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Die Katze, die den Sternen näher war als wir alle
Wenn wir an die Raumfahrt denken, fallen uns sofort Namen wie Juri Gagarin oder Neil Armstrong ein. Vielleicht auch die Hündin Laika. Doch kaum jemand kennt Félicette – eine kleine schwarz-weiße Katze aus Frankreich, die Geschichte schrieb.
Am 18. Oktober 1963 wurde Félicette mit einer französischen Forschungsrakete ins All geschickt. Sie war keine Heldin, die sich freiwillig gemeldet hatte. Sie war eine von mehreren Katzen, die für wissenschaftliche Versuche ausgewählt wurden. Während ihres kurzen Fluges wurden Hirnströme und andere Körperfunktionen gemessen, um besser zu verstehen, wie sich Schwerelosigkeit auf Lebewesen auswirkt.
Der Flug dauerte nur wenige Minuten. Die Rakete erreichte eine Höhe von rund 150 Kilometern, bevor die Landekapsel sicher mit einem Fallschirm zur Erde zurückkehrte.
Félicette überlebte den Flug.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse trugen dazu bei, die Weltraummedizin weiterzuentwickeln und spätere bemannte Missionen besser vorzubereiten.
Und trotzdem bleibt bei mir ein zwiespältiges Gefühl zurück.
So faszinierend die Raumfahrt ist und so groß die wissenschaftlichen Fortschritte gewesen sein mögen – der Preis dafür wurde oft von Tieren bezahlt, die keine Wahl hatten. Hunde, Affen, Mäuse und eben auch Katzen wurden zu Versuchstieren, ohne zu verstehen, warum sie plötzlich in Raketen saßen oder welchen Zweck ihre Reise erfüllen sollte.
Ich weiß, dass die Wissenschaft damals andere Maßstäbe hatte als heute. Und doch wünsche ich mir, dass wir solche Geschichten nicht nur mit Bewunderung erzählen, sondern auch mit Mitgefühl. Denn jeder Fortschritt sollte uns auch daran erinnern, wie wertvoll jedes einzelne Leben ist.
Vielleicht macht gerade das Félicettes Geschichte so besonders.
Sie wurde nie berühmt. Jahrzehntelang geriet ihr Name fast vollständig in Vergessenheit. Erst viele Jahre später erinnerte man sich an die kleine Katze, die ebenfalls ihren Teil zur Geschichte der Raumfahrt beigetragen hatte. 2019 erhielt sie schließlich in Straßburg ein Denkmal – eine späte Würdigung für ein Tier, das niemals ahnte, dass es Geschichte schrieb.
Wenn ich ihr Bild im Internet betrachte, (obiges Bild hat sehr viel Ähnlichkeit mit ihr) sehe ich keine Raumfahrtpionierin.
Ich sehe eine Katze. Ein neugieriges Wesen mit Schnurrhaaren, Samtpfoten und einem Leben, das eigentlich auf Fensterbänke, warme Sonnenflecken und das leise Schnurren in menschlicher Nähe ausgelegt war. Vielleicht sollten wir nicht nur den Menschen danken, die den Himmel erobert haben. Vielleicht sollten wir auch jene nicht vergessen, die unfreiwillig den ersten Weg dorthin geebnet haben.
Danke, Félicette.
Nicht, weil du ins All geflogen bist.
Sondern weil deine Geschichte uns heute daran erinnert, dass wissenschaftlicher Fortschritt und Mitgefühl immer gemeinsam gedacht werden sollten!
Anne Seltmann 15.07.2026, 16.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Auch wenn ich mich wiederhole – irgendwann ist Schweigen keine Tugend mehr, sondern Resignation. Deshalb muss ich meinem Frust noch einmal öffentlich Luft machen.
Im März 2023 wurde uns eine umfassende Haussanierung angekündigt: neue Fassade, neue Fenster, neue Balkone. Ein Projekt, das unsere Wohnqualität deutlich verbessern sollte.
Nach einem holprigen Start nahm die Baustelle tatsächlich Fahrt auf – allerdings offenbar mit angezogener Handbremse. Wochenlang geschah... nichts. Und wenn doch einmal Bewegung aufkam, dann tauchten vereinzelt ein paar Handwerker auf, verrichteten kleinere Arbeiten und verschwanden wieder, als hätten sie einen streng getakteten Fluchtplan.
Der einzige, der erstaunlich zuverlässig erschien, war einer der Architekten. Tag für Tag spazierte er mit seinem Handy über die Baustelle und fotografierte alles. Vermutlich entsteht daraus irgendwann ein opulenter Bildband mit dem Titel: **„Vom Werden einer Nicht-Baustelle**.
Offiziell sollte das gesamte Bauprojekt Ende 2024 abgeschlossen sein.
Heute schreiben wir das Jahr 2026.
Seit einem halben Jahr herrscht auf unserer Baustelle absolute Stille. Und mit absolut meine ich: **absolute**. Kein Hämmern. Kein Bohren. Kein Bagger. Kein Handwerker. Nicht einmal ein einsamer Nagel, der versehentlich vom Himmel fällt und Hoffnung verbreitet.
**Nothing. Nada. Niente.**
Die Bauzäune stehen noch tapfer Wache – vermutlich aus Gewohnheit. Die aufgeschütteten Erdhügel entwickeln sich derweil zu kleinen Biotopen. Moose, Gräser und Wildkräuter leisten ganze Arbeit. Die Natur ist eben effizienter als so manche Bauplanung und hat beschlossen, sich das Gelände einfach zurückzuerobern.
Den Bürgermeister hatte ich bereits vor längerer Zeit informiert. Während seines Wahlkampfes stand er persönlich vor unserer Haustür und versprach, sich der Angelegenheit anzunehmen. Das klang damals hoffnungsvoll.
Vor Kurzem schrieb ich ihn erneut an. Die Antwort: Die Firma **Bednarski & Fröber Planungs GbR** sei inzwischen nicht mehr für unsere Häuserreihe zuständig. Man werde sich melden, sobald man Näheres wisse. Nur uns hat keiner darüber informiert!!!
Das klingt ein wenig wie: *„Bitte bleiben Sie in der Leitung. Ihr Anliegen ist uns wichtig.*
Nur dass unsere Leitung inzwischen seit über drei Jahren besetzt ist.
Ich wünsche mir keinen Luxus. Keine goldenen Balkongeländer. Kein Richtfest mit Blaskapelle.
Ich wünsche mir einfach nur das zurück, was uns längst versprochen wurde: einen fertigen Balkon, eine abgeschlossene Baustelle und endlich wieder das Gefühl, in einem Zuhause zu wohnen – und nicht auf dem Dauerschauplatz einer Realsatire.
Fortsetzung folgt.
Vermutlich.
Denn auf dieser Baustelle scheint nur eines zuverlässig zu funktionieren:
**Der Stillstand.**
Anne Seltmann 12.07.2026, 14.35 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Was stört mich – und warum?
Es gibt Dinge, die mich nicht nur für einen Augenblick ärgern. Sie beschäftigen mich länger, weil sie etwas Grundsätzliches über unseren Umgang miteinander erzählen.
Nicht, weil ich Konflikte scheue – im Gegenteil. Unterschiedliche Meinungen gehören zum Leben. Sie bringen uns weiter, wenn wir bereit sind, einander zuzuhören. Was mich jedoch abstößt, ist der Versuch, andere kleinzumachen, um selbst größer zu wirken. Stärke zeigt sich für mich nicht in Überlegenheit, sondern in Respekt.
Wir leben in einer Zeit, in der oft nur noch Überschriften gelesen werden. Es wird schnell geurteilt, selten nachgefragt und noch seltener wirklich zugehört. Dabei steckt hinter jedem Menschen eine Geschichte, die wir nicht kennen.
Nicht jeder kann jedes Leid lindern. Aber Anteilnahme kostet nichts. Ein ehrliches „Wie geht es dir? oder ein offenes Ohr können manchmal mehr bewirken als gut gemeinte Ratschläge. Es macht mich traurig, wenn Menschen mit ihren Sorgen allein gelassen werden, weil sich das Leben der anderen einfach weiterdreht.
Zusagen werden gemacht und vergessen. Nachrichten bleiben unbeantwortet. Verabredungen verlieren an Bedeutung. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich finde, Zuverlässigkeit ist eine Form von Wertschätzung.
Ob im Straßenverkehr, im Internet oder im Alltag – manchmal scheint es wichtiger geworden zu sein, Recht zu behalten, als freundlich zu sein. Dabei kostet Freundlichkeit so wenig und verändert oft so viel.
Nicht der Wunsch, etwas Schönes ebenfalls zu haben. Sondern das Missgönnen. Warum fällt es manchen Menschen so schwer, sich ehrlich mit anderen zu freuen? Ein Erfolg wird doch nicht kleiner, nur weil jemand anderes ebenfalls erfolgreich ist.
Ich kann mit einer unbequemen Wahrheit besser umgehen als mit einer schönen Lüge. Ehrlichkeit schafft Vertrauen – auch dann, wenn sie wehtut. Unehrlichkeit zerstört es oft dauerhaft.
Vor Menschen. Vor Tieren. Vor der Natur. Vor Meinungen, die nicht den eigenen entsprechen. Respekt ist für mich keine Frage des Alters, des Berufs oder der Herkunft. Er ist eine Haltung.
Und ja – mich stört auch, dass wir oft so sehr auf das Große warten, dass wir das Kleine übersehen.
Ein Lächeln...Ein Dankeschön...Ein nettes Wort...Eine helfende Hand.
Vielleicht beginnt genau dort die Welt, die wir uns alle wünschen.
Ich glaube nicht, dass wir die Menschheit verändern können. Aber wir können entscheiden, wie wir einem einzelnen Menschen begegnen. Und vielleicht ist das am Ende viel mehr, als wir ahnen.
Denn jeder Tag gibt uns aufs Neue die Wahl:
Wollen wir Teil des Problems sein – oder Teil der Lösung?
Anne Seltmann 10.07.2026, 17.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

...aus Evas Garten
Es war einmal ein kleines Rotkehlchen, das sich Evas Garten als Zuhause ausgesucht hatte.
Eines Frühlingsmorgens saß es plötzlich auf einem moosbewachsenen Stein unter dem alten Kirschbaum. Es schaute sich neugierig um, zwitscherte ein paar helle Töne und begann, als hätte es nie woanders gelebt, den Garten zu erkunden.
Eva ließ es gewähren.
Sie sprach nicht mit ihm und lockte es auch nicht an. Sie beobachtete einfach nur. Vom Küchenfenster aus. Oder mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse.
Das Rotkehlchen hüpfte zwischen den Blumenbeeten umher, suchte nach kleinen Insekten, flatterte auf den Gartenzaun und verschwand manchmal für Stunden in den Hecken. Doch jeden Tag kam es wieder zurück.
Mit der Zeit kannte Eva seine Lieblingsplätze.
Den alten Apfelbaum.
Den flachen Stein am Teich.
Die Gießkanne, auf deren Rand es besonders gern saß.
Und das kleine Beet mit den Ringelblumen.
Im Frühsommer bemerkte sie, dass das Rotkehlchen nicht mehr allein unterwegs war.
Zwischen den Sträuchern tauchten plötzlich winzige Federbällchen auf. Die Jungvögel waren noch etwas tapsig unterwegs, flatterten unbeholfen hinter ihren Eltern her und schienen über alles zu staunen, was der Garten zu bieten hatte.
Von Jahr zu Jahr wiederholte sich dieses kleine Wunder.
Manchmal war es dasselbe Rotkehlchen.
Manchmal vielleicht eines seiner Jungen.
Eva wusste es nicht.
Aber sie freute sich jedes Mal aufs Neue, wenn im Frühjahr wieder ein Rotkehlchen auf dem Gartenzaun landete und den Tag mit seinem fröhlichen Gesang begrüßte.
Im Laufe der Jahre wurde ihr Garten zu einem kleinen Paradies.
Nicht nur Rotkehlchen fanden den Weg dorthin.
Auch Meisen, Amseln, Zaunkönige, Spatzen und Finken schienen sich dort wohlzufühlen. Zwischen den Blüten summten Hummeln und Bienen, Schmetterlinge tanzten durch die warme Luft, und manchmal huschte sogar ein Igel in der Abenddämmerung durch das hohe Gras.
Eva hatte nie versucht, die Natur festzuhalten.
Sie ließ sie einfach sein.
Vielleicht war es genau das, was die Tiere spürten.
Und so wurde ihr Garten Jahr für Jahr ein Ort, an dem immer wieder neues Leben einzog.
Wenn im Frühling das erste Rotkehlchen auf dem vertrauten Stein saß, lächelte Eva.
Sie wusste:
Die schönste Einladung an die Natur ist ein Garten, in dem sie willkommen ist.
Und manchmal genügt schon ein kleiner Vogel, um einen ganzen Garten mit Leben zu erfüllen.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 10.07.2026, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Es war einmal ein Königreich, in dem sich die Zeiten geändert hatten. Natürlich gab es noch immer prachtvolle Bälle, funkelnde Kronen und prächtige Kutschen. Doch mindestens genauso wichtig waren inzwischen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und die Frage, ob man Dinge wirklich wegwerfen musste.
Und genau dort lebte Aschenputtel.
Die junge Frau, die einst Böden geschrubbt und die Erbsen aus der Asche gelesen hatte, war längst Königin geworden. Doch sie war keine Herrscherin, die den ganzen Tag auf einem goldenen Thron saß und sich Trauben reichen ließ. Nein, sie krempelte lieber die Ärmel hoch, ließ im Schloss Regenwasser sammeln, ersetzte Kerzen durch magische Energiesparlichter und gründete gemeinsam mit den königlichen Gärtnern das erste Umweltamt des Reiches.
Der Prinz schmunzelte oft darüber.
„Andere Königinnen sammeln Diamanten, sagte er.
„Ich sammle Ideen, antwortete Aschenputtel. „Die glitzern zwar weniger, halten aber länger.
Eines Frühlings beschloss sie, das Schloss gründlich auszumisten. Auf den Dachböden fanden sich verstaubte Ritterhelme, ein halber Drachenzahn, siebenunddreißig vergessene Teekannen und erstaunlich viele einzelne Socken. Während sie eine alte Truhe öffnete, blitzte plötzlich etwas zwischen vergilbten Ballprogrammen hervor.
Der verbliebene gläserne Schuh.
Aschenputtel hob ihn vorsichtig auf.
„Ach du meine Güte!
Der zweite Schuh war längst Geschichte. Der königliche Hofhund Bello hatte ihn vor Jahren für ein außergewöhnlich edles Kauspielzeug gehalten. Nach mehreren enthusiastischen Knabberattacken blieb davon leider nur glitzernder Glassand übrig.
Aschenputtel drehte den Schuh nachdenklich in den Händen.
„Was macht man bloß mit einem einzelnen Glasschuh?
Wegwerfen kam natürlich überhaupt nicht infrage. Schließlich predigte sie seit Jahren, dass jedes Ding eine zweite Chance verdiente.
Also setzte sie sich mit einer dampfenden Tasse Minztee an ihren Lieblingsplatz im Wintergarten. Sie kritzelte Entwürfe auf Pergament, verwarf sie wieder, zeichnete Blumenvasen, Kerzenhalter und Obstschalen.
Nichts überzeugte sie.
Bis ihr plötzlich ein Goldfisch aus dem Schlossbrunnen entgegenblinzelte.
„Natürlich!, rief sie so laut, dass selbst die Tauben vom Schlossturm erschrocken aufflatterten.
„Ein Aquarium!
Noch am selben Nachmittag herrschte geschäftiges Treiben. Die Hofglasbläser versiegelten den Schuh fachgerecht, die königlichen Tüftler bauten einen winzigen Filter ein, der mit Wasserkraft betrieben wurde, und der Hofgärtner setzte zarte Wasserpflanzen hinein. Schließlich zogen drei kleine Goldfische ein.
Sie bekamen selbstverständlich königliche Namen.
Sir Blubbington.
Lady Flosse.
Und Baron Goldglanz der Dritte.
Als das ungewöhnliche Kunstwerk im Schloss vorgestellt wurde, staunte der gesamte Hof.
„Ist das… wirklich ein Schuh?, fragte der Hofmarschall ungläubig.
„Ja, antwortete Aschenputtel stolz.
„Und darin… schwimmen Fische?
„Ganz richtig.
Der Prinz betrachtete das gläserne Meisterwerk von allen Seiten.
„Du hast also den berühmtesten Schuh der Märchengeschichte in ein Aquarium verwandelt?
Aschenputtel nickte.
„Warum denn nicht? Seine Tanzkarriere ist schließlich beendet.
Nach kurzem Nachdenken musste selbst der Prinz lachen.
„Eigentlich ist das genial.
Schon bald sprach sich die Nachricht im ganzen Königreich herum. Menschen reisten von weit her an, um den legendären Fischschuh zu bestaunen. Kinder drückten ihre Nasen an das Glas und winkten den Goldfischen zu. Alte Märchenerzähler behaupteten sogar, die kleinen Bewohner würden Walzer tanzen, sobald irgendwo im Schloss Musik erklang.
Ob das wirklich stimmte?
Nun, darüber waren sich die Gelehrten bis heute nicht einig.
Neben dem Aquarium entstand bald eine ganze Ausstellung ungewöhnlicher Upcycling-Ideen. Der Kürbis der guten Fee wurde nach seiner letzten Kutschfahrt zu einem solarbetriebenen Komposter umgebaut. Die Mäuse erhielten ein luxuriöses Käsehotel aus alten Kutschenrädern, und die gute Fee eröffnete einen Workshop mit dem Titel:
„Zaubern ist gut – Wiederverwenden ist besser.
Aschenputtel lächelte jedes Mal, wenn sie an ihrem Glasschuh vorbeikam.
Er hatte sie einst zu ihrem großen Glück geführt.
Jetzt zeigte er allen, dass selbst die schönsten Erinnerungen nicht in einer Vitrine verstauben müssen. Manchmal beginnt ihre eigentliche Geschichte erst dann, wenn man ihnen eine neue Aufgabe gibt.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schwimmen Sir Blubbington, Lady Flosse und Baron Goldglanz der Dritte noch heute fröhlich ihre Runden im wohl berühmtesten Aquarium der Märchenwelt – stilvoll, königlich und mit Brief und Siegel als das erste offiziell ausgezeichnete Cinderella-Recyclingprojekt des Reiches.

© Anne Seltmann
Anne Seltmann 09.07.2026, 09.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Heute ist Maunztag
Im Rahmen von Christianes Maunztagen möchte ich euch heute einen meiner ganz besonderen Lieblingskalender vorstellen.
Seit 2025 gestalte ich für Calvendo Kalender mit meinen KI-unterstützt entstandenen Bildwelten. Aus einer Idee, viel Fantasie und unzähligen kreativen Stunden entstehen dabei immer wieder neue Themen – mal poetisch, mal verspielt und manchmal einfach zum Schmunzeln.
Dieser Katzenkalender gehört zu den ersten, die ich gestaltet habe. Jede Samtpfote erzählt ihre eigene kleine Geschichte und zeigt, wie aus digitaler Kunst liebevolle Begleiter für ein ganzes Jahr werden können.

Inzwischen sind viele weitere Kalender dazugekommen – von Ottern, Schafen und Kühen bis hin zu surrealen Fantasiewelten, Blumen, Leuchttürmen und vielem mehr. Es macht mir unglaublich viel Freude, immer neue Ideen in Bilder zu verwandeln.
Vielleicht entdeckt ihr ja euren persönlichen Favoriten.
Einen schönen Maunztag euch allen!

Neugierig geworden? Meine gesamte Calvendo-Kollektion findet ihr hier: Link
Anne Seltmann 08.07.2026, 09.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Chorizo trifft Spinat – Herzhaftes Pfannenglück mit weißen Bohnen
Manchmal braucht es gar nicht viele Zutaten, um etwas richtig Leckeres auf den Tisch zu bringen. Die würzige Chorizo verleiht diesem Gericht ordentlich Aroma, während Spinat, weiße Bohnen und Kirschtomaten für Frische und eine wunderbar cremige Konsistenz sorgen. Ein unkompliziertes Wohlfühlessen, das sich perfekt für den Feierabend eignet – und mit etwas Parmesan darüber einfach unwiderstehlich wird.
Zutaten (für 4 Personen)
Zubereitung
Die Haut der Chorizo entfernen und die Wurst in mundgerechte Stücke schneiden.
Das Olivenöl in einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen und die Chorizo bei mittlerer bis hoher Hitze etwa fünf Minuten kräftig anbraten, bis sie schön gebräunt ist und ihr würziges Aroma entfaltet.
Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und zwei bis drei Minuten glasig dünsten. Anschließend das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten, damit es seine feinen Röstaromen entwickelt. Nun die Paprikawürfel dazugeben und weitere zwei bis drei Minuten mitbraten.
Weiße Bohnen, Kirschtomaten und die Thymianzweige unterrühren. Die Sahne angießen und alles bei niedriger Hitze etwa 20 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen.
Zum Schluss den Thymian entfernen und den Spinat unterheben. Frischen Spinat nur so lange garen, bis er zusammenfällt. Tiefgekühlter Spinat sollte vollständig erhitzt sein. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren großzügig mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und am besten mit knusprigem Baguette oder Ciabatta genießen.
Guten Appetit!

Anne Seltmann 07.07.2026, 10.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manchmal sind es die einfachsten Ideen, die sofort Lust aufs Nachmachen machen. Diese hier habe ich auf Instagram entdeckt – dort schmückten die kleinen Kunstwerke einen dekorativen Zweig. Ich fand die Idee so hübsch, dass ich sie unbedingt selbst ausprobieren musste.
Zunächst habe ich die Teebeutel vorsichtig geöffnet und vom Tee befreit. Anschließend schnitt ich aus dem feinen Teebeutelpapier Kreise aus. Zwischen zwei Lagen legte ich gepresste Blüten und Blätter und verklebte alles mit mattem Bastelkleber. So entstanden zarte, fast transparente Blütenbilder, durch die das Licht wunderbar hindurchscheint.
Die Ränder meiner Kreise werde ich noch etwas verfeinern – das ist also noch nicht die endgültige Version. Aber manchmal darf ein Bastelprojekt auch erst einmal wachsen.
Ich könnte mir die kleinen Blütenkreise später an einem Zweig genauso gut vorstellen wie als Geschenkanhänger, Fensterdekoration, Mobile oder vielleicht sogar als Lesezeichen. Oft entwickelt sich aus einer Idee ganz von selbst die nächste.
Und genau das liebe ich am kreativen Werkeln: Aus Dingen, die normalerweise im Müll landen würden, entsteht mit wenigen Handgriffen etwas Neues – leicht, filigran und ein bisschen poetisch.
Anne Seltmann 06.07.2026, 11.10 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manche Herzen sind kunstvoll gestaltet. Andere entstehen ganz nebenbei – mit einem Stift, einer schnellen Bewegung und einem Gedanken an einen Menschen.
Dieses Herz habe ich draußen auf einer dunklen Fläche entdeckt. Darüber steht nur ein Name: Julia`s. Wer Julia ist? Das bleibt ihr/sein kleines Geheimnis. Vielleicht war es eine Liebeserklärung. Vielleicht eine Freundschaft. Vielleicht einfach der Wunsch, einen Namen für einen Moment sichtbar zu machen.
Gerade das mag ich an meinem Montagsherz. Es erzählt nie die ganze Geschichte. Es lässt Platz für die eigene Fantasie.
Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche – und vielleicht begegnet euch ja auch irgendwo ein kleines Herz, das den Montag ein bisschen heller macht.
Nächster Termin:
20. Juli 2026

Anne Seltmann 06.07.2026, 05.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Was schiebe ich gern vor mir her?
Da gibt es tatsächlich ein paar Dinge…
*Arztbesuche zum Beispiel. Nicht wegen der Ärzte selbst, sondern wegen allem, was dazugehört. Erst die Parkplatzsuche, dann die Warterei – trotz Termin. Irgendwie scheint die Zeit im Wartezimmer anders zu ticken als draußen. Zehn Minuten fühlen sich dort manchmal wie eine kleine Ewigkeit an.
*Blogbesuche gehören inzwischen leider auch dazu. Das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht. Früher bin ich mit Freude durch die Blogs gestöbert, heute empfinde ich die vielen Gegenbesuche oft eher als Verpflichtung. Manchmal weiß ich zu einem Beitrag einfach nichts Sinnvolles zu sagen. Und wenn mir schon vor dem eigentlichen Text zwanzig Bilder entgegenlachen oder jedes einzelne Bild ellenlang und ausführlich erklärt wird, verliere ich ehrlich gesagt manchmal die Lust am Weiterlesen. Vielleicht bin ich inzwischen einfach etwas wählerischer geworden.
Und dann wäre da noch meine *Schreibtischablage. Sie ist keineswegs chaotisch, aber es sammeln sich immer wieder ein paar Zettel, Rechnungen oder Notizen, die eigentlich längst in ihren Ordnern sein sollten. Nichts Dramatisches – aber offenbar auch nichts, was laut genug nach mir ruft. Also bleiben sie liegen. Bis ich eines Tages beschließe: Jetzt reicht‘s! Dann dauert das Aufräumen ganze zehn Minuten, und ich frage mich hinterher, warum ich es wochenlang vor mir hergeschoben habe.
Anne Seltmann 05.07.2026, 07.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL