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Marius Nature Thursday 2026 N° 13




Yellow Day – Wenn Südkorea gelbe Rosen verschenkt

Während bei uns viele Menschen den 14. Februar mit roten Rosen und Valentinstagen verbinden, gibt es in Südkorea einen ganz eigenen Tag voller Farbe, Symbolik und leiser Melancholie: den Yellow Day—auf Koreanisch oft auch mit dem Rosentag verbunden.

Am 14. Mai schenken sich vor allem Singles gelbe Rosen oder tragen Gelb, um ihre Hoffnung auf Liebe, Glück und neue Begegnungen auszudrücken. Die Farbe Gelb steht dabei nicht nur für Frühling, Wärme und Sonne, sondern auch für Optimismus und einen kleinen Neuanfang des Herzens.

Südkorea hat ohnehin eine ganze Reihe besonderer „Liebestage, die jeweils am 14. eines Monats gefeiert werden. Manche davon sind romantisch, manche verspielt, manche ein wenig traurig. Der Yellow Day gehört zu den stilleren Traditionen.

Oft treffen sich an diesem Tag Freunde, essen gemeinsam Currygerichte—ebenfalls passend zur Farbe Gelb—oder verschenken gelbe Blumen. Dahinter steckt die charmante Idee, Einsamkeit nicht zu verstecken, sondern gemeinsam mit etwas Farbe und Humor zu begegnen.

Und irgendwie hat dieser Tag etwas sehr Schönes.
Keine übergroßen Liebesgesten.
Kein kitschiges Feuerwerk.
Sondern ein kleiner gelber Gruß gegen graue Gedanken.








Anne Seltmann 14.05.2026, 14.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mittwoch wird die Woche geteilt


[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]


Zumindest behaupten das viele Menschen mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit. Fast so, als gäbe es irgendwo ein offizielles Zeremoniell, bei dem ein mürrischer Büroangestellter mit einem übergroßen Schwert den Kalender zerteilt und feierlich verkündet:

„Die erste Hälfte ist überstanden. Der Mittwoch hat es ohnehin nicht leicht. Er ist weder so verhasst wie der Montag noch so beliebt wie der Freitag. Er steht dazwischen. Wie ein Bahnhof ohne Durchsage. Wie ein Keks ohne Schokolade. Wie ein Kaffee, den man versehentlich koffeinfrei gekauft hat.

Und trotzdem klammern wir uns mittwochs an jede kleine Hoffnung. „Nur noch zwei Tage. „Bergfest. „Das Wochenende winkt schon ganz leicht aus der Ferne. Dabei verändert der Mittwoch objektiv betrachtet gar nichts. Die Wäsche liegt immer noch herum. Der Kühlschrank enthält weiterhin nur Senf, Käse und ein mysteriöses Glas mit undefinierbarem Inhalt. Und die Zimmerpflanze sieht einen an, als würde sie langsam den Glauben an diese Beziehung verlieren. Aber der Mensch braucht offenbar Zwischenziele. Ohne sie würden wir wahrscheinlich irgendwann orientierungslos im Schlafanzug durch Supermärkte laufen und Tiefkühlpizza duzen.

Darum teilen wir die Woche. Feierlich. Innerlich erschöpft. Und mit letzter emotionaler Kraft. Der Mittwoch ist der kleine Hoffnungsschimmer der Arbeitswelt.

Ein leises: „Du hast schon die Hälfte geschafft. Und manchmal reicht genau das schon aus.




Mittwoch...



Anne Seltmann 13.05.2026, 08.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen








Zwischen Flucht und Erkenntnis

Ich stand im Regen und spürte, wie mein Herz schneller schlug als sonst.
Meine Schuhe waren noch staubig von der Straße, die ich vor wenigen Minuten entlanggelaufen war.
Eigentlich wollte ich nur in die Stadt, ein klares Ziel vor Augen, doch alles kam anders.
Das Gegenteil von dem, was ich geplant hatte, trat ein, und ich fand mich plötzlich in einem seltsamen Hotel wieder.
Es fühlte sich fast wie eine Flucht an, obwohl ich gar nicht wusste, wovor ich eigentlich davonlief.
Seit Jahren hatte ich solche Momente nicht mehr erlebt, und doch fühlte sich alles vertraut an.
In den letzten Wochen hatte sich etwas in mir verändert, auch wenn ich es nicht sofort benennen konnte.
Vielleicht lag es an der Ausstellung, die ich früher am Abend besucht hatte.
Dort, auf dem Balkon in der Dunkelheit des alten Gebäudes, hatte alles begonnen.
Ein kurzer Blick, ein Lächeln, und plötzlich war nichts mehr wie zuvor.
Ich dachte, ich hätte das Gespräch unter Kontrolle, doch die Situation entglitt mir schneller, als ich reagieren konnte.
Mit jedem Schritt wurde mir klarer, dass ich mich nicht länger verstecken konnte.
Die Erkenntnis traf mich schließlich wie ein Blitz, als ich wieder im Regen stand.
Manchmal führt uns genau das, wovor wir fliehen, direkt zu dem Ort, an dem wir sein müssen.



[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]




Anne Seltmann 12.05.2026, 15.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Montagsherz N° 659





Willkommen zum 659. Montagsherz



Mitten im Wald, während eines Spazierganges im Bayerischen Wald entdeckt. Der Stein auf dem Foto könnte ein natürlich verwitterter Granit- oder Gneisstein sein, aber ganz sicher bin ich nicht. Die graue Farbe, die leicht körnige Oberfläche und die stabile Struktur sprechen aber dafür. Solche Steine findet man sehr häufig in Wäldern, besonders in Regionen mit eiszeitlichen Ablagerungen oder alten Gebirgsformationen.

Das Besondere hier ist natürlich die Form—er sieht verblüffend herzförmig aus. 


Das entsteht meist zufällig durch:

  • Verwitterung über sehr lange Zeit,
  • Absplitterungen an bestimmten Stellen,
  • Wasser, Frost und Wurzeldruck.








Anne Seltmann 11.05.2026, 01.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dem Genuss auf der Spur





Diese bunte Möhren-Quiche (kürzlich in diesem Stil entdeckt) bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch herrlich unkomplizierten Genuss. Zarte Gemüsestreifen, cremige Füllung und knuspriger Boden machen sie zu einem wunderbaren Ofengericht für gemütliche Abende, Gäste oder einfach dann, wenn man Lust auf etwas Herzhaftes mit viel Gemüse hat. Und wir hatten Lust. Gestern frisch auf dem Tisch und heute schon im Blog! 








Bunte Quiche mit Möhren und Zucchini

Zutaten

Für den Teig:

150 g Dinkelvollkornmehl

125 g Butter

100 g geriebener Cheddar

etwas Salz

etwas Öl für die Form

 

Für die Füllung:

4 große Möhren

10–12 kleine Zucchini

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Senf

250 g saure Sahne

250 g Schmand

4 Eier

frischer Schnittlauch

Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Aus Mehl, Butter, etwas Salz und einem Teil des geriebenen Cheddars einen geschmeidigen Teig kneten. Die Quiche form leicht einfetten, den Teig hineindrücken und dabei einen kleinen Rand formen. 

Die Möhren schälen und zusammen mit den Zucchini der Länge nach in feine Streifen hobeln. Die rote Zwiebel in feine Stücke teilen. Anschließend das Gemüse dekorativ und dicht an dicht in die Form setzen. Die Zwiebeln darüber verteilen.

Für den Guss Knoblauch fein hacken und zusammen mit Senf, Schnittlauch, saurer Sahne, Schmand, Eiern und dem restlichen Käse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleichmäßig über das Gemüse gießen.

Die Quiche bei 180 Grad etwa 45 bis 50 Minuten backen, bis sie goldbraun und schön fest geworden ist.

Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat. 







Anne Seltmann 10.05.2026, 15.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Muttertag


[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]





Mütter sind die leisen Heldinnen dieser Welt.
Nicht die aus Filmen oder Geschichten- 
sondern die echten.
Die müden.
Die starken.

Die, die morgens zuerst wach sind
und nachts zuletzt schlafen.
Die mit tausend Gedanken einschlafen
und trotzdem noch fragen:
„Hast du genug gegessen?

