Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ohren

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 11





Die Welt hat mich wieder und die OP habe ich gut überstanden!
Nun habe ich hinter meinem linken Ohr eine hübsche Narbe! Wie gut, dass ich eh schon sehr kurze Haare habe und mir nichts wegrasiert wurde. 
Die Schmerzen nach dem Aufwachen kann ich kaum beschreiben, weil sie die ärgsten waren, die ich bisher erfahren habe. 
Durch ein wenig autogenes Training, ich habe mir immer ein Feld voller Mohnblüten und Sonnenschein vorgestellt, ging es zeitweise.
Nun bin ich seit heute 10:oo Uhr zu Hause und sortiere mich erst mal wieder neu.
Ich danke allen für ihre wohlwollenden Wünsche, sei es privat, per Mail oder auf den anderen Netzwerken!
Aufgrund der Coronakrise kann leider noch kein Termin für die Erstanpassung gegeben werden.  Wenn es soweit ist, wird das Cochlea-Implantatsystem dann erstmalig angeschaltet. Es geht darum, eine angenehme Lautstärke für alle Frequenzen zu finden und ein erstes individuelles Hörprogramm zu erstellen. 
Warten wir gespannt! 







Anne Seltmann 15.05.2020, 12.41 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 10


Edit: Ich habe einen neuen Termin
Am 11. Mai gehts los mit der gleichen Prozedur!







Dienstag 05.052020

Coronaabstrich in der Augenklinik

 

Mittwoch 06.05.2020

8:45

Mein Lieblingsmensch verabschiedet mich am Aufzug zur Klinik. Es ist die Frauenklinik, jedoch ist aufgrund vieler Neubau-und Renovierungsarbeiten, die HNO in die Frauenklinik gezogen.

Wir verabschieden uns und es fühlt sich nicht echt an, da wir  beider Mundschutz zu küssen.

9:00

Ich sitze im Wartebereich der Anmeldung und harre der Dinge, die da kommen

10:00

Eine Schwester holt mich ab und misst Blutdruck, wiegt mich, und es folgen abertausende Gesundheitsfragen. Das übliche Prozedere eben.

10.30

Der Audiologe holt mich ab um mit mir ein Gleichgewichtstest zu machen:

Ich bekomme einen Helm mit Gesichtsmaske auf. Warmes und kaltes Wasser wird mir wechselseitig ins Ohr gespült, während die Sichtblende geschlossen ist. Ich spüre gewaltig den Nystagmus (Mit dem Begriff Nystagmus beschreibt man in diesem Fall unkontrollierbare, rhythmisch verlaufende Bewegungen des Auges) Einen leichten Schwindel verspüre ich auch.

11:00

EKG

11:10

Vorstellig bei der Stationsärztin, die mir nicht tief genug in den Hals gucken kann und ich nicht richtig „i“ sagen kann. Daraufhin fährt sie mir mit einem Nasen-Endoskop in die Nase.

11:30

Der Oberarzt gibt mich daraufhin frei für die OP

12:00

Mittagessen. Ich entscheide mich für Hähnchenfilet mit Nudeln und Joghurt zum Nachtisch. Ich esse nur das Filet und den Nachtisch. Ich habe nicht wirklich Hunger.

13:30

Termin bei dem Anästhesisten, der auch einen ausgefüllten Fragenkatalog zum Gesundheitszustand haben möchte.

14:00

Ich bin befreit und kann endlich in mein Zimmer. Ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht.

14:30

Eine Schwester bringt mir die OP-Wäsche für den morgigen Tag.

14:32

Ich verbringe viel mit Lesen und schaue in die sozialen Netze hinein.

18:00

Es gibt Abendbrot. Eine Schwester kommt mit einem E-Tablett und nimmt meine Wünsche auf. Ich bin über die Vielfalt der Angebote überrascht.

19:00

Ich Facetime mit dem Liebsten und halte ihn auf dem Laufenden.

 

Donnerstag 07.05.2020

Die Nacht war schrecklich. Ich bin stündlich aufgewacht.

7:00

Eine Schwester misst Blutdruck, Blutwerte und Temperatur. Alles im Normbereich!

8:00

Die Stationsärtztin kommt vorbei und hat eine wie sie sagt "schlechte Nachricht"

Der Coronatest hat weder positive noch negative Ergebnisse hervorgebracht. Ich habe das Gefühl, ich falle.

Mich erreichen die tausend Entschuldigungen ihrerseits nicht wirklich.

8:20

Der Oberarzt kommt hineingeweht und ist voller Empathie, während er mir schildert, woran die OP gescheitert ist. Es wäre wohl auch nicht das erste Mal. Aber leider ist er an den Corona-Regeln von ganz oben gebunden und darf die OP nicht durchführen. Auch er entschuldigt sich tausend Mal. Mir wird nochmal eine Schwester aus der Augenklinik geschickt, die einen erneuten Abstrich macht.

8:40

Der Liebste wartet im sicheren Bereich, um mich abzuholen.

Ich habe 2 Jahre auf diesen Termin gewartet. Ich bin durch alle möglichen Instanzen gegangen, die die CI-OP erfordert und auch die psychische Motivation, die es bedurfte, brach mit dem heutigen Tag zusammen. Das ist alles grad nicht verdaulich. Ich kann die Gefühle nicht beschreiben, was das Ganze grad mit mir macht. Nun, es ist ja kein Beinbruch und nicht noch Schlimmeres. *Scherzmodus an "Aber wie immer halte ich die Ohren steif"  *Scherzmodus aus.

Das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben und dazu passt folgendes Zitat:


Wenn ich mir etwas von der Seele reden will, 

brauche ich einen Menschen, der Anteil nimmt.

Ein Ohr genügt nicht."

~*~

© Anne Seltmann

 

 Vielen lieben Dank an alle für eure guten Wünsche und euren Zuspruch!!!

Das berührt mich sehr!



 




Anne Seltmann 07.05.2020, 10.39 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 9





6:00 Uhr

Gestern hatte ich einen Anruf aus der UKSH (Universitätsklinik Schleswig-Holstein) auf meinen Anrufbeantworter. Ohjeee, die HNO Klinik. Ich habe ja kommenden Donnerstag meine CI-OP. Jaaaa, Freude!... die sagen den Termin ab und ich bekomme einen neuen. Aber das verschiebt nur meine Angst auf die bevorstehende OP. Ich rufe mit klopfendem Herzen zurück und erhalte die Info, dass ich heute noch einen Abstrich machen muss, um zu sehen ob ich Corvid 19 frei bin.

Ich habe relativ gut geschlafen, war aber um 5:00 wach. Und mein erster Gedanke gilt natürlich der OP.

Ich kann noch nicht mal sagen, was mich beunruhigt, aber das mich etwas beunruhigt ist schon mal klar wie Kloßbrühe. Immer wieder blitzt dieser Gedanke auf "Donnerstag-ist-die-OP" und das Herz hüpft tausendfach in die Hose. Es ist ja nicht die erste OP und nie hatte ich annähernd so Angst. Aber diesmal.

Die Tasche ist schon seit Sonntag gepackt und ich überprüfe anhand meines Notizzettels, ob ich an alles gedacht habe. Denn der Lieblingsmensch kann mir nichts nachbringen. Auch kann er mich nicht besuchen kommen. Ich denke aber, dass ich vielleicht über Facetime mit ihm sprechen kann.

7:20

Ich fahre jetzt los und bin um 7:40 im Parkhaus der HNO Klinik!

8:00 Uhr

Einmal zur Anmeldung, Nummer ziehen, ich bin Gott sei Dank die zweite Patientin und brauche nicht lange warten. Von der Anmeldung in der HNO geht's hinüber zur Augenklinik, die den Abstrich macht.

8:10

Nun habe ich den Abstrich hinter mich gebracht. Auf meine Frage hin, wann ich das Ergebnis erhalten kann, erfahre ich dass er 24 Stunden braucht. Da rattert es in meinem Kopf. Da bin ich ja schon stationär in der Klinik !??? Nun, ich denke, dass ich keinen Kontakt mit jemanden hatte, der den Virus in sich trägt, aber gesetzt den Fall ja, dann sitze ich ja schon in der Klinik und darf wieder nach Hause und der ganze Stress war umsonst.

In all der Aufregung habe ich auf dem Klinikgelände mein Park-Ticket verloren. Netterweise hat mich der Mensch (für die Schranken) im Hintergrund mich ohne Zahlung "freigelassen".

8:30

Ich fahre an die Schleuse des NORD-OSTSEE-Kanals, ich muss mir den Ostwind erstmal durch den Kopf pusten lassen. Alles ist ruhig, kein Mensch breit und weit nur ein paar Möwen, die silbern in den Wolken schweben. Das lenkt ab von meinem Gedankenchaos!

9:00 Uhr

Nachher muss ich noch die Einweisung für die HNO-Klinik bei meinem Arzt des Vertrauens abholen.  Jetzt werde ich mir erst mal ein Käffchen gönnen! 





Anne Seltmann 05.05.2020, 09.27 | (9/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 8





Meine Blogfreunde und andere Besucher meines Blogs wissen ja um mein Ohrproblem.
Ich hatte >> HIER <<   ja schon einiges dazu geschrieben. 
Nachdem diverse Voruntersuchungen gemacht werden mussten, habe ich nunmehr einen OP Termin bekommen. Jaaaaaa stellt euch vor, ich habe ENDLICH einen festen Termin!!!
Dass sich das Ganze über einen Zeitraum von 2 Jahren hinauszieht, hätte ich nie gedacht und hat mich ganz schön mürbe werden lassen. 
Die Befunde des MRT und CT sind positiv ausgefallen...sprich...es ist alles gut! Mein Nervenkostüm hat sich wieder ein bisschen stabilisiert.
Stationäre Aufnahme in die Klinik erfolgt nun am 7. Mai 2020 und der OP Termin ist dann am Folgetag.
Ca. 1 Woche bleibe ich stationär in der Klinik. In der Einheilungsphase bleibe ich 6-8 Wochen zu Hause. 
Danach erfolgt eine Erstanpassungswoche... heißt, dass ich wieder für 5 Tage stationär in der Klinik bin. 

Das beinhaltet:

1-2 x täglich. in die Audiologie zur Programmierung des Sprachprozessors
2 x täglich. Hörtraining in der Logopädie
und tägliche Hörtests in der Audiometrie

Ist das alles fertig, heißt es für mich alle 3 Monate zur Kontrolle beim Arzt, Logopäden, HNO und Audiologie










Anne Seltmann 07.03.2020, 17.05 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 8






März 2018 - Januar 2020

               

Nach sooooo langer Zeit ist der Termin für meine CI OP-Besprechung näher gerückt. ( CI steht für Cochlea Implantat ). Letzte Woche war es also so weit.

Schrecklich lange muss man hier auf einen Termin warten, da immer nur die Dienstage zu CI Besprechungen vergeben werden und….weil Personal an allen Ecken und Kanten fehlt...und weil die Warteliste lang ist.

Einige wissen um meinen Hörsturz vor 2 Jahren.

In der HNO-Klinik wartet man trotz Terminvergabe ellenlang, bis man dran kommt und unter 5 Stunden  Aufenthalt, kommt man dort nicht raus.

Mittlerweile wird die HNO grundsaniert und ist in die ehemalige alte Frauenklinik gezogen. Ellenlange Flure, Provisorien hier und da. Das Chaos ist nicht besser geworden.

Nun hat folgende Untersuchung ergeben, dass mein letztes CT (Computertomografie ) Auffälligkeiten am Hörnerv zeigt und es sich um einen Tumor handeln könnte. Das heißt dann für mich, dass ich kein CI bekomme kann. Egal ob er gut -oder bösartig ist.

Nun habe ich gestern ein MRT (Magnetresonanztomographie) machen müssen, damit man Genaueres weiß. Hier gilt nun 10 Tage warten, erst dann bekomme ich den Befundbericht.

Heute habe ich den OP-Termin zugesendet bekommen, damit es für Eventualitäten keine Verzögerung mehr gibt. Bleibt zu hoffen, dass der Befund weder einen gut -oder bösartigen Tumor oder überhaupt etwas aufweist und ich den OP-Termin antreten kann.

 


Alles wird gut!






Anne Seltmann 25.01.2020, 09.21 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 7






Am 19. November 2018 hatte ich meine Reha angetreten, nachdem ich einen gravierenden Hörsturz mit bleibendem Tinnitus, Hyperakusis und Taubheit hatte und immer noch habe. In der Reha hatte ich genug Zeit mir Infos einzuholen, um mich langsam auf ein CI (Cochlea Implantat) einlassen zu können.

Dass ich hier immer noch ohne ein CI bin ist höchstwahrscheinlich den vielen anderen Patienten geschuldet, die noch vor mir dran sind. Der Run auf die HNO-Klinik in Kiel scheint sehr hoch zu sein. Und mit jedem Tag, den ich länger auf einen Termin warten muss, gehen die Nerven blanker…stellen sich wieder Ängste ein…machen sich wieder Zweifel stark, ob die Entscheidung für ein CI die richtige war/ist.

Zuhause wieder angekommen, der Arbeit wieder nachgehend, stellt man fest, dass das so keine Lebensqualität hat, oder wenn die Arbeitskollegen nicht wirklich nachvollziehen können, was diese einseitige Taubheit und die Hyperakusis bewirkt, trotz Erklärungen mit Bildmaterial usw.. Es kostet Kraft, mich immer wieder überall erklären zu müssen...es kostet Kraft in jeder Lebenslage.

Der Akku ist schnell aufgebraucht und die Krankmeldungen häufen sich. Die Kopfschmerzen sind stets vorprogrammiert, sobald ich den Kindergarten betrete und ich bin unendlich müde, was eine Folgeerscheinung der Taubheit ist..

Es kostet unendlich viel Energie, meinen Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass der Lärmpegel bei uns zu hoch ist, dass an den Räumlichkeiten etwas verändert werden muss. Dabei denke ich nicht nur in erster Linie an mich, sondern auch an die Kinder, die ebenfalls diesem Lärm ausgesetzt sind.

Stets sehe ich mich in der Rechtfertigungsecke und das zermürbt mich. Klar, dass der soziale Rückzug daher vorprogrammiert ist.


Ich habe im Januar einen Besprechungs-Termin in der  HNO und hoffe, dass man mir baldmöglichst einen OP Termin gibt! 






Anne Seltmann 12.12.2019, 17.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 4







Wie gut, dass ich heute meine vorletzte intratympanale Kortikoid- Spritze für mein Ohr abgeholt habe, denn die Nerven liegen einfach blank. Nicht einmal mehr ob des Hörsturzes, der ja auch nicht spurlos an mir vorüber geht, sondern weil die Wartezeiten viiiiiel zu lange sind. Trotz! Terminvergabe saß ich heute von 13-16.30 Uhr in der Ambulanz der HNO Klinik zu Kiel. An den anderen Tagen sogar noch länger!

Dann wären da noch die Zustände erwähnenswert, in Form von:

1.      Behandlungsräume bleiben einfach offen und jeder kann den dort sitzenden bzw. liegenden Patienten sehen;

2.      Ärzte halten Patientengespräche im Flur, der auch zugleich Warteschleife für andere Patienten ist;

3.      Patienten werden trotz leerer Behandlungszimmer im Flur verarztet;

4.      Arzt teilt Diagnose auf dem Flur im Wartebereich anderen Patienten mit;

 

Ach ja und dann wäre da noch: Trotz Vorliegen meiner Krankenakte in Form von Papier und auch digital fragen mich Ärzte oder Helferinnen  nach der Behandlungshistorie. Hier scheint das Personal überbelastet zu sein, denn wir stellen fest, dass alle nichts wissen und davon ganz viel!

Wir empfinden nach dem 3. Besuch der HNO Klinik zu Kiel, dass hier eine unglaubliche Massenabfertigung im Schneckentempo passiert.

Und immer wieder flaniert der Oberarzt mit einem süffisanten Lächeln durch die Flure. Wahrscheinlich hat der als einziger noch Spaß!  







Anne Seltmann 17.04.2018, 19.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 3








Mein HNO Arzt schickte mich für heute in die HNO Klinik Kiel ohne Terminvergabe und meinte ich solle in jedem Fall drängeln, damit ich am besten sofort drankomme. Ich erzählte ihm von den katastrophalen Zuständen in der HNO Klinik, die mir wirr organisiert scheint.

Also gut, ich erscheine mit meinem Lieblingsmenschen an meiner Seite um Punkt 8: oo in der Ambulanz. Laut Überweisung soll ich eine intratympanale Kortikoid-Therapie bekommen. Sprich, es werden insgesamt 4 Kortison Spritzen hinters Trommelfell gegeben.

Die Dame in der Ambulanz , der ich erkläre warum ich hier  ohne Termin bin, versteht mich nicht…menno, ich bin hier doch taub. Ich sage ihr worum es geht, sie aber schickt mich ins das große Lärmdurchflutete Wartezimmer, ich würde dort aufgerufen werden. Toll, es ist so laut wie auf einem Bahnhof und der Lautsprecher für die Durchsagen hängt ganz oben an der Decke. 

Auch bessere Hörende haben Probleme die Durchsagen zu vestehen.Ratlose Gesichter mit der Frage auf der Stirn "Wer wurde aufgerufen?"

Es ist 9:3o Uhr, als ich in die Anmeldung komme. Das Prozedere hatte ich schon vor 14 Tagen.

"Dürfen wir Informationen über Sie rausgeben, sofern jemand nach ihnen fragt usw. usw." Die ganze Litanei nochmal. Ja ja ich weiß, die müssen sich absichern.

Um 9:59 werde ich aufgerufen, um in die Ambulanz zu kommen und dort steht der Oberarzt, der uns letzten schon mehr als wirr vorkam. Der lief immer wie Falschgeld durch die Gegend und schien orientierungslos. Er ordnete einen Hörttest, zudem ich erklärte, dass der schon vor 14 Tagen war. Daraufhin sagte er "Ach so ja, Ihre Akte ist noch im Umlauf." Den erneuten Hörtest begründete er damit, dass auf meinem Überweisungsschein "erneuter Hörsturz" stehe. Das weise ich vehement von mir und denke "Wer lesen kann ist klar im Vorteil). Ich machte ihn außerdem darauf aufmerksam, dass auch gestern bei meinem Ohrenarzt einer gemacht wurde. Daraufhin bittet er mich im Wartezimmer zu warten.

Es ist 10:30… nichts passiert.

Um 11:30 werde ich zur Ärztin gebeten, die mich zum Hörtest schickt, da nach jeder Infusion aktuelle Werte erforderlich seien. O.K dann eben nochmal.

Um kurz vor 12:oo hat die Ärztin die Betäubung eingeleitet, die summa summarum mit allen Vorbereitungen bis 12:20 andauerte. Dann erfolgte die Kortikoid Infusion.

Während die Infusion einfloss, wurde mir schwindelig…aber das ist normal. Dann musste ich eine halbe Stunde still liegen bleiben. Während dieser Zeit kamen zig Menschen in das Behandlungszimmer, die die Ärztin suchten, zwischenzeitlich erschien der Oberarzt nur kurz im Türrahmen, um mich zu fragen, ob mir schwindelig sei. Ich bejahte dieses und schwups weg war er.

Gegen 13:30 waren wir dann endlich Zuhause. Kommenden Freitag, nächsten Dienstag und Donnerstag erfolgen weitere Kortikoid Infusion.





Anne Seltmann 11.04.2018, 19.53 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 2







HIER berichtete ich schon einmal von meinem Hörsturz.




Folgender Stand der Dinge:

20. März

HNO Arzt stellt akuten Hörsturz fest

1.       Hörtest...linkes Ohr taub

1 Woche krankgeschrieben

 

Überweisung in die HNO Klinik

2.       Hörtest

Mir wird angeboten an einer Studie zur hochdosierten Kortison- Therapie teilzunehmen.

8-9 Termine würden anberaumt, in einem Zeitraum von 6 Monaten.

Das impliziert: Hörtest, Blutuntersuchungen, Blutdruck-und Pulsmessungen, Untersuchung zu Schwindel-und Gleichgewichtsstörungen sowie Fragebögen.

Ich lehne ab und nehme ein Rezept mit hochdosiertem Kortison, 8 Tage lang

 

3. – 4. April

2 Tage zur Arbeit, der Lärm stresst mich, das Kortison bringt mich körperlich auf den Nullpunkt!

Zur Hausärztin

2 Wochen krankgeschrieben

10. April

HNO Termin mit Überweisung in die HNO Klinik

Kortison Spritze wird dort hinters Trommelfell gespritzt  

Hole mir einen Termin am 24. Mai zum MRT, der Aufschluss gibt über Störungen des Hörvermögens

Ich bin aufgeregt...

 







Anne Seltmann 10.04.2018, 17.46 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wer Ohren hat zu hören, der höre Teil 1


Grafik © Anne Seltmann





Lärm ist ein starker Belastungsfaktor für die Gesundheit. Ich schrieb HIER ja schon einmal davon. Ich arbeite in einem Kindergarten mit ca. 40 Kindern und da ist oftmals der Lärmpegel, trotz einiger Schutzmaßnahmen, noch immer sehr hoch. Laut Untersuchungen soll es in einem Kindergarten bis zu 117 Dezibel (dB) laut werden. 

Eine Dauerbelastung mit 65 Dezibel macht krank! 

Laut des Ohrenarztes meines Vertrauens: Das Gehör wird schwer geschädigt ab 85 db. Im Vergleich gab er einmal ein paar Alltagsgeräusche an: Flüstern: 25–30 dB, leises Gespräch: 40–50 dB, Atmen: 15–20 dB, Hauptverkehrsstraße am Tag: 55–65 dB, Schnellzug: 90–100 dB, Raketenstart: 150 dB.

Die Unfallkasse in Hessen ließ 2001 in einigen Einrichtungen die verschiedenen Belastungsfaktoren der Erzieher untersuchen. Es wurden Lärmbelastungen mit Hilfe eines personenbezogenen Schalldosimeters ermittelt, die Nachhallzeiten wurden gemessen. Das Ergebnis war erschreckend: In fast einem Drittel der untersuchten Einrichtungen wurden dabei Beurteilungspegel von 85 dB(A) gemessen.

Dann wunderts mich nicht, dass in vielen anderen Berufen bei einer derartigen Lautstärke die Verpflichtung zum Tragen eines Gehörschutzes besteht.

 

Lange Rede, kurzer Sinn…nachdem ich seit 2004 auf beiden Ohren einen Tinnitus habe, unter anderem auch schon einen ersten Hörsturz vorweisen konnte, habe ich einen weiteren, diesmal einen akuten. Jetzt warte ich nur noch auf einen Termin in der HNO Klinik... 



Anne Seltmann 22.03.2018, 17.52 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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