Blogeinträge (themensortiert)

Thema: PrivatePerlen

LIONBAG-ein wunderbares Upcycling aus Westafrika






Vor längerer Zeit hat mein Lieblingsmensch meiner Stieftochter, meiner Schwiegertochter und mir eine Tasche von * Lionbag geschenkt. Jede hatte ein anderes Design bekommen.

Sie werden in Sierra Leone / Westafrika aus alten Zementsäcken und neuen afrikanischen Stoffen produziert.

Das alles hat folgenden Hintergrund:

Marion von Oppel ist eine deutsche Künstlerin dieses Designs, die sich gemeinsam mit ihrem Mann für dieses Projekt engagieren. Seit Jahren schon wird von ihnen mit ihrem gegründeten Verein Mahmoo e. V.  eine Berufsschule in Kamakwie privat und ehrenamtlich unterstützt.

Es werden Menschen in unterschiedlichsten Handwerksberufen ausgebildet, die sonst keinen Job hätten. Der Erlös ihrer Arbeit reicht, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.  Bis zu 200 Jugendliche lernen hier für ihr selbstbestimmtes Leben im eigenen Land. Ohne diese Möglichkeiten geraten Menschen an ihre Armutsgrenze und landen auf der Straße.

Dadurch, dass Zementsäcke für die Taschen verwendet werden (ein Upcycling sozusagen), verschwindet Plastikmüll auf Baustellen und im Meer. 




Und als ich heute die Tasche hervorholte, um sie hier zu zeigen, fiel mir ein kleiner Zettel aus der Innentasche entgegen.
So vermute ich jetzt, wer meine Tasche genäht hat. Und wenngleich meine "Nähfreundin" meine Zeilen vielleicht nie lesen wird oder kann,
so freue ich mich sehr darüber, dass wir einen minimalen Anteil an ihrer Zukunft haben!




Mabinty heißt im übrigen auf deutsch "Mutters schöne Tochter"





[*Namensnennung…unbeauftragt und unbezahlt, trotzdem muss es als "Werbung" gekennzeichnet werden!]




Anne Seltmann 31.08.2021, 18.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Reisebricht Rügen


Unser Reiseziel war in diesem Jahr einmal Rügen. Der allerliebste Lieblingsmensch war schon mehrmals vor Jahrzehnten dort. Für mich war es das erste Mal.

- Nachdem wir in Glowe (Glowe ist eine Gemeinde auf der Insel Rügen im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern) unsere Ferienwohnung bezogen hatten, sind wir direkt an die Strandpromenade und an den Strand gegangen. Die Entfernung hier betrug kaum 5 Min.

Sehenswürdigkeiten in Glowe waren unter anderem der Boddenmarkt (Ortsmittelpunkt)

und die Seepromenade mit Hafen, die wir in Augenschein genommen haben.

 

- In den anderen Tagen haben wir den Kreidefelsen nebst Ausstellung besucht, das ehemalige Fischerdorf Dranske, welches zwischen dem Wieker Bodden und der Ostsee liegt.

- Den Leuchtturm „Dornbusch“ im Ortsteil Kloster, ebenso den dortigen Friedhof.







- Zwischenzeitlich haben wir einen Tag Pause eingelegt, denn die Hitze machte uns arg zu schaffen. Mir ganz besonders, da ich auch noch mit meinem Asthma zu kämpfen hatte, da hier die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war.

- Putbus, rasender Roland und Circus Parkanlage waren unser nächstes Ziel.

- Kap Arkona mit seinen beiden Leuchttürmen haben wir gesehen, sind aber aufgrund meiner Atemnot und der nicht vorhanden Schwindelfreiheit von uns beiden, nicht hinaufgestiegen.

- Sassnitz mit seiner beeindruckenden Bäderkultur stand als nächstes auf dem Programm

und zu guter Letzt auf unserer Heimreise noch

- Stralsund.