Sie tragen Kinder
unter dem Herzen- 
und oft ein Leben lang darin.

Sie halten kleine Hände,
bis diese groß genug sind,
loszulassen.
Und selbst dann
lassen sie niemals wirklich los.

Mütter trösten,
ermutigen,
fangen auf
und machen aus gewöhnlichen Tagen
ein Zuhause.

Oft vergessen sie sich selbst.
Weil sie lieber geben als nehmen.
Lieber sorgen als klagen.
Lieber tragen als fallen.

Manchmal sind sie laut
wie ein Sommergewitter.
Manchmal still
wie ein Nachtlicht im Flur.

Aber ihre Liebe bleibt.
Immer.

Heute ist Muttertag.
Und eigentlich ist ein einziger Tag
viel zu klein
für alles, was Mütter leisten.

Darum danke.
An alle Mütter dieser Welt.

An die starken und die erschöpften.
An die fröhlichen und die zweifelnden.
An die jungen und die alten.
An die lauten und die stillen.

Ihr seid das warme Licht
in so vielen Leben.


© Anne Seltmann






Anne Seltmann 10.05.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 97












Anne Seltmann 09.05.2026, 06.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der sanfte Riese des Meeres


[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]




Der große Wal glitt langsam durch das tiefe Blau des Meeres, ruhig und majestätisch, als trüge er die Gelassenheit aller Ozeane in sich. Um ihn herum wirbelten unzählige kleine Goldfische wie flüssiges Sonnenlicht durchs Wasser. Sie tanzten um den stillen Giganten, neugierig, verspielt und ohne Angst.

Der Wal schien ihre hastigen Bewegungen kaum wahrzunehmen. Mit jedem langsamen Schlag seiner mächtigen Fluke zog er weiter durch das endlose Blau, als kenne er Wege, die älter waren als jeder Sturm und tiefer als jede Erinnerung. Auf seinem Rücken glitten silberne Lichtreflexe wie wandernde Wolken über dunkles Gestein.

Die Goldfische dagegen waren reine Unruhe. Mal schossen sie wie goldene Pfeile auseinander, mal sammelten sie sich zu leuchtenden Schwärmen, die im Sonnenlicht funkelten wie verstreute Münzen auf dem Meeresgrund. Einige wagten sich dicht an das Auge des Wals heran, als wollten sie herausfinden, welche Geheimnisse sich darin verbargen.

Doch in diesem Auge lag keine Bedrohung. Nur Ruhe. Eine uralte, beinahe traurige Ruhe, wie sie nur Wesen kennen, die seit Jahrhunderten die Ozeane durchwandern.

Manchmal öffnete der Wal langsam sein riesiges Maul und ließ gewaltige Wasserströme an sich vorbeiziehen. Die kleinen Goldfische flohen dann erschrocken auseinander, kehrten aber kurz darauf wieder zurück, als hätten sie verstanden, dass dieser sanfte Riese keinem Lebewesen etwas zuleide tun wollte.

Über ihnen brach das Sonnenlicht durch die Wasseroberfläche und verwandelte das Meer in eine schimmernde Welt aus Blau, Türkis und Gold. Es war, als hätte die Stille selbst begonnen zu leuchten.

Und während der Wal weiter durch die Tiefe zog, folgten ihm die kleinen Goldfische wie tanzende Gedanken…leicht, flüchtig und voller Leben.



© Anne Seltmann





Anne Seltmann 08.05.2026, 10.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Flieg, kleiner Schmetterling








flieg
kleiner schmetterling
durch die ränder des tages

 

wo das licht
nicht entscheidet
ob es bleiben will

 

deine bewegung
ein tastendes schreiben
in die luft

 

kein plan
nur richtung
die sich beim fliegen ergibt

 

du streifst
an dingen vorbei
die namen haben

 

und lässt sie
unberührt zurück

 

so le icht
dass selbst der wind
dich kaum festhalten kann

 

flieg

bis auch das sehen
dich verliert

 

und nur noch
ein leises
vielleicht
übrig bleibt


~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 07.05.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 251








Eigentlich habe ich ja genug Kaffeebecher...eigentlich...









Anne Seltmann 06.05.2026, 16.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL