Tag: KI


Zwischen dir und dem Wind
so viel himmel
zwischen den linien
die segel
halten wind
ohne ihn zu besitzen
weiß
gegen blau
ein gespannter zustand
du siehst nach oben
und verlierst
den boden
nicht ganz
nur genug
um zu ahnen
dass richtung
nicht festliegt
sondern entsteht
im ziehen
im nachgeben
im offenen
zwischen dir
und dem wind
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 22.04.2026, 22.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Denn Schaukeln ist mehr als ein Spiel.
Die gleichmäßige Bewegung stärkt unseren Gleichgewichtssinn, lässt uns den eigenen Körper bewusster spüren und wirkt zugleich beruhigend auf unser Inneres.
Dieses sanfte Hin und Her gibt Sicherheit, löst Anspannung und schenkt ein Gefühl von Leichtigkeit – fast wie ein kleines Stück Freiheit.
Vielleicht lieben Kinder das Schaukeln deshalb so sehr.
Und vielleicht sollten wir es uns einfach bewahren!
Anne Seltmann 18.04.2026, 07.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Als der Strandkorb laufen lernte
In den Anfangsjahren war der >> Strandkorb << noch ein Luxusgut.
Wer darin sitzen wollte, musste ihn nicht nur mieten – er wurde oft eigens zum
gewünschten Platz getragen.
An vielen Badeorten gehörte es deshalb lange zum Strandbild, dass Angestellte morgens Dutzende Strandkörbe an den Strand schleppten, sie nach Sonnenstand ausrichteten und abends wieder einsammelten.
Später bekamen viele Modelle kleine Rollen oder wurden auf Schienen bewegt, damit man sie leichter dem Wind oder der Sonne anpassen konnte.
Und bis heute gibt es an manchen Küstenorten die Tradition, dass Strandkörbe morgens „ausgerichtet und abends wieder geschlossen werden – fast wie ein kleines tägliches Ritual.
So wurde aus einem schlichten Schutzmöbel ein Kultobjekt mit eigener Choreografie.
Anne Seltmann 15.04.2026, 06.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Juna hatte schon immer das Gefühl, dass das Meer sie kannte.
Nicht nur mochte.
Nicht nur duldete.
Nein – es kannte sie, wie man einen Namen kennt, der einem einmal wichtig war.
Jeden Abend ging sie an den Steg, setzte sich und sprach mit den Wellen, als könnten sie antworten.
„Wenn du Geheimnisse hast, sagte sie zum Meer,
„dann darfst du sie mir erzählen.
Eines Abends war das Wasser ungewöhnlich still.
Der Wind hatte aufgehört, an den Dünen zu zupfen, und selbst die Möwen schienen zu lauschen.
Dann brach etwas Dunkles durch die Oberfläche.
Ein Rücken, schwarz wie Mitternacht.
Eine Flosse, hoch und glänzend.
Ein Orca.
Juna hielt den Atem an.
Der Orca kam näher, langsam, lautlos, bis seine Augen sie fanden – tief, klug, beinahe menschlich.
„Du hast lange genug gefragt, sagte eine Stimme.
Juna sah sich um.
Niemand war da.
„Hier, sagte die Stimme wieder, warm wie tiefer Donner.
Der Orca neigte den Kopf.
„Manchmal antwortet das Meer.
Juna trat bis zu den Knöcheln ins Wasser.
„Kannst du sprechen?
„Nur mit denen, die zuhören können.
Von diesem Abend an kam der Orca jede Nacht.
Er erzählte ihr von Städten aus Korallen unter dem Meer,
von Schiffen, die auf dem Grund schlafen,
von Walen, die Lieder kennen, älter als jede Sprache.
Und Juna erzählte ihm von der Welt an Land:
von Vögeln, die im Regen baden,
von Apfelkuchen,
und davon, wie sich Einsamkeit manchmal anfühlt.
„Die Menschen glauben oft, sagte der Orca eines Nachts,
„dass sie allein sind mit dem, was sie fühlen.
Dabei trägt jedes Wesen seine eigene Tiefe.
