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Montagsherz N° 659





Willkommen zum 659. Montagsherz



Mitten im Wald, während eines Spazierganges im Bayerischen Wald entdeckt. Der Stein auf dem Foto könnte ein natürlich verwitterter Granit- oder Gneisstein sein, aber ganz sicher bin ich nicht. Die graue Farbe, die leicht körnige Oberfläche und die stabile Struktur sprechen aber dafür. Solche Steine findet man sehr häufig in Wäldern, besonders in Regionen mit eiszeitlichen Ablagerungen oder alten Gebirgsformationen.

Das Besondere hier ist natürlich die Form—er sieht verblüffend herzförmig aus. 


Das entsteht meist zufällig durch:

  • Verwitterung über sehr lange Zeit,
  • Absplitterungen an bestimmten Stellen,
  • Wasser, Frost und Wurzeldruck.








Anne Seltmann 11.05.2026, 01.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dem Genuss auf der Spur





Diese bunte Möhren-Quiche (kürzlich in diesem Stil entdeckt) bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch herrlich unkomplizierten Genuss. Zarte Gemüsestreifen, cremige Füllung und knuspriger Boden machen sie zu einem wunderbaren Ofengericht für gemütliche Abende, Gäste oder einfach dann, wenn man Lust auf etwas Herzhaftes mit viel Gemüse hat. Und wir hatten Lust. Gestern frisch auf dem Tisch und heute schon im Blog! 








Bunte Quiche mit Möhren und Zucchini

Zutaten

Für den Teig:

150 g Dinkelvollkornmehl

125 g Butter

100 g geriebener Cheddar

etwas Salz

etwas Öl für die Form

 

Für die Füllung:

4 große Möhren

10–12 kleine Zucchini

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Senf

250 g saure Sahne

250 g Schmand

4 Eier

frischer Schnittlauch

Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Aus Mehl, Butter, etwas Salz und einem Teil des geriebenen Cheddars einen geschmeidigen Teig kneten. Die Quiche form leicht einfetten, den Teig hineindrücken und dabei einen kleinen Rand formen. 

Die Möhren schälen und zusammen mit den Zucchini der Länge nach in feine Streifen hobeln. Die rote Zwiebel in feine Stücke teilen. Anschließend das Gemüse dekorativ und dicht an dicht in die Form setzen. Die Zwiebeln darüber verteilen.

Für den Guss Knoblauch fein hacken und zusammen mit Senf, Schnittlauch, saurer Sahne, Schmand, Eiern und dem restlichen Käse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleichmäßig über das Gemüse gießen.

Die Quiche bei 180 Grad etwa 45 bis 50 Minuten backen, bis sie goldbraun und schön fest geworden ist.

Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat. 







Anne Seltmann 10.05.2026, 15.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Muttertag


[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]





Mütter sind die leisen Heldinnen dieser Welt.
Nicht die aus Filmen oder Geschichten- 
sondern die echten.
Die müden.
Die starken.

Die, die morgens zuerst wach sind
und nachts zuletzt schlafen.
Die mit tausend Gedanken einschlafen
und trotzdem noch fragen:
„Hast du genug gegessen?

Sie tragen Kinder
unter dem Herzen- 
und oft ein Leben lang darin.

Sie halten kleine Hände,
bis diese groß genug sind,
loszulassen.
Und selbst dann
lassen sie niemals wirklich los.

Mütter trösten,
ermutigen,
fangen auf
und machen aus gewöhnlichen Tagen
ein Zuhause.

Oft vergessen sie sich selbst.
Weil sie lieber geben als nehmen.
Lieber sorgen als klagen.
Lieber tragen als fallen.

Manchmal sind sie laut
wie ein Sommergewitter.
Manchmal still
wie ein Nachtlicht im Flur.

Aber ihre Liebe bleibt.
Immer.

Heute ist Muttertag.
Und eigentlich ist ein einziger Tag
viel zu klein
für alles, was Mütter leisten.

Darum danke.
An alle Mütter dieser Welt.

An die starken und die erschöpften.
An die fröhlichen und die zweifelnden.
An die jungen und die alten.
An die lauten und die stillen.

Ihr seid das warme Licht
in so vielen Leben.


© Anne Seltmann






Anne Seltmann 10.05.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 97












Anne Seltmann 09.05.2026, 06.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der sanfte Riese des Meeres


[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]




Der große Wal glitt langsam durch das tiefe Blau des Meeres, ruhig und majestätisch, als trüge er die Gelassenheit aller Ozeane in sich. Um ihn herum wirbelten unzählige kleine Goldfische wie flüssiges Sonnenlicht durchs Wasser. Sie tanzten um den stillen Giganten, neugierig, verspielt und ohne Angst.

Der Wal schien ihre hastigen Bewegungen kaum wahrzunehmen. Mit jedem langsamen Schlag seiner mächtigen Fluke zog er weiter durch das endlose Blau, als kenne er Wege, die älter waren als jeder Sturm und tiefer als jede Erinnerung. Auf seinem Rücken glitten silberne Lichtreflexe wie wandernde Wolken über dunkles Gestein.

Die Goldfische dagegen waren reine Unruhe. Mal schossen sie wie goldene Pfeile auseinander, mal sammelten sie sich zu leuchtenden Schwärmen, die im Sonnenlicht funkelten wie verstreute Münzen auf dem Meeresgrund. