Tag: Wal

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine Reise unvergesslich machen.
Dieses Herz aus Butter entdeckte ich an einem Frühstücksbuffet in Rom. Zwischen Brot, Gebäck und dem geschäftigen Treiben am Morgen lag es plötzlich da – so liebevoll geformt, dass ich einfach mein iPhone zücken musste.
Es war nur ein kleines Detail. Und doch erzählte es von Aufmerksamkeit, von Freude an der Gestaltung und davon, dass selbst ein Frühstück ein wenig Herz vertragen kann.
Genau solche Momente sammle ich gerne. Denn oft sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die uns in Erinnerung bleiben, sondern die kleinen Gesten am Wegesrand.
Mein Montagsherz kommt heute also direkt aus Rom – mit einem Hauch von Butter, Urlaubsgefühl und ganz viel Charme.
Und nun seid ihr wieder dran!
Welche herzigen Beiträge habt ihr heute für mich?
Nächster Termin:

06.Juli 2016
Anne Seltmann 22.06.2026, 04.00 | (8/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 08.06.2026, 00.00 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die einem im Gedächtnis bleiben.
Nicht die berühmten Orte, nicht die perfekt geplanten Ausflüge und auch nicht die Fotos, die später in Alben landen.
Manchmal ist es einfach nur ein kleines Herz.
Gefunden habe ich es in unserer Ferienwohnung in Murnau am Staffelsee. Ganz unspektakulär eigentlich—und gerade deshalb so besonders. Zwischen all den stillen Momenten eines Urlaubs, zwischen Kaffeeduft am Morgen, dem Blick auf die Berge und diesem langsamen Dahinfließen der Tage, lag dieses kleine Symbol der Herzlichkeit.
Murnau selbst fühlte sich ohnehin an wie ein Ort zum Durchatmen. Der Staffelsee mit seinem ruhigen Wasser, die Wolken über den Bergen, das Licht am Abend—alles dort schien ein wenig sanfter zu sein als anderswo. Fast so, als würde die Gegend den Menschen heimlich zuflüstern, dass nicht immer alles laut und hektisch sein muss.
Und vielleicht passte genau deshalb dieses Herz so gut dorthin.
Es erinnerte mich daran, wie sehr die kleinen Dinge einen Ort prägen können. Nicht Luxus macht eine Unterkunft gemütlich. Nicht perfekte Möbel oder sterile Dekoration. Sondern diese winzigen Details, in denen jemand ein bisschen Wärme hinterlassen hat.
Ein Herz auf einem Tisch.
Ein liebevoll hingestelltes Detail.
Ein stilles Willkommen.
Vielleicht nehme ich genau deshalb von Reisen oft weniger die großen Attraktionen mit nach Hause als vielmehr Gefühle. Das Licht eines Morgens. Das Knarren eines alten Bodens. Das Geräusch von Regen am Fenster. Oder eben ein kleines Herz in einer Ferienwohnung am Staffelsee.
Und manchmal reicht genau das schon aus, damit ein Ort noch lange im Herzen bleibt.
Anne Seltmann 25.05.2026, 01.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das Besondere hier ist natürlich die Form—er sieht verblüffend herzförmig aus.
Das entsteht meist zufällig durch:
Anne Seltmann 11.05.2026, 01.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der große Wal glitt langsam durch das tiefe Blau des Meeres, ruhig und majestätisch, als trüge er die Gelassenheit aller Ozeane in sich. Um ihn herum wirbelten unzählige kleine Goldfische wie flüssiges Sonnenlicht durchs Wasser. Sie tanzten um den stillen Giganten, neugierig, verspielt und ohne Angst.
Der Wal schien ihre hastigen Bewegungen kaum wahrzunehmen. Mit jedem langsamen Schlag seiner mächtigen Fluke zog er weiter durch das endlose Blau, als kenne er Wege, die älter waren als jeder Sturm und tiefer als jede Erinnerung. Auf seinem Rücken glitten silberne Lichtreflexe wie wandernde Wolken über dunkles Gestein.
Die Goldfische dagegen waren reine Unruhe. Mal schossen sie wie goldene Pfeile auseinander, mal sammelten sie sich zu leuchtenden Schwärmen, die im Sonnenlicht funkelten wie verstreute Münzen auf dem Meeresgrund. Einige wagten sich dicht an das Auge des Wals heran, als wollten sie herausfinden, welche Geheimnisse sich darin verbargen.
Doch in diesem Auge lag keine Bedrohung. Nur Ruhe. Eine uralte, beinahe traurige Ruhe, wie sie nur Wesen kennen, die seit Jahrhunderten die Ozeane durchwandern.
Manchmal öffnete der Wal langsam sein riesiges Maul und ließ gewaltige Wasserströme an sich vorbeiziehen. Die kleinen Goldfische flohen dann erschrocken auseinander, kehrten aber kurz darauf wieder zurück, als hätten sie verstanden, dass dieser sanfte Riese keinem Lebewesen etwas zuleide tun wollte.
Über ihnen brach das Sonnenlicht durch die Wasseroberfläche und verwandelte das Meer in eine schimmernde Welt aus Blau, Türkis und Gold. Es war, als hätte die Stille selbst begonnen zu leuchten.
Und während der Wal weiter durch die Tiefe zog, folgten ihm die kleinen Goldfische wie tanzende Gedanken…leicht, flüchtig und voller Leben.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 08.05.2026, 10.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Anne Seltmann 27.04.2026, 01.00 | (7/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Juna hatte schon immer das Gefühl, dass das Meer sie kannte.
Nicht nur mochte.
Nicht nur duldete.
Nein – es kannte sie, wie man einen Namen kennt, der einem einmal wichtig war.
Jeden Abend ging sie an den Steg, setzte sich und sprach mit den Wellen, als könnten sie antworten.
„Wenn du Geheimnisse hast, sagte sie zum Meer,
„dann darfst du sie mir erzählen.
Eines Abends war das Wasser ungewöhnlich still.
Der Wind hatte aufgehört, an den Dünen zu zupfen, und selbst die Möwen schienen zu lauschen.
Dann brach etwas Dunkles durch die Oberfläche.
Ein Rücken, schwarz wie Mitternacht.
Eine Flosse, hoch und glänzend.
Ein Orca.
Juna hielt den Atem an.
Der Orca kam näher, langsam, lautlos, bis seine Augen sie fanden – tief, klug, beinahe menschlich.
„Du hast lange genug gefragt, sagte eine Stimme.
Juna sah sich um.
Niemand war da.
„Hier, sagte die Stimme wieder, warm wie tiefer Donner.
Der Orca neigte den Kopf.
„Manchmal antwortet das Meer.
Juna trat bis zu den Knöcheln ins Wasser.
„Kannst du sprechen?
„Nur mit denen, die zuhören können.
Von diesem Abend an kam der Orca jede Nacht.
Er erzählte ihr von Städten aus Korallen unter dem Meer,
von Schiffen, die auf dem Grund schlafen,
von Walen, die Lieder kennen, älter als jede Sprache.
Und Juna erzählte ihm von der Welt an Land:
von Vögeln, die im Regen baden,
von Apfelkuchen,
und davon, wie sich Einsamkeit manchmal anfühlt.
„Die Menschen glauben oft, sagte der Orca eines Nachts,
„dass sie allein sind mit dem, was sie fühlen.
Dabei trägt jedes Wesen seine eigene Tiefe.
Juna legte die Hand auf seine nasse Stirn.
„Wirst du immer kommen?
Der Orca schwieg lange.
Dann sagte er:
„Nichts, was magisch ist, bleibt für immer.
Aber manches bleibt lange genug, um ein Herz zu verändern.
Und eines Morgens war das Meer wieder nur Meer.
Der Orca kam nicht mehr.
Doch wann immer Juna später Angst hatte,
oder sich klein fühlte in einer lauten Welt,
ging sie an den Strand.
Und irgendwo weit draußen
hob sich manchmal eine schwarze Flosse
für einen einzigen Augenblick
aus den Wellen.
Nur damit sie wusste:
Manche Freundschaften
verschwinden nicht.
Sie lernen nur, aus der Ferne zu leuchten.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 14.04.2026, 16.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein Herz sagt „Auf Wiedersehen"
und bleibt doch noch einen Moment.
Als hätte es Zeit,
sich sanft von uns zu lösen.
Der Montag geht nicht einfach vorbei –
er legt sich leise ab
und wartet irgendwo darauf,
dass wir ihn wiederfinden.
Nun möchte ich eure Herzen finden. Ich bin gespannt!
Nächster Termin:

27. April 2026
Anne Seltmann 13.04.2026, 05.00 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die einem besonders ans Herz gehen. Neulich bekamen wir ein Herz geschenkt. Kein glänzendes, kein perfektes, kein gekauftes. Es wurde gebastelt – mit kleinen Händen und mit ein bisschen Hilfe von der Mama.
Unser Enkelmädchen (4) hat es uns gebastelt
Und während ich dieses Herz in der Hand hielt, dachte ich plötzlich: So ein Herz ist eigentlich viel schöner als all die Herzen, die man sonst so sieht. Die perfekten, die glatten, die sorgfältig gestalteten.
Dieses hier ist anders. Vielleicht ist die Linie ein bisschen schief.Vielleicht sitzten die Sticker nicht ganz dort, wo sie eigentlich hin sollten. Aber genau das macht es so besonders. Denn in diesem Herz steckt etwas, das man nicht basteln kann: Zuneigung. Ein bisschen Stolz. Und vermutlich auch ein kleines „Das ist für dich.
Ich habe im Laufe der Zeit schon viele Herzen gesehen und auch gezeigt. Aber dieses hier gehört zu den schönsten. Vielleicht gerade deshalb, weil es von einem Kind kommt.
16.03.2026, 01.00 | (7/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Willkommen zum 654. Montagsherz!
Am 21. Februar 2011 ist das Montagsherz online gegangen. Bis zum 17. März 2022 wurden Woche für Woche Herzen in allen Formen gesammelt – so viele kreative, liebevolle und besondere Entdeckungen.
Dann hat Anette mir dieses schöne Projekt anvertraut und mir auch den Button links unten übergeben. Ich habe mich sehr darüber gefreut – und bin ihr bis heute dankbar, dass ich diese Tradition weiterführen darf.
Heute zeige ich euch ein Herz, das ich bei uns am Strand entdeckt habe. Es lag einfach da, vom Wind und vielleicht auch von liebevollen Händen geformt. Der Mensch, der es gestaltet hat, wird wohl nie erfahren, wie sehr ich mich über diesen kleinen Fund gefreut habe. Für mich war es so ein typischer Herz-Moment – überraschend, still und einfach schön.
Und jetzt bin ich gespannt auf eure Beiträge. Ich freue mich von Herzen auf alles, was ihr entdeckt, festgehalten und mitgebracht habt.
Nächster Termin:
16. März 2026

Anne Seltmann 02.03.2026, 01.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL