Tag: Kinder

Internationaler Kindertag – ein Tag für die Kleinsten mit großer Bedeutung
Am 1. Juni dreht sich weltweit vieles um die Kinder. An diesem Tag wird der Internationale Kindertag gefeiert – ein Aktionstag, der daran erinnern soll, dass Kinder eigene Rechte haben und besonderen Schutz verdienen.
Dabei wird der Kindertag rund um den Globus ganz unterschiedlich begangen. Mancherorts stehen fröhliche Kinderfeste, Spiele und gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt. Anderswo nutzen Organisationen und Initiativen den Tag, um auf Missstände aufmerksam zu machen und sich für bessere Lebensbedingungen von Kindern einzusetzen.
So verschieden die Traditionen auch sind, ein Gedanke verbindet sie alle: Kinder sollen gesehen, gehört und ernst genommen werden. Denn jedes Kind hat das Recht auf Schutz, Bildung, Gesundheit und die Chance, unbeschwert aufzuwachsen.
Ein schöner Anlass also, nicht nur zu feiern, sondern auch daran zu denken, wie wertvoll Kindheit ist!Anne Seltmann 01.06.2026, 05.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ich erinnere mich an diese Katze, die früher jeden
Nachmittag gegen vier Uhr auftauchte.
Niemand wusste so genau, wem die kleine getigerte Katze eigentlich gehörte. Die
einen behaupteten, sie käme vom roten Haus am Ende der Straße, andere meinten,
sie habe sich längst selbst adoptiert und betrachte die ganze Nachbarschaft als
persönliches Königreich.
An warmen Tagen legte sie sich bevorzugt dorthin, wo die
Kinder mit Kreide malten.
Mitten in Sonnen, Regenbögen oder krummen Hüpfkästchen.
Die Kinder fanden das großartig.
„Nicht bewegen!, riefen sie dann immer, als wäre die Katze ein seltenes
Kunstwerk, das plötzlich beschlossen hatte, Teil des Bildes zu werden.
Und tatsächlich sah es oft so aus, als hätte jemand sie extra dort platziert—halb im Licht, halb im Schatten, die Pfoten ausgestreckt, völlig unbeeindruckt vom Trubel der Welt.
Einmal malte ein kleines Mädchen einen großen bunten Kreis
um sie herum und schrieb mit krakeligen Buchstaben daneben:
„Hier schläft die Sommerkatze.
Niemand wischte das Bild weg.
Selbst als am Abend ein kurzer Regen kam, blieb ein blasser
Rest der Kreide noch tagelang sichtbar.
Und die Katze?
Die erschien am nächsten Nachmittag wieder, rollte sich genau an dieselbe
Stelle und schlief weiter, als hätte sie einen festen Termin mit dem Sommer.
Anne Seltmann 27.05.2026, 06.50 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL


ihr seid nicht einfach Kinder
ihr seid dieses plötzliche Licht
das durch halb offene Türen fällt
und selbst den staubigsten Tag
in Gold verwandelt.
Die beiden Enkelbuben
mit Taschen voller Kiesel, Fragen, Unfug,
mit Knien voller Himmel und Erde,
mit Stimmen, die durchs Haus springen
wie junge Hunde.
Und mittendrin sie—
mein einziges Enkelmädchen,
zart und wild zugleich,
mit Augen, in denen ganze Sommer wohnen,
mit Händen, die sammeln, streicheln, festhalten,
als könnte Liebe niemals verloren gehen.
Ihr kommt herein
und alles wird beweglich.
Die Luft.
Die Zeit.
Mein Herz sowieso.
Ich sehe euch an
und begreife,
dass Glück nichts Großes sein muss.
Es reicht,
wenn einer von euch „Oma! ruft
aus irgendeinem Zimmer heraus.
Dann steht die Welt
für einen Moment still
und atmet.
Mit euch.
Und manchmal,
wenn ihr längst wieder fort seid,
liegt noch etwas von euch im Raum:
ein Lachen auf dem Sofa,
ein Brotkrümel auf dem Tisch,
ein vergessenes Spielzeugtier.
Dann denke ich:
So fühlt sich Reichtum an.
Nicht in Dingen.
Nicht in Worten.
Sondern in euch drei kleinen Menschen,
die aus meinem Leben
einen wärmeren Ort machen
~*~
© Anne Seltmann

19.05.2026, 06.52 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Helme Heine ist für immer gegangen, und mit ihm eine jener seltenen Stimmen, die es verstanden haben, die Welt für Kinder und Erwachsene ein Stück heller zu machen. Seine Figuren – mutig, heiter, ein bisschen verschmitzt – haben ganze Generationen begleitet und ihnen gezeigt, dass Freundschaft oft leiser, aber stärker ist als alles andere. Er konnte mit wenigen Strichen einen Kosmos eröffnen, in dem das Gute niemals naiv war und das Spielerische niemals belanglos.
Seine Geschichten waren nie nur Bilderbücher. Sie waren Einladungen, das Leben mit offenen Augen und offenem Herzen zu betrachten. In seinen Tieren steckte die Wärme echter Freundschaft, in seinen Farben ein kindlicher Mut, und in seinem Humor ein feines Wissen darüber, wie viel ein Lächeln bewirken kann.
Nun bleibt ein leiser Schmerz, so wie er bleibt, wenn jemand geht, der uns lange begleitet hat. Aber vor allem bleibt Dankbarkeit. Für die Figuren, die uns stets wieder auf die Beine helfen. Für die Fantasie, die er uns zugetraut hat. Für das Vertrauen darin, dass Geschichten die Welt verändern können.
Helme Heines Werk wird weiterreisen. Von Kinderzimmer zu Kinderzimmer, von Herzen zu Herzen. Alles, was er geschaffen hat, bleibt ein freundliches Licht – und eines, das nicht verlöschen wird.
Danke, Helme Heine, für deine Geschichten, deine Bilder und deine Geduld, die Welt durch Kinderaugen neu zu sehen. Möge der Wind in Neuseeland nun sanft über deine Segel streichen, und möge dein Geist, wie deine Figuren, weiterreisen.Anne Seltmann 21.11.2025, 14.02 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Letztens war ich mit dem Enkelmädchen im Puppentheaterstück von * Heinz Lauenburger. "Das NEINhorn".
Die Geschichte ist ein Kinderbuch von * Marc-Uwe Kling (Text) und *Astrid Henn (Illustration). Es erschien erstmals 2019 im Carlsen Verlag.
Marc-Uwe Kling ist auch bekannt durch seine satirischen * Känguru-Chroniken. In Das NEINhorn erzählt er auf humorvolle und wortspielerische Weise die Geschichte eines kleinen Einhorns, das immer "Nein"sagt – und dabei wunderbar eigensinnig ist. Das Buch ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen sehr beliebt.

Wie immer bin ich von Handpuppen und Marionetten begeistert. Und Heinz Lauenburger ist dafür bekannt, denn er leitet ein ganz besonderes Erbe – das älteste Reisetheater Deutschlands. Gegründet wurde es 1829 in Schlesien. Heute ist es noch immer unterwegs, geführt in sechster oder vielleicht schon siebter Generation – eine Familientradition, die nicht vergeht, sondern lebendig bleibt.
Mit seiner Zeltbühne und den alten Koffern voll Geschichten zieht das Puppentheater durch den Norden: Kiel, Hamburg-Harburg, Hannover und viele kleine Orte dazwischen. Überall, wo es Halt macht, öffnet sich eine kleine Welt voller Magie – für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Im Mittelpunkt stehen klassische Kindertheaterstücke – Kasper, die Prinzessin, der Räuber Hotzenplotz. Alles handgeschnitzt, mit Liebe genäht, voller Witz und Herz. Keine Show, sondern ein echtes Spiel – lebendig, zum Greifen nah, mitten ins Kinderlachen hinein.
Heinz ist nicht allein. Er führt das Theater gemeinsam mit seinem Sohn oder Enkel weiter – wie es in der Familie Brauch ist. Ein Generationenband aus Holz, Stoff und Stimme.
Über 100 Figuren gehören zum Ensemble. Einige sind über hundert Jahre alt, andere frisch von der Werkbank. Kostüme, die glitzern und rascheln, Marionetten, die Geschichten erzählen, als wären sie selbst auf Wanderschaft gewesen.
Das Theater reist. Es bleibt nie lang. Aber wo es auftaucht, bleibt es im Herzen. Ein flüchtiger Zauber mit Zelt und Wagen – ein Stück Kultur, das nicht stillsteht, sondern weiterzieht – von Dorf zu Dorf, von Kind zu Kind.
Anne Seltmann 10.07.2025, 09.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute ist ein besonderer Tag. Ein Tag, an dem wir innehalten dürfen, um uns daran zu erinnern, wer die eigentlichen Träger unserer Zukunft sind: die Kinder.
Sie tanzen barfuß durch Pfützen, sprechen mit unsichtbaren Freunden, bauen Burgen aus Decken und Träumen. Sie stellen Fragen, die uns lächeln lassen. Was wir auch noch längst vergessen haben, ist: das Staunen, das Wundern, das Vertrauen in das Gute.
Der Weltkindertag ist mehr als ein Gedenktag. Er ist eine Einladung. Eine Einladung, hinzuschauen, zuzuhören, zu begleiten – mit Geduld, mit Liebe, mit echtem Interesse. Nicht nur heute, sondern an jedem einzelnen Tag.
Und wenn wir ehrlich sind: In jedem von uns wohnt noch ein kleines Stück Kind. Vielleicht ist es gerade ein guter Moment, es wieder herauszulassen. Für ein Lächeln. Für einen Purzelbaum. Für eine Geschichte unterm Küchentisch.
Ich wünsche allen kleinen und großen Kindern heute einen Tag voller Leichtigkeit, Geborgenheit und bunter Ideen.
Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.
Sie sind ganze Welten im Werden!
Anne Seltmann 03.07.2025, 07.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Nachdem ich bei Rita ein Kinderfoto gesehen habe, wollte ich eines ebenfalls zeigen. Das gab es sicherlich schon zu Hundertfach, aber heute ist heute:
Na los – raus mit den peinlichen Ponyfrisuren, den Latzhosen in Neonfarben und dem grimmigen Blick auf dem Dreirad!
Ich lade euch herzlich ein zur ultimativen Rückblende:
"Zeigt doch mal eure Kinderfotos!"
Egal ob Zahnlücke, Schokoschnute oder badewannensitzender Mini-Mensch – Ich will alles sehen!
Sucht also tief in der Schublade oder ruft Mama an – irgendwo schlummert euer kleiner Ich-Moment.
Und keine Sorge: Ich lache mit, aber nicht über euch! (versprochen.)
Also: Bild hochladen, Lächeln einschalten, Erinnerungen teilen!
Wer traut sich zuerst?
Und weils so schön ist, obiges Bild gleich noch in Farbe (das Original):

Anne Seltmann 01.07.2025, 10.43 | (7/5) Kommentare (RSS) | TB | PL