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Yellow Day – Wenn Südkorea gelbe Rosen verschenkt
Während bei uns viele Menschen den 14. Februar mit roten Rosen und Valentinstagen verbinden, gibt es in Südkorea einen ganz eigenen Tag voller Farbe, Symbolik und leiser Melancholie: den Yellow Day—auf Koreanisch oft auch mit dem Rosentag verbunden.
Am 14. Mai schenken sich vor allem Singles gelbe Rosen oder tragen Gelb, um ihre Hoffnung auf Liebe, Glück und neue Begegnungen auszudrücken. Die Farbe Gelb steht dabei nicht nur für Frühling, Wärme und Sonne, sondern auch für Optimismus und einen kleinen Neuanfang des Herzens.
Südkorea hat ohnehin eine ganze Reihe besonderer „Liebestage, die jeweils am 14. eines Monats gefeiert werden. Manche davon sind romantisch, manche verspielt, manche ein wenig traurig. Der Yellow Day gehört zu den stilleren Traditionen.
Oft treffen sich an diesem Tag Freunde, essen gemeinsam Currygerichte—ebenfalls passend zur Farbe Gelb—oder verschenken gelbe Blumen. Dahinter steckt die charmante Idee, Einsamkeit nicht zu verstecken, sondern gemeinsam mit etwas Farbe und Humor zu begegnen.
Und irgendwie hat dieser Tag etwas sehr Schönes.
Keine übergroßen Liebesgesten.
Kein kitschiges Feuerwerk.
Sondern ein kleiner gelber Gruß gegen graue Gedanken.
Anne Seltmann 14.05.2026, 14.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zwischen Flucht und Erkenntnis
Ich stand im Regen und spürte, wie mein Herz
schneller schlug als sonst.
Meine Schuhe waren noch staubig von der Straße, die ich vor
wenigen Minuten entlanggelaufen war.
Eigentlich wollte ich nur in die Stadt, ein klares Ziel vor
Augen, doch alles kam anders.
Das Gegenteil von dem, was ich geplant hatte, trat ein, und ich fand
mich plötzlich in einem seltsamen Hotel wieder.
Es fühlte sich fast wie eine Flucht an, obwohl ich gar nicht wusste,
wovor ich eigentlich davonlief.
Seit Jahren hatte ich solche Momente nicht mehr erlebt, und doch fühlte
sich alles vertraut an.
In den letzten Wochen hatte sich etwas in mir verändert, auch wenn ich
es nicht sofort benennen konnte.
Vielleicht lag es an der Ausstellung, die ich früher am Abend besucht
hatte.
Dort, auf dem Balkon in der Dunkelheit des alten Gebäudes, hatte
alles begonnen.
Ein kurzer Blick, ein Lächeln, und plötzlich war nichts mehr wie
zuvor.
Ich dachte, ich hätte das Gespräch unter Kontrolle, doch die Situation
entglitt mir schneller, als ich reagieren konnte.
Mit jedem Schritt wurde mir klarer, dass ich mich nicht länger verstecken
konnte.
Die Erkenntnis traf mich schließlich wie ein Blitz, als ich wieder im Regen
stand.
Manchmal führt uns genau das, wovor wir fliehen, direkt zu dem Ort, an dem wir
sein müssen.
Anne Seltmann 12.05.2026, 15.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das Besondere hier ist natürlich die Form—er sieht verblüffend herzförmig aus.
Das entsteht meist zufällig durch:
Anne Seltmann 11.05.2026, 01.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL





Bunte Quiche mit Möhren und Zucchini
Zutaten
Für den Teig:
150 g Dinkelvollkornmehl
125 g Butter
100 g geriebener Cheddar
etwas Salz
etwas Öl für die Form
Für die Füllung:
4 große Möhren
10–12 kleine Zucchini
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Senf
250 g saure Sahne
250 g Schmand
4 Eier
frischer Schnittlauch
Salz und Pfeffer
Zubereitung
Aus Mehl, Butter, etwas Salz und einem Teil des geriebenen Cheddars einen geschmeidigen Teig kneten. Die Quiche form leicht einfetten, den Teig hineindrücken und dabei einen kleinen Rand formen.
Die Möhren schälen und zusammen mit den Zucchini der Länge nach in feine Streifen hobeln. Die rote Zwiebel in feine Stücke teilen. Anschließend das Gemüse dekorativ und dicht an dicht in die Form setzen. Die Zwiebeln darüber verteilen.
Für den Guss Knoblauch fein hacken und zusammen mit Senf, Schnittlauch, saurer Sahne, Schmand, Eiern und dem restlichen Käse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleichmäßig über das Gemüse gießen.
Die Quiche bei 180 Grad etwa 45 bis 50 Minuten backen, bis sie goldbraun und schön fest geworden ist.
Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat.Anne Seltmann 10.05.2026, 15.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mütter sind die leisen Heldinnen dieser Welt.
Nicht die aus Filmen oder Geschichten-
sondern die echten.
Die müden.
Die starken.
Die, die morgens zuerst wach sind
und nachts zuletzt schlafen.
Die mit tausend Gedanken einschlafen
und trotzdem noch fragen:
„Hast du genug gegessen?
Sie tragen Kinder
unter dem Herzen-
und oft ein Leben lang darin.
Sie halten kleine Hände,
bis diese groß genug sind,
loszulassen.
Und selbst dann
lassen sie niemals wirklich los.
Mütter trösten,
ermutigen,
fangen auf
und machen aus gewöhnlichen Tagen
ein Zuhause.
Oft vergessen sie sich selbst.
Weil sie lieber geben als nehmen.
Lieber sorgen als klagen.
Lieber tragen als fallen.
Manchmal sind sie laut
wie ein Sommergewitter.
Manchmal still
wie ein Nachtlicht im Flur.
Aber ihre Liebe bleibt.
Immer.
Heute ist Muttertag.
Und eigentlich ist ein einziger Tag
viel zu klein
für alles, was Mütter leisten.
Darum danke.
An alle Mütter dieser Welt.
An die starken und die erschöpften.
An die fröhlichen und die zweifelnden.
An die jungen und die alten.
An die lauten und die stillen.
Ihr seid das warme Licht
in so vielen Leben.

© Anne Seltmann
Anne Seltmann 10.05.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der große Wal glitt langsam durch das tiefe Blau des Meeres, ruhig und majestätisch, als trüge er die Gelassenheit aller Ozeane in sich. Um ihn herum wirbelten unzählige kleine Goldfische wie flüssiges Sonnenlicht durchs Wasser. Sie tanzten um den stillen Giganten, neugierig, verspielt und ohne Angst.
Der Wal schien ihre hastigen Bewegungen kaum wahrzunehmen. Mit jedem langsamen Schlag seiner mächtigen Fluke zog er weiter durch das endlose Blau, als kenne er Wege, die älter waren als jeder Sturm und tiefer als jede Erinnerung. Auf seinem Rücken glitten silberne Lichtreflexe wie wandernde Wolken über dunkles Gestein.
Die Goldfische dagegen waren reine Unruhe. Mal schossen sie wie goldene Pfeile auseinander, mal sammelten sie sich zu leuchtenden Schwärmen, die im Sonnenlicht funkelten wie verstreute Münzen auf dem Meeresgrund. Einige wagten sich dicht an das Auge des Wals heran, als wollten sie herausfinden, welche Geheimnisse sich darin verbargen.
Doch in diesem Auge lag keine Bedrohung. Nur Ruhe. Eine uralte, beinahe traurige Ruhe, wie sie nur Wesen kennen, die seit Jahrhunderten die Ozeane durchwandern.
Manchmal öffnete der Wal langsam sein riesiges Maul und ließ gewaltige Wasserströme an sich vorbeiziehen. Die kleinen Goldfische flohen dann erschrocken auseinander, kehrten aber kurz darauf wieder zurück, als hätten sie verstanden, dass dieser sanfte Riese keinem Lebewesen etwas zuleide tun wollte.
Über ihnen brach das Sonnenlicht durch die Wasseroberfläche und verwandelte das Meer in eine schimmernde Welt aus Blau, Türkis und Gold. Es war, als hätte die Stille selbst begonnen zu leuchten.
Und während der Wal weiter durch die Tiefe zog, folgten ihm die kleinen Goldfische wie tanzende Gedanken…leicht, flüchtig und voller Leben.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 08.05.2026, 10.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


flieg
kleiner schmetterling
durch die ränder des tages
wo das licht
nicht entscheidet
ob es bleiben will
deine bewegung
ein tastendes schreiben
in die luft
kein plan
nur richtung
die sich beim fliegen ergibt
du streifst
an dingen vorbei
die namen haben
und lässt sie
unberührt zurück
so le icht
dass selbst der wind
dich kaum festhalten kann
flieg
bis auch das sehen
dich verliert
und nur noch
ein leises
vielleicht
übrig bleibt

Anne Seltmann 07.05.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Rotgestromte Katzen fallen sofort auf. Dieses warme, flammende Fell wirkt oft wie mit Pinselstrichen gemalt – mal kräftig orange, mal kupferfarben, manchmal fast honiggolden. Und tatsächlich steckt hinter dieser besonderen Fellfarbe ein kleines genetisches Geheimnis.
Das „Rot bei Katzen entsteht durch ein spezielles Pigment, das sogenannte Phäomelanin. Es sorgt für die orangefarbenen bis rötlichen Töne im Fell. Verantwortlich dafür ist ein Gen auf dem X-Chromosom. Deshalb sind rotgestromte oder vollständig rote Katzen übrigens häufiger Kater als Katzen. Weibliche Tiere brauchen nämlich zwei entsprechende Gene, während bei Katern schon eines ausreicht.
Und dann wäre da noch die Zeichnung. Denn fast alle roten Katzen tragen eine Musterung in sich – selbst wenn sie auf den ersten Blick einfarbig wirken. Viele zeigen Streifen, Wirbel oder marmorierte Muster. Dieses „Gestromte gehört bei roten Katzen fast schon dazu wie die Schnurrhaare.
Spannend ist auch, dass rotgestromte Katzen oft als besonders charmant, neugierig oder verschmust beschrieben werden. Ob das wirklich an der Fellfarbe liegt oder eher daran, dass man ihnen wegen ihres auffälligen Aussehens automatisch mehr Charakter zuschreibt, bleibt wohl ein kleines Katzengeheimnis.
Anne Seltmann 06.05.2026, 06.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL