt, dass man nicht weit reisen muss, um einen wunderschönen Tag zu erleben. Manchmal genügt ein Fördedampfer, ein weiter Blick über die Ostsee und die Menschen, die einem am Herzen liegen.

Und auch wenn wir bestimmt schon zum Drölfhundertsten Mal dort waren – ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist. Manche Orte verlieren ihren Zauber einfach nie.




Anne Seltmann 29.07.2026, 06.56| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: Maritimer Mittwoch, Angela, Ostsee, Meer, Boot, Laboe, Fördedampfer,