 

 

Fazit: Wenn ich jemals wieder nach Rügen fahren sollte, dann garantiert nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Ich schrieb ja schon, dass mir/uns die Hitze zu schaffen machte und zuzüglich waren dann auch noch die Drölfhundert Mückenstiche. Ich musste täglich Cetirizin einnehmen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Leider reagiert mein Körper immer aufs Heftigste nach Mücken – bzw. Bienenstichen.

 

Schön jedoch war unsere Ferienwohnung der * Familie Kästner, die uns außerordentlich gut gefallen hat.

In diesem liebevoll eingerichteten Ferienhaus fanden wir eine sorgfältige Ausstattung in allen Bereichen. Es hat nichts gefehlt (bis auf die fehlende Couch, die wäre uns statt Ohrensessel, lieber gewesen). Das Haus ist hell und freundlich, die Wohnlage ist ruhig, Einkaufsmöglichkeiten sind zu Fuß leicht und schnell erreichbar und auch der Weg ans Wasser schafft man in nur 5 Min.

Über die freundliche so wie herzige Aufnahme können wir nur Lobenswertes sagen!





[*Namensnennung…unbeauftragt und unbezahlt, trotzdem muss es als "Werbung" gekennzeichnet werden!]



Anne Seltmann 20.07.2021, 17.04 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Blogwächter

Vorgebloggt...Am Samstag sind wir dann mal weg!








Wie immer habe ich meinen Blogwächter aktiviert, 
die Nachbarin Blumentechnisch instruiert
und ihr werdet auch informiert!


Hier folgt mein üblicher Text:



Beim Hineinkommen hier im Blog bitte Füße abtreten, aber nicht ins Fettnäpfchen treten, 
sich wortreich über meine oft belanglosen Dinge auslassen ist erlaubt, aber dennoch bitte leise sein, 
alles anschauen ist O.K. aber nichts anfassen, nicht rumkleckern oder plantschen 
und beim Hinausgehen den Seitenausgang wählen, damit kein Stau entsteht. 
Dann bitte die Türe wieder leise schließen. 
Am Abend macht bitte der/die Letzte das Licht aus. 








Unsere 8 tägige Reise führt uns nach Rügen, genauer gesagt nach Glowe, wo wir eine Ferienwohnung gemietet haben.

Glowe kann auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken. Der Name Glowe stammt aus dem slawischen Gluowa oder Glova und bedeutet so viel wie Kopf, benannt nach dem 9 m hohen Königshörn, einem kleinen Kap. Um oder auf dem Königshörn entstand dann die Gemeinde. Glowe liegt etwa 18 Kilometer nördlich von Bergen auf Rügen und befindet sich am westlichen Übergang der Halbinsel Jasmund zur Landenge der Schaabe zwischen der Ostsee und dem Großen Jasmunder Bodden. 




Anne Seltmann 09.07.2021, 05.32 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich bin so unendlich traurig…






"Mein Hort" soll geschlossen werden!

Ich bin seit 1995 im Kinderhaus beschäftig und habe bis 2010 in der Elementargruppe gearbeitet. Kurz danach bin ich rüber in den Hort gewechselt, der sich im gleichen Haus befindet.   Dort habe ich mein Herzblut gegeben!

Nun sitzen da ganz oben irgendwelche Menschen am runden Tisch, die dann entschließen, dass Schulen die Betreuung übernehmen können ^^. Teilweise werden oder sind Kinder in Containern untergebracht, da die Raumkapazität zu knapp ist. 

Überall fehlen Krippen- und Kitaplätze. In den Kommunen wird geächzt unter der Pflicht, den Rechtsanspruch auf Betreuung zu gewährleisten und Eltern schimpfen über Wartelisten.

Gut und schön! Wer beachtet da aber die Schulkinder?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurden Hortplätze von irgendwelchen Kommunalpolitikern unter die Lupe genommen, die darüber entscheiden, dass Schulkinder in der Grundschule betreut werden sollen.

Sicher, der Hort ist die teuerste Betreuungsform, aber die Kommunen wollen da sparen und die Horte an allen Grundschulen verlagern.

Über die Qualität der dortigen Betreuung will ich erst gar nicht sprechen. Dass aber dort keine familienbegleitende Betreuung stattfindet, sondern eher nur Aufbewahrung, sollte denen da oben klar werden.

Es wird völlig vergessen, dass sich Kinder in einem Hort von ihrem Schulalltag erholen und ihre Freizeit aktiv und selbst bestimmt gestalten können.  Die Bedürfnisse der Kinder, nach einem Unterrichtstag, sind unterschiedlich. Aus diesem Grund ist es in meinem Hort wichtig, dass die Kinder individuell ihre Interessen, auf der Grundlage ihrer Bedürfnisse ausleben können. Wir lassen ihnen Zeit und Raum für Anspannung und Entspannung und Räume gemeinsam zu gestalten, in denen sie sich wohl fühlen, die inspirieren und in denen sie ihren Lernthemen folgen können. Dabei stehen wir ihnen als pädagogisches Team zur Seite. 

Nicht zu vergessen ist unsere eigene Küche mit Köchin, die täglich für eine frische, vollwertige Mahlzeit sorgt. Sie richtet sich nach saisonalem Angebot von Obst und Gemüse. Aber auch für die Wünsche der Kinder hat die Köchin ein offenes Ohr, so dass sie auch manchmal Lieblingsessen kocht. Überwiegend sind unsere Zutaten "Bio"

Das ist unter anderem auch der Grund, warum viele Eltern diese Betreuungsform gewählt haben!!!

Nun ist die Frage wie es weitergeht. Das Kinderhaus muss sich dann eine neue Bleibe suchen. Für mich hat das Ganze zur Folge mich kurz vor der Rente (2024) noch einmal umzustellen. Aber das ist nicht das Problem.

Aufgrund meiner gesundheitlichen Befindlichkeit wird das für mich ein harter Tobak. Durch mein CI und Hyperakusis (Cochlear Implantat, weil einseitige Taubheit und Geräuschempfindlichkeit) bin ich eh stark angeschlagen.

Eine gewisse Dosis Krach gehört zum Kinderalltag, aber man kann kleineren Kinder nicht ständig sagen, dass sie still sein sollen. Sie sollen sich schließlich mitteilen können. Bei meinen Hortkindern war das schon etwas anders, da ist schon eine bestimmte Reife vorhanden.

Die akustischen Bedingungen sind bei uns sehr kritisch und belasten nicht nur mich, sondern auch die Kinder.

Aber das interessiert " da oben" anscheinend niemand.

 

Ich habe fertig!!!




Anne Seltmann 12.05.2021, 05.43 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Danke!!!





Es gibt immer Gründe Danke zu sagen!  Das will ich hier an dieser Stelle einmal tun, denn es gibt Menschen, die mit ihren Worten und Gesten 

so viel Wertvolles in nur einem Augenblick schaffen. So heute, als ich Post in meinem Briefkasten vorfand.

Wie sehr habe ich mich über diese schöne selbst gestaltete Karte gefreut, mehr noch aber über die liebevollen Zeilen, die mich sehr berührt haben!

 

DANKE liebe Jutta, einfach nur DANKE!




Anne Seltmann 27.01.2021, 15.42 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Liebe Kathrin...schau mal...














* Unbezahlte Werbung




Anne Seltmann 30.10.2020, 06.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 13





Wie ich schon hier auf meinem Blog erwähnte, fange ich am Montag mit einem Hörtraining für mein CI an. Dazu muss ich stationär in die HNO Klinik. Einige wissen, dass ich vor gut 8 Wochen ein Cochlear Implantat ins linke Ohr gesetzt bekommen habe.

Nun braucht das Gehirn Zeit, um sich an die neuen Eindrücke zu gewöhnen. Durch regelmäßiges Training finde ich wieder in die Welt des Hörens. Mit dem Training liegt der Fokus auf die Gewöhnung des Cochlea Implantates. Es müssen gröbere Unterschiede herausgehört und feinere Nuancen identifiziert werden.

In den Übungen geht es auch um das Wiedererkennen der eigenen Stimme, Konzentration auf Texte, Wörter und Silben und natürlich um Alltagsgeräusche.

Bei der Erstanpassung wird das Hörimplantat an die spezifische Cochlear und die Hör-Bedürfnisse angepasst. Dabei hört man verschiedene Töne über das Implantat und muss beschreiben, wie sich jeder Ton anfühlt. Auf Grund dieser Informationen wird ein Programm erstellt, das genau an mich angepasst ist. Am Ende der Anpassung werden all diese Informationen an den Audioprozessor gesendet, so dass das Programm immer dabei ist.

Ich bin tierisch aufgeregt! 




Anne Seltmann 26.07.2020, 10.15 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 12





Am kommenden Montag ist es nun soweit…meine Erstanpassung mit meinem vor 8 Wochen implantierten Cochlea Implantat beginnt.

Rückblickend schaue ich noch einmal auf meinen Hörsturz, den daraufhin kompletten Verlust meines Hörvermögens und dem Dauer-Tinnitus auf dem linken Ohr. Lasse nochmal all die Stationen Revue passieren, die mein Arbeitsplatz betreffen. Denn genau da lagen die zwei Gründe meines Hörsturzes: Zum einen verdanke ich meinen Hörsturz dem einen unkollegialen Kollegen und zum anderen die immense Lautstärke in den Räumen.

Danach stellte ich fest (auf Grund meines Taubseins), dass ich bestimmte Situationen vermieden habe. Lange Gespräche mit der Familie oder Freunden/Bekannten, Telefonate, Restaurantbesuche, Kino…all das habe ich nicht mehr ertragen. Ständig war ich müde, war ich wie ausgebrannt.

Das Gehör ist schließlich ständig aktiv, sogar wenn wir schlafen. Das hat zur Folge, dass man erschöpft ist, da die permanente Verarbeitung der Hörinformation das Gehirn so sehr in Anspruch nimmt, dass der Körper schlapp macht. Man benötigt ungemein viel Energie, weil man sich so stark aufs Hören konzentrieren muss.

Nun bin ich gespannt auf meine kommende Hörreise, die sicherlich auch erst einmal sehr anstrengend wird.

Aber auf alle Fälle wird meine Lebensqualität wieder erheblich gesteigert. 




Anne Seltmann 23.07.2020, 14.50 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 11





Die Welt hat mich wieder und die OP habe ich gut überstanden!
Nun habe ich hinter meinem linken Ohr eine hübsche Narbe! Wie gut, dass ich eh schon sehr kurze Haare habe und mir nichts wegrasiert wurde. 
Die Schmerzen nach dem Aufwachen kann ich kaum beschreiben, weil sie die ärgsten waren, die ich bisher erfahren habe. 
Durch ein wenig autogenes Training, ich habe mir immer ein Feld voller Mohnblüten und Sonnenschein vorgestellt, ging es zeitweise.
Nun bin ich seit heute 10:oo Uhr zu Hause und sortiere mich erst mal wieder neu.
Ich danke allen für ihre wohlwollenden Wünsche, sei es privat, per Mail oder auf den anderen Netzwerken!
Aufgrund der Coronakrise kann leider noch kein Termin für die Erstanpassung gegeben werden.  Wenn es soweit ist, wird das Cochlea-Implantatsystem dann erstmalig angeschaltet. Es geht darum, eine angenehme Lautstärke für alle Frequenzen zu finden und ein erstes individuelles Hörprogramm zu erstellen. 
Warten wir gespannt! 







Anne Seltmann 15.05.2020, 12.41 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 10


Edit: Ich habe einen neuen Termin
Am 11. Mai gehts los mit der gleichen Prozedur!







Dienstag 05.052020

Coronaabstrich in der Augenklinik

 

Mittwoch 06.05.2020

8:45

Mein Lieblingsmensch verabschiedet mich am Aufzug zur Klinik. Es ist die Frauenklinik, jedoch ist aufgrund vieler Neubau-und Renovierungsarbeiten, die HNO in die Frauenklinik gezogen.

Wir verabschieden uns und es fühlt sich nicht echt an, da wir  beider Mundschutz zu küssen.

9:00

Ich sitze im Wartebereich der Anmeldung und harre der Dinge, die da kommen

10:00

Eine Schwester holt mich ab und misst Blutdruck, wiegt mich, und es folgen abertausende Gesundheitsfragen. Das übliche Prozedere eben.

10.30

Der Audiologe holt mich ab um mit mir ein Gleichgewichtstest zu machen:

Ich bekomme einen Helm mit Gesichtsmaske auf. Warmes und kaltes Wasser wird mir wechselseitig ins Ohr gespült, während die Sichtblende geschlossen ist. Ich spüre gewaltig den Nystagmus (Mit dem Begriff Nystagmus beschreibt man in diesem Fall unkontrollierbare, rhythmisch verlaufende Bewegungen des Auges) Einen leichten Schwindel verspüre ich auch.

11:00

EKG

11:10

Vorstellig bei der Stationsärztin, die mir nicht tief genug in den Hals gucken kann und ich nicht richtig „i“ sagen kann. Daraufhin fährt sie mir mit einem Nasen-Endoskop in die Nase.

11:30

Der Oberarzt gibt mich daraufhin frei für die OP

12:00

Mittagessen. Ich entscheide mich für Hähnchenfilet mit Nudeln und Joghurt zum Nachtisch. Ich esse nur das Filet und den Nachtisch. Ich habe nicht wirklich Hunger.

13:30

Termin bei dem Anästhesisten, der auch einen ausgefüllten Fragenkatalog zum Gesundheitszustand haben möchte.

14:00

Ich bin befreit und kann endlich in mein Zimmer. Ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht.

14:30

Eine Schwester bringt mir die OP-Wäsche für den morgigen Tag.

14:32

Ich verbringe viel mit Lesen und schaue in die sozialen Netze hinein.

18:00

Es gibt Abendbrot. Eine Schwester kommt mit einem E-Tablett und nimmt meine Wünsche auf. Ich bin über die Vielfalt der Angebote überrascht.

19:00

Ich Facetime mit dem Liebsten und halte ihn auf dem Laufenden.

 

Donnerstag 07.05.2020

Die Nacht war schrecklich. Ich bin stündlich aufgewacht.

7:00

Eine Schwester misst Blutdruck, Blutwerte und Temperatur. Alles im Normbereich!

8:00

Die Stationsärtztin kommt vorbei und hat eine wie sie sagt "schlechte Nachricht"

Der Coronatest hat weder positive noch negative Ergebnisse hervorgebracht. Ich habe das Gefühl, ich falle.

Mich erreichen die tausend Entschuldigungen ihrerseits nicht wirklich.

8:20

Der Oberarzt kommt hineingeweht und ist voller Empathie, während er mir schildert, woran die OP gescheitert ist. Es wäre wohl auch nicht das erste Mal. Aber leider ist er an den Corona-Regeln von ganz oben gebunden und darf die OP nicht durchführen. Auch er entschuldigt sich tausend Mal. Mir wird nochmal eine Schwester aus der Augenklinik geschickt, die einen erneuten Abstrich macht.

8:40

Der Liebste wartet im sicheren Bereich, um mich abzuholen.

Ich habe 2 Jahre auf diesen Termin gewartet. Ich bin durch alle möglichen Instanzen gegangen, die die CI-OP erfordert und auch die psychische Motivation, die es bedurfte, brach mit dem heutigen Tag zusammen. Das ist alles grad nicht verdaulich. Ich kann die Gefühle nicht beschreiben, was das Ganze grad mit mir macht. Nun, es ist ja kein Beinbruch und nicht noch Schlimmeres. *Scherzmodus an "Aber wie immer halte ich die Ohren steif"  *Scherzmodus aus.

Das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben und dazu passt folgendes Zitat:


Wenn ich mir etwas von der Seele reden will, 

brauche ich einen Menschen, der Anteil nimmt.

Ein Ohr genügt nicht."

~*~

© Anne Seltmann

 

 Vielen lieben Dank an alle für eure guten Wünsche und euren Zuspruch!!!

Das berührt mich sehr!



 




Anne Seltmann 07.05.2020, 10.39 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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