Juna legte die Hand auf seine nasse Stirn.
„Wirst du immer kommen?
Der Orca schwieg lange.
Dann sagte er:
„Nichts, was magisch ist, bleibt für immer.
Aber manches bleibt lange genug, um ein Herz zu verändern.
Und eines Morgens war das Meer wieder nur Meer.
Der Orca kam nicht mehr.
Doch wann immer Juna später Angst hatte,
oder sich klein fühlte in einer lauten Welt,
ging sie an den Strand.
Und irgendwo weit draußen
hob sich manchmal eine schwarze Flosse
für einen einzigen Augenblick
aus den Wellen.
Nur damit sie wusste:
Manche Freundschaften
verschwinden nicht.
Sie lernen nur, aus der Ferne zu leuchten.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 14.04.2026, 16.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Die Reise der verlorenen Wünsche

In der folgenden Nacht konnte Pina nicht schlafen.
Der Mond lag wie ein silbernes Versprechen über der Wiese, und etwas zog an ihr – leise, kaum spürbar, aber doch unübersehbar. Es war, als würde der Wind ihren Namen kennen.
„Pina…
Sie setzte sich auf, lauschte.
Da war es wieder. Kein Geräusch, kein Wort – eher ein Gefühl. Ein Ziehen in ihrem Herzen, leicht wie ein Hauch.
Sie flog los.
Über Gräser, die im Mondlicht schimmerten, über Blüten, die sich längst geschlossen hatten. Und dann sah sie sie.
Die Samen der Pusteblume.
Doch sie tanzten nicht mehr frei im Wind. Einige hingen schwer in der Luft, als hätten sie sich verirrt. Andere lagen still im Gras, als hätten sie ihren Weg verloren.
Pina flog näher.
„Was ist mit euch geschehen?, fragte sie leise.
Ein kaum hörbares Flüstern antwortete:
„Die Wünsche… wurden nicht zu Ende gedacht.
Pina runzelte die Stirn. „Was bedeutet das?
„Manche Wünsche, wisperte ein Samen, „werden begonnen… aber nicht geglaubt.
Die kleine Elfe spürte, wie etwas in ihr still wurde.
Sie streckte vorsichtig ihre Hand aus und berührte einen der Samen.
Augenblicklich sah sie Bilder.
Ein Kind, das sich etwas wünschte – und dann vergaß.
Ein Mensch, der hoffte – und dann zweifelte.
Ein Traum, der begann – und nicht weiterging.
Pina zog die Hand zurück.
„Können sie ihren Weg nicht allein finden?
„Nur, wenn jemand ihnen hilft, wieder leicht zu werden.
Die Elfe sah in den Himmel. Der Mond schwieg, aber sein Licht schien heller zu werden.
„Dann…, sagte Pina langsam, „bleibe ich bei euch.
Sie setzte sich ins Gras und begann, ganz leise, die Wünsche weiterzudenken.
Für jeden Samen ein kleines bisschen Hoffnung.
Für jeden Traum ein Stück Vertrauen.
Und nach und nach begannen die Samen wieder zu leuchten.
Erst schwach.
Dann stärker.
Einer nach dem anderen hob sich in die Luft, als hätten sie sich erinnert, wie man fliegt.
Pina lächelte.
„Geht nur, flüsterte sie. „Die Welt wartet auf euch.
Und als der erste Morgenhauch über die Wiese strich, war kein einziger verlorener Wunsch mehr zurückgeblieben.
Nur Pina saß noch da.
Und diesmal wusste sie ganz sicher:
Zauber war nicht nur etwas, das man findet.
Manchmal war er etwas,
das man weiterträgt.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 14.04.2026, 06.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Anne Seltmann 08.04.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sie war neugierig, flink und kannte jede Blume beim Namen – dachte sie zumindest.
Eines Morgens blieb sie verwundert stehen.
Vor ihr wuchs eine Pflanze, die sie so noch nie beachtet hatte. Ein dünner Stängel, darauf eine runde, weiße Kugel, so leicht, dass sie bei jedem Hauch zu zittern schien.
„Was bist du denn?, fragte Pina und neigte den Kopf.
„Ich bin nur eine Pusteblume, wisperte es leise.
„Nur?, wiederholte die Elfe und trat näher. „Du siehst aus wie ein kleines Geheimnis.
Die Pusteblume schwieg einen Moment, dann löste sich ein einzelnes Samenkorn und tanzte in die Luft.
Pina folgte ihm mit den Augen. Und da geschah etwas Seltsames.
Für einen winzigen Augenblick veränderte sich die Welt.
Die Wiese leuchtete heller. Die Luft schimmerte. Und Pina hatte das Gefühl, als würde sie sich an etwas erinnern, das sie nie erlebt hatte.
„Warst du das?, flüsterte sie.
„Vielleicht, antwortete die Pusteblume sanft. „Vielleicht trage ich Wünsche.
„Wünsche? Aber die erfüllen doch nur wir Elfen!, sagte Pina erstaunt.
Ein leises Lachen ging durch die feinen Samen.
„Ihr Elfen gebt den Wünschen eine Stimme, sagte die Blume. „Ich gebe ihnen Flügel.
Wieder löste sich ein Samen, dann noch einer, und noch einer. Sie stiegen auf, getragen vom Wind, und mit jedem einzelnen wurde die Welt ein kleines bisschen weiter, ein kleines bisschen heller.
Pina setzte sich ins Gras und sah zu.
„Und wenn niemand sich etwas wünscht?, fragte sie nach einer Weile.
„Dann trage ich Träume, antwortete die Pusteblume.
Die Elfe lächelte. So etwas hatte sie noch nie gehört. Eine Blume, die Wünsche fortträgt, leise, unsichtbar, ohne dass jemand es merkt.
„Du bist gar nicht nur eine Pusteblume, sagte sie schließlich.
„Nein, flüsterte die Blume. „Aber die meisten sehen nicht genau hin.
Der Wind wurde stärker.
Die weiße Kugel löste sich langsam auf, ein Samen nach dem anderen, bis nur noch der Stängel blieb.
Pina blieb noch lange sitzen.
Und als sie später davonflog, nahm sie sich vor, von nun an jede noch so kleine Blume genau anzusehen.
Denn vielleicht, dachte sie,
war die Welt voller Zauber –
man musste nur lernen, ihn zu erkennen.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 07.04.2026, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

MS „Laboe – das Schiff, das den Alltag einfach über Bord wirft
Es gibt Schiffe, die fahren. Und es gibt Schiffe wie die MS „Laboe (eigentlich eine Fähre) – die lassen einen erstmal ankommen. Schon beim Einsteigen passiert etwas Merkwürdiges:
Der Stress bleibt irgendwie am Steg stehen. Wahrscheinlich hat er keine Fahrkarte bekommen. Kaum legt die Fähre, übernimmt der Wind das Kommando.
Haare? Egal. Frisur? Vergessen. 
Dafür gibts gratis Meeresluft und Möwen-Kommentare von oben. Man steht da, schaut aufs Wasser und denkt: „Ach… so fühlt sich also Durchatmen an. Und während die MS „Laboe gemütlich ihre Bahn zieht, merkt man plötzlich: Hier geht es gar nicht darum, schnell irgendwo anzukommen. Hier geht es darum, einfach mal nicht schnell zu sein. Das Einzige, was hier wirklich Fahrt aufnimmt, sind die Gedanken – und vielleicht die Erkenntnis, dass man viel öfter aufs Schiff steigen sollte.

Technisches:
Die MS „Laboe wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normales Ausflugsschiff. Sie ist aber eine Fähre, also kein „Schiff im klassischen Sinne einer Reise- oder Ausflugsfahrt, sondern ein Verkehrsmittel in Kiel, das Menschen gezielt von einem Ort zum anderen bringt Erst wenn sie ablegt, merkt man, dass hier etwas anders ist. Es ist leiser. Kein lautes Dröhnen, eher ein sanftes Gleiten über das Wasser.
Während man an Deck steht und auf die Förde schaut, denkt man nicht sofort an Technik. Und doch arbeitet unter den Füßen etwas ziemlich Modernes. Die Fähre fährt teilweise elektrisch und nutzt zusätzlich einen klassischen Motor. Je nach Strecke und Bedarf wechselt sie einfach zwischen beiden. Das spart Energie, schont die Umwelt und sorgt dafür, dass die Fahrt angenehm ruhig bleibt.
Man spürt davon eigentlich nur eines: Entspannung. Kein Ruckeln, kein Lärm, nur Wasser, Wind und dieses leise Gefühl, dass sich hier etwas verändert hat.
Vielleicht ist es genau das, was die MS „Laboe besonders macht. Sie bringt einen nicht nur über das Wasser, sondern zeigt ganz nebenbei, wie sich Reisen ein Stück weiterentwickelt hat.
Anne Seltmann 18.03.2026, 04.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich freue mich, dass meine Kalender auch für das Jahr 2027 erhältlich sind! Ich gestalte mit viel Leidenschaft und Kreativität einzigartige Wandkalender, die nicht nur den Raum verschönern, sondern auch den Blick für das Besondere im Alltäglichen öffnen.
Ob surreal, mit lebendigen Farben und Traumwelten, oder inspirierend mit faszinierenden Naturmotiven – jeder Kalender ist eine kleine Reise in eine andere Welt. Dieses Jahr habe ich besonders viel Wert auf detailreiche, künstlerische Gestaltung gelegt, unterstützt von der neuesten Technik der KI-generierten Kunst, die den Bildern eine völlig neue Dimension verleiht.
Besonders stolz bin ich, meine Werke nun über * Calvendo anbieten zu können, eine Plattform, die es mir ermöglicht, diese Kalender in hochwertiger Druckqualität zu verkaufen. Dort könnt ihr meinen Kalender bequem online kaufen und euch so ein Stück Kunst für das ganze Jahr nach Hause holen.
Die Kalender sind nicht nur eine schöne Bereicherung für eure eigenen vier Wände, sondern auch ein ideales Geschenk für Kunstliebhaber, Träumer und alle, die das Ungewöhnliche schätzen.
Ich lade euch ein, einen Blick auf meine aktuellen Designs zu werfen und vielleicht den perfekten Kalender für euch zu entdecken! Besucht einfach meinen Calvendo-Shop und lasst euch von den einzigartigen Motiven inspirieren.
u.v.m.Anne Seltmann 17.03.2026, 06.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die AIDAblu ist ein Kreuzfahrtschiff von Carnival Corporation & plc. Sie wurde für Fahrten unter der speziell auf den deutschen Markt ausgerichteten Konzernmarke AIDA Cruises eingesetzt. Betrieben wird sie unter italienischer Flagge durch Costa Crociere in Genua.
Das Schiff wurde als viertes von sieben nahezu baugleichen Schiffen der Sphinx-Klasse auf der Meyer Werft gebaut.
Die AIDAblu ist das zweite Schiff, das diesen Namen trägt. Ihre Namensvorgängerin wurde nach Indienststellung der AIDAdiva im Frühjahr 2007 vom Mutterkonzern zunächst für einen Einsatz unter der Marke Ocean Village neu gestrichen und schließlich, nachdem diese Marke aufgegeben wurde, im Jahr 2009 als Pacific Jewel nach Australien verlegt.
Die heutige AIDAblu ist seit 2010 Teil der AIDA-Flotte und weiterhin auf den Weltmeeren unterwegs.
Mit Platz für über 2.000 Gäste bietet sie eine Mischung aus Entspannung, Kulinarik und Unterhaltung. Besonders beliebt sind das offene Theatrium, der großzügige Wellnessbereich und die abwechslungsreichen Routen im Mittelmeer, rund um die Kanaren oder in Nordeuropa.
Im Rahmen eines Modernisierungsprogramms wird die AIDAblu technisch und optisch weiterentwickelt – sie ist also kein Neubau, aber ein aktives und gepflegtes Kreuzfahrtschiff mit Zukunft.
[ Namensnennungen...unbeauftragt und unbezahlt!]
Anne Seltmann 18.02.2026, 08.46 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL