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Heute habe ich mal wieder ein Stöckchen bei Wortmann aufgehoben. Die Aufgabe: Zehn Dinge nennen, die für mich besonders schön sind.
Gar nicht so einfach – denn Schönheit steckt für mich oft in den kleinen, unscheinbaren Momenten.
1. Die Natur
Ich muss nicht weit reisen, um glücklich zu sein. Eine Mohnblüte im Kornfeld, eine Libelle am Teich, Wildblumen am Wegesrand oder der Duft nach Sommerregen – oft sind es gerade die kleinen Wunder, die mich staunen lassen.
2. Bilder erschaffen
Ob mit der Kamera oder mit KI – ich liebe es, Ideen sichtbar werden zu lassen. Es fasziniert mich, wenn aus einer Vorstellung plötzlich eine ganze kleine Welt entsteht.
3. Worte
Ich mag Sprache. Alte Wörter genauso wie Gedichte, Überschriften oder einen Satz, der genau das ausdrückt, was ich empfinde. Worte können Bilder malen, Erinnerungen wecken und Menschen berühren.
4. Lachen
Ich lache gern – auch über mich selbst. Humor macht vieles leichter und manchmal entstehen gerade aus kleinen Missverständnissen die schönsten Geschichten.
5. Gärten
Wenn ich einen Garten hätte, müsst er nicht geschniegelt aussehen. Ich freue mich über Wildblumen, summende Insekten und alles, was wachsen darf. Für mich ist er ein Ort der Ruhe und des Ankommens.
6. Die Farbe Blau
Blau begleitet mich schon lange. Der Himmel, das Meer, Cyan – diese Farbe hat für mich etwas Beruhigendes und zugleich etwas Unendliches.
7. Familie
Es sind nicht immer die großen Ereignisse, sondern die gemeinsamen Augenblicke, die bleiben. Familie bedeutet für mich Verbundenheit – auch über Entfernungen und Generationen hinweg.
8. Das Meer
Vielleicht liegt es daran, dass ich in Kiel lebe. Das Meer gehört einfach zu meinem Leben. Möwen, Wellen, der Duft nach Salz und der Blick bis zum Horizont schenken mir jedes Mal ein Gefühl von Freiheit.
9. Kreativität
Ich probiere gern Neues aus. Heute ein Gedicht, morgen eine Bildidee, übermorgen ein Kalenderprojekt oder ein Blogbeitrag. Kreativität bedeutet für mich, neugierig zu bleiben und immer wieder neue Wege zu entdecken.
10. Die leisen Momente
Ich mag das Unaufgeregte. Einen frühen Morgen, das Rascheln der Blätter, das Licht auf einer Blüte oder einfach einen Augenblick, in dem nichts passieren muss. Oft sind genau das die Momente, die lange in Erinnerung bleiben.
So, das waren meine zehn schönsten Dinge. Und jetzt bin ich neugierig: Welche zehn Dinge würdet ihr auf eure Liste schreiben? Vielleicht hebt ja der eine oder die andere dieses kleine Stöckchen ebenfalls auf.
Anne Seltmann 28.06.2026, 07.17 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Philippika – Wenn Worte zu Donner werden
Manche Wörter klingen schon beim Aussprechen nach ihrer Bedeutung. Philippika ist so eines. Es wirkt streng, kraftvoll und ein wenig einschüchternd – und genau das ist es auch.
Eine Philippika ist keine gewöhnliche Kritik. Sie ist eine leidenschaftliche, oft scharf formulierte Standpauke oder Anklagerede, mit der jemand Missstände anprangert oder seinem Ärger unmissverständlich Luft macht.
Der Ursprung des Wortes reicht mehr als 2.000 Jahre zurück. Der berühmte griechische Redner Demosthenes hielt mehrere flammende Reden gegen König Philipp II. von Makedonien. Diese Reden gingen als Philippiken in die Geschichte ein. Später griff auch der römische Staatsmann Cicero den Begriff auf, als er seine berühmten Reden gegen Marcus Antonius ebenfalls „Philippiken nannte.
Heute begegnet uns das Wort nur noch selten. Dabei beschreibt es etwas, das jeder kennt: den Moment, in dem aus einer kleinen Beschwerde ein regelrechter Wortgewittersturm wird.
Wer also das nächste Mal hört: „Jetzt hält er wieder eine Philippika!, weiß, dass keine sanfte Meinungsäußerung folgt, sondern eine eindrucksvolle, oft wortgewaltige Abrechnung.
Ich mag solche alten Wörter. Sie tragen ihre Geschichte in sich und erinnern daran, wie lebendig Sprache sein kann. Manche geraten über Jahrzehnte in Vergessenheit – bis sie plötzlich wieder auftauchen und zeigen, dass sie nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.
Anne Seltmann 26.06.2026, 07.51 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Feuersporn dorn – Der stille Star des Frühsommers
Wer an den Feuerdorn denkt, hat meist sofort die leuchtend roten oder orangefarbenen Beeren des Herbstes vor Augen. Doch gerade jetzt, im späten Frühjahr, zeigt das immergrüne Gehölz eine ganz andere, oft unterschätzte Seite.
Dichte Dolden aus unzähligen kleinen weißen Blüten verwandeln den Strauch in ein wahres Blütenmeer. Aus der Ferne wirkt es fast so, als hätte jemand einen feinen Schleier aus weißen Wolken über die Zweige gelegt. Erst aus der Nähe offenbart sich die filigrane Schönheit jeder einzelnen Blüte.
Nicht nur wir erfreuen uns an diesem Anblick. Bienen, Hummeln und viele andere Insekten schätzen den reich gedeckten Tisch, den der Feuerdorn ihnen bietet. Das geschäftige Summen zwischen den Blüten verrät, wie wertvoll diese Pflanze für die Natur ist.
Erst nach der Blüte beginnt die eigentliche Verwandlung. Aus den unscheinbaren Blüten entwickeln sich nach und nach die bekannten roten, orangefarbenen oder gelben Beeren, die den Strauch im Herbst zu einem leuchtenden Blickfang machen und vielen Vögeln als wichtige Nahrungsquelle dienen.
Der Feuerdorn beweist damit, dass jede Jahreszeit ihre eigene Schönheit besitzt. Während im Herbst seine farbenprächtigen Früchte begeistern, gehört jetzt die Bühne den tausenden zarten Blüten – ein Schauspiel, das viel zu oft unbeachtet bleibt.
Vielleicht lohnt es sich beim nächsten Spaziergang, den Blick einmal nicht nur auf die großen Blütenstauden zu richten. Oft sind es gerade die unscheinbaren Sträucher am Wegesrand, die ihre ganze Pracht erst zeigen, wenn man einen Moment stehen bleibt.
Anne Seltmann 25.06.2026, 08.18 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL



Anne Seltmann 23.06.2026, 14.04 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kannst du dir vorstellen, dir ein (weiteres) Tattoo zuzulegen? Welches wäre das und an welcher Körperstelle würdest du es stechen lassen?
Ja, das kann ich tatsächlich. Zwei habe ich schon. Einen kleinen Katzenkopf auf der linken Schulter und eine kleine Eule auf geschwungenen Zweigen am linken Fußgelenk. Gestern habe ich noch überlegt, welches ich wählen würde und habe es sogleich auch mit Bleistift entworfen und mir von der KI sauber generieren lassen. Ich würde es am inneren Unterarm tragen.
Manche Tattoos erzählen mehr als Worte.
Auf den ersten Blick sieht man eine Pusteblume, deren Samen vom Wind davongetragen werden. Zwischen ihnen schweben die Namen Lukas, Florian und Sophia. Ein filigranes Motiv, leicht und unaufdringlich. Doch gerade in dieser Schlichtheit liegt seine ganze Kraft.
Die Pusteblume ist eine besondere Blume. Sie hält nichts fest. Wenn ihre Zeit gekommen ist, lässt sie ihre Samen ziehen. Der Wind trägt sie hinaus in die Welt, zu unbekannten Orten, neuen Wegen und eigenen Geschichten.
Es ist auch die schönste Beschreibung von Liebe.
Liebe bedeutet nicht festzuhalten. Liebe bedeutet, Menschen fliegen zu lassen und sie dennoch immer im Herzen zu tragen.
Die Namen in diesem Tattoo stehen deshalb nicht neben der Blume. Sie werden Teil des Windes. Teil der Bewegung. Teil einer Reise. Jeder Samen geht seinen eigenen Weg und bleibt doch mit seinem Ursprung verbunden.
Anne Seltmann 23.06.2026, 07.03 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine Reise unvergesslich machen.
Dieses Herz aus Butter entdeckte ich an einem Frühstücksbuffet in Rom. Zwischen Brot, Gebäck und dem geschäftigen Treiben am Morgen lag es plötzlich da – so liebevoll geformt, dass ich einfach mein iPhone zücken musste.
Es war nur ein kleines Detail. Und doch erzählte es von Aufmerksamkeit, von Freude an der Gestaltung und davon, dass selbst ein Frühstück ein wenig Herz vertragen kann.
Genau solche Momente sammle ich gerne. Denn oft sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die uns in Erinnerung bleiben, sondern die kleinen Gesten am Wegesrand.
Mein Montagsherz kommt heute also direkt aus Rom – mit einem Hauch von Butter, Urlaubsgefühl und ganz viel Charme.
Und nun seid ihr wieder dran!
Welche herzigen Beiträge habt ihr heute für mich?
Nächster Termin:

06.Juli 2016
Anne Seltmann 22.06.2026, 04.00 | (9/1) Kommentare (RSS) | TB | PL



Anne Seltmann 20.06.2026, 08.00 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich bin Aurelia von Sturmfeder, Eule aus altem Adel – mit Federn so fein wie Samt und einem Schnabel, der schon so manches Geheimnis belauscht hat. Meine Vorfahren flogen nicht nur majestätisch durch die Nacht, sondern hatten auch immer ein Auge auf den richtigen Tee und die besten Mäusevorräte.
Ich selbst bevorzuge stilvolle Ausflüge, elegante Gesellschaft und die kleinen Freuden des Lebens. Ein Besuch in einer charmanten Boutique, ein Nachmittag in einem feinen Café oder ein ausgedehnter Bummel durch die Stadt bereiten mir weit mehr Vergnügen als jede königliche Verpflichtung.
Man sagt, ich sei höflich, anmutig und stets tadellos gekleidet. Das mag stimmen. Allerdings bin ich auch neugierig, gelegentlich ein wenig eigensinnig und niemals weit von einem kleinen Abenteuer entfernt. Denn hinter jeder Tür, jedem Schaufenster und jeder Begegnung könnte sich eine Geschichte verbergen, die es wert ist, erzählt zu werden.
Ich liebe schöne Hüte, gut gefüllte Teetassen, interessante Gespräche und Menschen mit Humor. Übertriebene Eile hingegen halte ich für eine höchst zweifelhafte Erfindung.
Willkommen in meiner Welt – einer Welt voller Charme, kleiner Entdeckungen, feiner Manieren und überraschender Augenblicke. Machen Sie es sich bequem, begleiten Sie mich ein Stück des Weges und vergessen Sie nicht: Das Leben ist viel zu kostbar, um daran vorbeizueilen.
Ihre
Gräfin Aurelia von Sturmfeder
© Gräfin Aurelia von Sturmfeder aka Anne Seltmann
Anne Seltmann 19.06.2026, 10.03 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Zwischen den Dünen

Anne Seltmann 18.06.2026, 13.56 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Die Sache mit dem Flugzeug
„Ich war‘s nicht.
So begann die Geschichte.
Und genau das machte alle misstrauisch.
Niemand hatte die Katze überhaupt etwas gefragt.
Neben ihr stand ein kleines Holzflugzeug.
Auf dem Teppich lagen verstreut einige Bauklötze, ein Stoffhase ohne Ohr und ein Puppenschuh an einem Ort, an dem Puppenschuhe normalerweise nicht vorkommen.
„Was ist hier passiert?, fragte Svantje.
Die Katze blinzelte.
Einmal.
Langsam.
Unschuldig.
Sehr unschuldig.
Verdächtig unschuldig.
„Miau.
Das half ihrer Verteidigung nicht.
Denn die Erfahrung zeigte: Immer wenn irgendwo etwas umgefallen, verschwunden oder auf geheimnisvolle Weise den Standort gewechselt hatte, befand sich die Katze zufällig in unmittelbarer Nähe.
So auch heute.
Die Ermittlungen dauerten etwa fünf Minuten.
Dann stellte sich heraus, dass der kleine Bruder das Flugzeug selbst dort abgestellt hatte.
Die Katze war tatsächlich unschuldig.
Wie meistens.
Also zumindest häufiger, als ihr unterstellt wurde.
Den Rest des Tages lag sie neben dem Flugzeug und genoss ihren Freispruch.
Allerdings mit dem Gesichtsausdruck einer Katze, die genau weiß:
Morgen bietet sich bestimmt wieder eine Gelegenheit.

Anne Seltmann 17.06.2026, 11.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL