Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ohren

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 8






März 2018 - Januar 2020

               

Nach sooooo langer Zeit ist der Termin für meine CI OP-Besprechung näher gerückt. ( CI steht für Cochlea Implantat ). Letzte Woche war es also so weit.

Schrecklich lange muss man hier auf einen Termin warten, da immer nur die Dienstage zu CI Besprechungen vergeben werden und….weil Personal an allen Ecken und Kanten fehlt...und weil die Warteliste lang ist.

Einige wissen um meinen Hörsturz vor 2 Jahren.

In der HNO-Klinik wartet man trotz Terminvergabe ellenlang, bis man dran kommt und unter 5 Stunden  Aufenthalt, kommt man dort nicht raus.

Mittlerweile wird die HNO grundsaniert und ist in die ehemalige alte Frauenklinik gezogen. Ellenlange Flure, Provisorien hier und da. Das Chaos ist nicht besser geworden.

Nun hat folgende Untersuchung ergeben, dass mein letztes CT (Computertomografie ) Auffälligkeiten am Hörnerv zeigt und es sich um einen Tumor handeln könnte. Das heißt dann für mich, dass ich kein CI bekomme kann. Egal ob er gut -oder bösartig ist.

Nun habe ich gestern ein MRT (Magnetresonanztomographie) machen müssen, damit man Genaueres weiß. Hier gilt nun 10 Tage warten, erst dann bekomme ich den Befundbericht.

Heute habe ich den OP-Termin zugesendet bekommen, damit es für Eventualitäten keine Verzögerung mehr gibt. Bleibt zu hoffen, dass der Befund weder einen gut -oder bösartigen Tumor oder überhaupt etwas aufweist und ich den OP-Termin antreten kann.

 


Alles wird gut!






Anne Seltmann 25.01.2020, 09.21 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 7






Am 19. November 2018 hatte ich meine Reha angetreten, nachdem ich einen gravierenden Hörsturz mit bleibendem Tinnitus, Hyperakusis und Taubheit hatte und immer noch habe. In der Reha hatte ich genug Zeit mir Infos einzuholen, um mich langsam auf ein CI (Cochlea Implantat) einlassen zu können.

Dass ich hier immer noch ohne ein CI bin ist höchstwahrscheinlich den vielen anderen Patienten geschuldet, die noch vor mir dran sind. Der Run auf die HNO-Klinik in Kiel scheint sehr hoch zu sein. Und mit jedem Tag, den ich länger auf einen Termin warten muss, gehen die Nerven blanker…stellen sich wieder Ängste ein…machen sich wieder Zweifel stark, ob die Entscheidung für ein CI die richtige war/ist.

Zuhause wieder angekommen, der Arbeit wieder nachgehend, stellt man fest, dass das so keine Lebensqualität hat, oder wenn die Arbeitskollegen nicht wirklich nachvollziehen können, was diese einseitige Taubheit und die Hyperakusis bewirkt, trotz Erklärungen mit Bildmaterial usw.. Es kostet Kraft, mich immer wieder überall erklären zu müssen...es kostet Kraft in jeder Lebenslage.

Der Akku ist schnell aufgebraucht und die Krankmeldungen häufen sich. Die Kopfschmerzen sind stets vorprogrammiert, sobald ich den Kindergarten betrete und ich bin unendlich müde, was eine Folgeerscheinung der Taubheit ist..

Es kostet unendlich viel Energie, meinen Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass der Lärmpegel bei uns zu hoch ist, dass an den Räumlichkeiten etwas verändert werden muss. Dabei denke ich nicht nur in erster Linie an mich, sondern auch an die Kinder, die ebenfalls diesem Lärm ausgesetzt sind.

Stets sehe ich mich in der Rechtfertigungsecke und das zermürbt mich. Klar, dass der soziale Rückzug daher vorprogrammiert ist.


Ich habe im Januar einen Besprechungs-Termin in der  HNO und hoffe, dass man mir baldmöglichst einen OP Termin gibt! 






Anne Seltmann 12.12.2019, 17.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 4







Wie gut, dass ich heute meine vorletzte intratympanale Kortikoid- Spritze für mein Ohr abgeholt habe, denn die Nerven liegen einfach blank. Nicht einmal mehr ob des Hörsturzes, der ja auch nicht spurlos an mir vorüber geht, sondern weil die Wartezeiten viiiiiel zu lange sind. Trotz! Terminvergabe saß ich heute von 13-16.30 Uhr in der Ambulanz der HNO Klinik zu Kiel. An den anderen Tagen sogar noch länger!

Dann wären da noch die Zustände erwähnenswert, in Form von:

1.      Behandlungsräume bleiben einfach offen und jeder kann den dort sitzenden bzw. liegenden Patienten sehen;

2.      Ärzte halten Patientengespräche im Flur, der auch zugleich Warteschleife für andere Patienten ist;

3.      Patienten werden trotz leerer Behandlungszimmer im Flur verarztet;

4.      Arzt teilt Diagnose auf dem Flur im Wartebereich anderen Patienten mit;

 

Ach ja und dann wäre da noch: Trotz Vorliegen meiner Krankenakte in Form von Papier und auch digital fragen mich Ärzte oder Helferinnen  nach der Behandlungshistorie. Hier scheint das Personal überbelastet zu sein, denn wir stellen fest, dass alle nichts wissen und davon ganz viel!

Wir empfinden nach dem 3. Besuch der HNO Klinik zu Kiel, dass hier eine unglaubliche Massenabfertigung im Schneckentempo passiert.

Und immer wieder flaniert der Oberarzt mit einem süffisanten Lächeln durch die Flure. Wahrscheinlich hat der als einziger noch Spaß!  







Anne Seltmann 17.04.2018, 19.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 3








Mein HNO Arzt schickte mich für heute in die HNO Klinik Kiel ohne Terminvergabe und meinte ich solle in jedem Fall drängeln, damit ich am besten sofort drankomme. Ich erzählte ihm von den katastrophalen Zuständen in der HNO Klinik, die mir wirr organisiert scheint.

Also gut, ich erscheine mit meinem Lieblingsmenschen an meiner Seite um Punkt 8: oo in der Ambulanz. Laut Überweisung soll ich eine intratympanale Kortikoid-Therapie bekommen. Sprich, es werden insgesamt 4 Kortison Spritzen hinters Trommelfell gegeben.

Die Dame in der Ambulanz , der ich erkläre warum ich hier  ohne Termin bin, versteht mich nicht…menno, ich bin hier doch taub. Ich sage ihr worum es geht, sie aber schickt mich ins das große Lärmdurchflutete Wartezimmer, ich würde dort aufgerufen werden. Toll, es ist so laut wie auf einem Bahnhof und der Lautsprecher für die Durchsagen hängt ganz oben an der Decke. 

Auch bessere Hörende haben Probleme die Durchsagen zu vestehen.Ratlose Gesichter mit der Frage auf der Stirn "Wer wurde aufgerufen?"

Es ist 9:3o Uhr, als ich in die Anmeldung komme. Das Prozedere hatte ich schon vor 14 Tagen.

"Dürfen wir Informationen über Sie rausgeben, sofern jemand nach ihnen fragt usw. usw." Die ganze Litanei nochmal. Ja ja ich weiß, die müssen sich absichern.

Um 9:59 werde ich aufgerufen, um in die Ambulanz zu kommen und dort steht der Oberarzt, der uns letzten schon mehr als wirr vorkam. Der lief immer wie Falschgeld durch die Gegend und schien orientierungslos. Er ordnete einen Hörttest, zudem ich erklärte, dass der schon vor 14 Tagen war. Daraufhin sagte er "Ach so ja, Ihre Akte ist noch im Umlauf." Den erneuten Hörtest begründete er damit, dass auf meinem Überweisungsschein "erneuter Hörsturz" stehe. Das weise ich vehement von mir und denke "Wer lesen kann ist klar im Vorteil). Ich machte ihn außerdem darauf aufmerksam, dass auch gestern bei meinem Ohrenarzt einer gemacht wurde. Daraufhin bittet er mich im Wartezimmer zu warten.

Es ist 10:30… nichts passiert.

Um 11:30 werde ich zur Ärztin gebeten, die mich zum Hörtest schickt, da nach jeder Infusion aktuelle Werte erforderlich seien. O.K dann eben nochmal.

Um kurz vor 12:oo hat die Ärztin die Betäubung eingeleitet, die summa summarum mit allen Vorbereitungen bis 12:20 andauerte. Dann erfolgte die Kortikoid Infusion.

Während die Infusion einfloss, wurde mir schwindelig…aber das ist normal. Dann musste ich eine halbe Stunde still liegen bleiben. Während dieser Zeit kamen zig Menschen in das Behandlungszimmer, die die Ärztin suchten, zwischenzeitlich erschien der Oberarzt nur kurz im Türrahmen, um mich zu fragen, ob mir schwindelig sei. Ich bejahte dieses und schwups weg war er.

Gegen 13:30 waren wir dann endlich Zuhause. Kommenden Freitag, nächsten Dienstag und Donnerstag erfolgen weitere Kortikoid Infusion.





Anne Seltmann 11.04.2018, 19.53 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 2







HIER berichtete ich schon einmal von meinem Hörsturz.




Folgender Stand der Dinge:

20. März

HNO Arzt stellt akuten Hörsturz fest

1.       Hörtest...linkes Ohr taub

1 Woche krankgeschrieben

 

Überweisung in die HNO Klinik

2.       Hörtest

Mir wird angeboten an einer Studie zur hochdosierten Kortison- Therapie teilzunehmen.

8-9 Termine würden anberaumt, in einem Zeitraum von 6 Monaten.

Das impliziert: Hörtest, Blutuntersuchungen, Blutdruck-und Pulsmessungen, Untersuchung zu Schwindel-und Gleichgewichtsstörungen sowie Fragebögen.

Ich lehne ab und nehme ein Rezept mit hochdosiertem Kortison, 8 Tage lang

 

3. – 4. April

2 Tage zur Arbeit, der Lärm stresst mich, das Kortison bringt mich körperlich auf den Nullpunkt!

Zur Hausärztin

2 Wochen krankgeschrieben

10. April

HNO Termin mit Überweisung in die HNO Klinik

Kortison Spritze wird dort hinters Trommelfell gespritzt  

Hole mir einen Termin am 24. Mai zum MRT, der Aufschluss gibt über Störungen des Hörvermögens

Ich bin aufgeregt...

 







Anne Seltmann 10.04.2018, 17.46 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 1


Grafik © Anne Seltmann





Lärm ist ein starker Belastungsfaktor für die Gesundheit. Ich schrieb HIER ja schon einmal davon. Ich arbeite in einem Kindergarten mit ca. 40 Kindern und da ist oftmals der Lärmpegel, trotz einiger Schutzmaßnahmen, noch immer sehr hoch. Laut Untersuchungen soll es in einem Kindergarten bis zu 117 Dezibel (dB) laut werden. 

Eine Dauerbelastung mit 65 Dezibel macht krank! 

Laut des Ohrenarztes meines Vertrauens: Das Gehör wird schwer geschädigt ab 85 db. Im Vergleich gab er einmal ein paar Alltagsgeräusche an: Flüstern: 25–30 dB, leises Gespräch: 40–50 dB, Atmen: 15–20 dB, Hauptverkehrsstraße am Tag: 55–65 dB, Schnellzug: 90–100 dB, Raketenstart: 150 dB.

Die Unfallkasse in Hessen ließ 2001 in einigen Einrichtungen die verschiedenen Belastungsfaktoren der Erzieher untersuchen. Es wurden Lärmbelastungen mit Hilfe eines personenbezogenen Schalldosimeters ermittelt, die Nachhallzeiten wurden gemessen. Das Ergebnis war erschreckend: In fast einem Drittel der untersuchten Einrichtungen wurden dabei Beurteilungspegel von 85 dB(A) gemessen.

Dann wunderts mich nicht, dass in vielen anderen Berufen bei einer derartigen Lautstärke die Verpflichtung zum Tragen eines Gehörschutzes besteht.

 

Lange Rede, kurzer Sinn…nachdem ich seit 2004 auf beiden Ohren einen Tinnitus habe, unter anderem auch schon einen ersten Hörsturz vorweisen konnte, habe ich einen weiteren, diesmal einen akuten. Jetzt warte ich nur noch auf einen Termin in der HNO Klinik... 



Anne Seltmann 22.03.2018, 17.52 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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