Blogeinträge (themensortiert)

Thema: PrivatePerlen

Ich schlafe nicht – ich überlebe nur die Nacht...


[Bildarchiv meines Mannes 1997]


...Ich habe daraus inzwischen ein Hobby gemacht. Abends gegen 20:00 sitze ich auf der Couch und nicke weg. Früher fand ich das bei meiner Mutter unfassbar lustig. Heute bin ich sie. Das Leben hat Humor. Einen ganz eigenen. Also schleiche ich mich gegen 21:00 ins Bett, voller Hoffnung und mit der naiven Einstellung: Heute wird alles anders.

Ich lese ungefähr vier bis sieben Zeilen – nicht aus Interesse, sondern weil meine Augen einfach beschließen, den Betrieb einzustellen. Perfekt, denke ich. Jetzt gehts los. Schlaf! Eine Stunde später liege ich immer noch da und denke über existenzielle Fragen nach. Zum Beispiel: Warum verkrampfen Waden eigentlich nachts und nicht tagsüber, wenn man Zeit hätte? Denn natürlich melden sich auch noch Fuß- und Wadenkrämpfe – als wären sie Teil eines Abendprogramms, für das ich nie Tickets gekauft habe. Also Limptar. Wirkt schnell. Ich auch – endlich.

Und dann… um Punkt 4:00 Uhr: die Blase. Konsequent, unbestechlich und komplett humorlos. Ich liege also da und verhandle: Aufstehen = wach. Nicht aufstehen = auch wach. Ein klassisches Patt.

Aber das eigentliche Highlight kommt ja noch. Neben mir liegt mein Lieblingsmensch. Der schläft. Sehr friedlich. So friedlich, dass er offenbar parallel einen kompletten Wald verarbeitet. Mit Motorsäge. Ohne Pause. Ich habe ja Stöpsel. Die trage ich auch. Eine Zeit lang. Dann stören sie. Ich nehme sie raus. Und exakt in diesem Moment beginnt die Nachtschicht im Sägewerk neben mir.

Es ist beeindruckend. Wirklich. Ich liege also da, mit krampfbereiten Beinen, diskussionsfreudiger Blase und einem Mann, der offenbar Brennholz für ganz Europa produziert.

Am Ende bleibt nur die Erkenntnis: Ich schlafe vielleicht nicht gut – aber ich wohne eindeutig im bestausgestatteten All-in-One-Erlebnispark aus Krankenhaus, Holzindustrie und Comedy!





Anne Seltmann 28.04.2026, 14.42 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wenn Glocken verreisen: Warum sie nach Rom fliegen!






Heute habe ich diesen Satz tatsächlich zum ersten Mal gehört – und war kurz irritiert:

„Die Glocken fliegen nach Rom.

Ähm… bitte was?

Tun sie natürlich nicht. Also keine Sorge, du hast noch nie heimlich eine startende Kirchenglocke verpasst. Aber die Geschichte dahinter ist tatsächlich ziemlich charmant. Rund um den Gründonnerstag passiert nämlich etwas Ungewöhnliches: Die Kirchenglocken verstummen. Einfach so. Kein Läuten mehr, keine vertrauten Klänge. Funkstille. Und weil Menschen schon immer gut darin waren, sich für alles eine Erklärung auszudenken (vor allem eine schöne), kam diese Idee auf: Die Glocken sind nicht weg – sie sind nur auf Reisen. Und zwar in Rom.

Warum ausgerechnet Rom? Nun ja, das ist sozusagen das „Headquarter der katholischen Kirche. Dort sitzen der Papst und der Vatikan. Wenn Glocken also irgendwo hinfliegen, dann bitte mit Stil und Ziel. In der Vorstellung fliegen sie dorthin, holen sich eine Art himmlischen Stempel ab – und kommen pünktlich zu Ostern zurück. Frisch, erholt und bereit für ein großes Comeback.

Und jetzt kommt der beste Teil: Früher hat man Kindern erzählt, dass die Glocken auf dem Rückweg Ostereier mitbringen Also quasi: himmlischer Lieferservice mit Süßigkeiten-Flatrate. Während die Glocken unterwegs sind, wird ihr Job übrigens nicht einfach gestrichen. In manchen Orten springen Kinder ein – mit Ratschen und Klappern. Klingt weniger elegant als eine Glocke, erfüllt aber seinen Zweck (und macht definitiv wach).

Was bleibt, ist eine wunderbar schräge, aber auch schöne Tradition: Die Glocken schweigen nicht einfach – sie machen Urlaub. In Rom. Mit Rückflug zu Ostern. Und ganz ehrlich: Wenn man sich schon eine Erklärung ausdenkt, dann doch bitte so eine!






Anne Seltmann 02.04.2026, 09.59 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Rom Teil 3




Dieser Tag stand für uns zur freien Verfügung, den wir folgendermaßen nutzten:  Ganz klassisch für einen Mittwoch – stand die Generalaudienz auf dem Petersplatz auf dem Programm. Natürlich geschniegelt und gestriegelt (innerlich zumindest) haben wir uns dort eingefunden und das Ganze mitgenommen. Welch ein Glück, dass wir einen tollen Platz ergatterten und den Papst so nah sehen konnten. Das Warten hat sich gelohnt.




Danach dachten wir uns: Ach komm, ein bisschen Bewegung schadet nicht – also ab zum Castel de Angelo. 










Dort angekommen gings direkt nach oben. Wie viele Stufen das waren? Keine Ahnung. Irgendwo zwischen „zähle ich noch und „ich akzeptiere einfach mein Schicksal habe ich aufgehört. Gefühlt waren es aber mindestens tausend – alle gleichzeitig steil. Meine Beine haben zwischendurch ernsthaft über Kündigung nachgedacht.

Aber: Oben angekommen wurden wir mehr als entschädigt. Ein absoluter Wahnsinnsblick über Rom – einer von diesen Momenten, wo man kurz vergisst, dass man eigentlich komplett erledigt ist. Wirklich beeindruckend.

Und ansonsten? Kilometer um Kilometer haben wir heute wieder gesammelt. Wenn es für Schritte Bonuspunkte gäbe, wären wir längst im VIP-Level.




29.03.2026, 16.18 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Rom Teil 2








Basilica Santa Maria Maggiore [innen]
















[innen]





Mit Reiseführerin *Stefania Lutazzi

Am Nachmittag stand ein echtes „Heiliges-Hattrick-Programm auf dem Plan – drei spirituelle Schwergewichte, ein neugieriger Besucher (ich), und ungefähr 20.000 Schritte später die Erkenntnis: Kultur kann auch Muskelkater machen.

Erster Halt: der Vatikan. Kleinster Staat der Welt, aber gefühlt mit der größten Dichte an beeindruckenden Decken pro Quadratmeter. Ich habe nach oben geschaut, nach unten geschaut, wieder nach oben – und irgendwann beschlossen, dass mein Nacken ab jetzt offiziell im Pilgermodus ist. Die Kunst? Atemberaubend. Die Menschenmassen? Auch.

Weiter gings zur Santa Maria Maggiore. Ein Ort, der sofort Ruhe ausstrahlt – zumindest solange man nicht darüber nachdenkt, wie alt hier einfach ALLES ist. Während ich versuchte, die Details zu bewundern, fragte ich mich kurz, ob ich im Vergleich dazu überhaupt schon „existiere oder eher noch in der Testphase bin.

Zum Abschluss: San Paolo fuori le Mura. Groß, würdevoll, beeindruckend – und überraschend entspannt. Hier konnte ich tatsächlich mal stehen bleiben, ohne im Zickzack um Selfie-Sticks navigieren zu müssen. Ein seltener Moment der Andacht… und der Erholung.

 

Fazit des Tages: Viel gesehen, viel gestaunt, und ein bisschen näher an der Frage, ob meine Schrittzähler-App auch Heiligsprechung verdient hat. Der nächste Tag stand zur freien Verfügung, der ebenfalls göttlich war, denn wir wollten zur Papstaudienz! Aber davon später mehr.


[* Namensnennung und Verlinkung...unbeauftragt und unbezahlt ! ]




Anne Seltmann 29.03.2026, 09.49 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Rom Teil 1





[1. Bild ist KI generiert...alle anderen Bilder sind mit dem * iPhone fotografiert und mit der * Polaroid-App bearbeitet]




Wipptaler Hof



1. Tag:

Anreisetag mit Zwischenstopp im *  Wipptaler Hof am Brenner.

2. Tag:

Mit Reiseführerin *  Stefania Lutazzi


Ich habe gefühlt tausend beeindruckende Bauwerke gesehen und bin staunend durch die Stadt gelaufen – immer mit diesem „Wow, das gibts echt?!-Moment im Kopf. Nach 6 Stunden Stadtführung (und die Stadtführerin war wirklich brillant) war ich allerdings komplett durch.
Am Ende des Tages: Kopf voll mit Eindrücken, Füße völlig erledigt und ich einfach nur noch platt – aber genau so muss Rom wohl sein!

Das Historische Rom:



Spanische Treppe (Scalinata di Trinità dei Monti)



Forum Romanum






Piazza Navona [Vierströmebrunnen]

 


Pantheon




Fontana di Treci
[Trevibrunnen]


Forum Romanum 



Kolosseum





Erkundet haben wir die Geschichte des alten Rom und der Geburtsstätte des römischen Reiches zu den grandiosen Bauwerken des antiken Rom. Wir besuchten den Hügel des Palatin, die Geburtsstätte des alten Rom der Antike, das Forum Romanum und das berühmte Kolosseum.


Am Nachmittag stand dann das christliche Rom auf dem Plan! Aber dazu später!



[* Namensnennung... unbeauftragt und unbezahlt !]



Anne Seltmann 28.03.2026, 14.10 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kalender– Kunst, die den Alltag verschönert!






Ich freue mich, dass meine Kalender auch für das Jahr 2027 erhältlich sind! Ich gestalte mit viel Leidenschaft und Kreativität einzigartige Wandkalender, die nicht nur den Raum verschönern, sondern auch den Blick für das Besondere im Alltäglichen öffnen.

Ob surreal, mit lebendigen Farben und Traumwelten, oder inspirierend mit faszinierenden Naturmotiven – jeder Kalender ist eine kleine Reise in eine andere Welt. Dieses Jahr habe ich besonders viel Wert auf detailreiche, künstlerische Gestaltung gelegt, unterstützt von der neuesten Technik der KI-generierten Kunst, die den Bildern eine völlig neue Dimension verleiht.

Besonders stolz bin ich, meine Werke nun über * Calvendo anbieten zu können, eine Plattform, die es mir ermöglicht, diese Kalender in hochwertiger Druckqualität zu verkaufen. Dort könnt ihr meinen Kalender bequem online kaufen und euch so ein Stück Kunst für das ganze Jahr nach Hause holen.

Die Kalender sind nicht nur eine schöne Bereicherung für eure eigenen vier Wände, sondern auch ein ideales Geschenk für Kunstliebhaber, Träumer und alle, die das Ungewöhnliche schätzen.

Ich lade euch ein, einen Blick auf meine aktuellen Designs zu werfen und vielleicht den perfekten Kalender für euch zu entdecken! Besucht einfach meinen Calvendo-Shop und lasst euch von den einzigartigen Motiven inspirieren.



u.v.m.



[*Namensnennung und Verlinkung...unbeauftragt und unbezahlt!] 





Anne Seltmann 17.03.2026, 06.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Liebes Enkelmädchen...






liebe Sophia,
heute ist dein ganz besonderer Tag!
Vier Jahre voller Lachen, Träume und Abenteuer.
Möge dein Herz so fröhlich leuchten wie ein Regenbogen
und dein Tag so zauberhaft sein wie ein Einhorn,
das direkt aus einem Märchen zu dir kommt!
Alles Liebe und eine riesige Portion Magie zum Geburtstag!

 


Nachmittags kommen Opa und ich auch noch vorbei,
um mit dir zu feiern und ganz viel Spaß zu haben!




Anne Seltmann 19.01.2026, 05.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein Adventsgruß





Liebe Leser:innen,

mit dem 4. Advent ist der Kreis fast geschlossen. Vier Kerzen brennen, und das Licht ist nun ganz da – still, warm und erwartungsvoll. Es ist eine Zeit, in der vieles leiser wird und zugleich näher rückt: Erinnerungen, Wünsche, das Bedürfnis nach Frieden und Geborgenheit.

Ich wünsche euch an diesem 4. Advent Momente des Innehaltens, in denen ihr spüren könnt, was euch trägt. Möge das Licht der Kerzen euch durch diese Tage begleiten, euch Ruhe schenken und ein wenig Zuversicht für das Kommende.

Vielleicht findet sich zwischen all dem, was noch zu tun ist, ein Augenblick nur für euch – ein stiller Gedanke, ein warmer Tee, ein tiefer Atemzug. Möge dieser Adventssonntag euch sanft umarmen und euch gut auf die Weihnachtstage einstimmen.


Einen friedlichen, lichtvollen 4. Advent wünsche ich euch von Herzen.





Anne Seltmann 21.12.2025, 06.03 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitten im Gespräch: unser Abend bei der ZEIT



Hamburg 19.11.2015

Gestern  durften wir im Hamburger Haus der *ZEIT einen Blick hinter die redaktionellen Kulissen werfen. Eingeladen hatte die Gemeinschaft "Freunde der ZEIT", ein Format für Leserinnen und Leser, die näher an der journalistischen Arbeit dran sein und direkt mit der Redaktion in Austausch treten möchten.

Durch den Abend führte Wencke Tzanakakis, die mit einer ruhigen, klaren Art dafür sorgte, dass das Gespräch flüssig, verständlich und zugleich angenehm persönlich blieb. Neben ihr kam auch Amrei Coen zu Wort, deren präzise Gedanken und differenzierte Einblicke einen bleibenden Eindruck hinterließen. Und natürlich war auch Giovanni di Lorenzo dabei, der wie gewohnt reflektiert, offen und mit großem Erfahrungsschatz sprach.

Schon zu Beginn fiel die entspannte, aber konzentrierte Atmosphäre auf. Die Redaktion ging sowohl auf spontane Fragen ein als auch auf jene, die wir vorher online einreichen konnten. Alles wurde mit echter Aufmerksamkeit beantwortet, ohne dass das Gespräch je schwerfällig wirkte. Diese Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang war für mich besonders wertvoll.

Mir war bereits bewusst, dass die ZEIT für sorgfältige Recherche, klare Haltung und journalistische Verlässlichkeit steht. Genau deshalb schätze ich sie. Trotzdem ist es wohltuend, diese Eindrücke im direkten Austausch bestätigt zu bekommen. Solche Veranstaltungen machen sichtbar, wie viel Verantwortungsbewusstsein und Reflexion hinter jedem veröffentlichten Text steckt.

Das Gespräch war lebendig, gleichzeitig aber auch nachdenklich. Ich habe einen deutlicheren Eindruck davon gewonnen, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten, welche Abwägungen sie treffen und welche Belastungen ihr Beruf mit sich bringt. Die dynamische Moderation von Wencke Tzanakakis, kombiniert mit den klugen Beiträgen von Amrei Coen und der Erfahrungsperspektive von Giovanni di Lorenzo erzeugten das Gefühl, unmittelbar an einem echten Redaktionsgespräch teilzunehmen.

Besonders nehme ich den Gedanken mit, wie wichtig Vielfalt und verlässliche Regeln für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander sind. Insgesamt war der Abend inspirierend, informativ und angenehm vertraut. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein!




[* Namensnnenung...unbeauftragt und unbezahlt !]


Anne Seltmann 19.11.2025, 08.05 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Senile Bettflucht



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Man sagt ja, das Alter bringe Weisheit – aber irgendwie hat niemand erwähnt, dass es auch einen völlig kaputten Schlafrhythmus kostenlos dazupackt. Tagsüber könnte man im Sitzen auf der Couch einschlafen, mitten im Satz, mitten im Kaffee, mitten im Leben. Und wenn es dann endlich Abend wird und das Bett ruft? Tja. Dann ist man plötzlich hellwach, als hätte jemand im Gehirn den "Nachtmodus" einfach deinstalliert.

Die berühmte senile Bettflucht tut ihr Übriges. Kaum liegt man gemütlich, da steht man auch schon wieder auf. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht, weil das Knie knackt, der Rücken meckert, der Blasendruck die Demokratie gefährdet oder der innere Rentner sagt: "Komm, wir gucken mal ins Internet, ob noch andere wach sind."

Und morgens um fünf? Da ist man plötzlich bereit für den Tag, obwohl man die halbe Nacht wach lag. Irgendwo zwischen Vogelgezwitscher und Selbstmitleid beschließt man dann, dass frühes Aufstehen eine Charakterstärke ist – und nicht etwa das Ergebnis eines Körpers, der schon wieder nicht verstanden hat, wie Schlaf funktioniert. Und trotzdem lacht man am Ende drüber. Denn was will man machen? Der Körper hat entschieden, dass Schlaf jetzt ein Premiumprodukt ist. Tagsüber gibt's die Billigversion im Sitzen, nachts ist ausverkauft, und morgens bekommt man eine Gratislieferung, die man nicht bestellt hat.

Kurz gesagt: Altwerden ist wie ein schlechter Witz, den der Körper jeden Tag neu erzählt. Tagsüber müde, nachts hellwach, morgens zu früh wach – aber hey, immerhin hat man jetzt genug Zeit, sich über all das lustig zu machen.







Anne Seltmann 18.11.2025, 06.31 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL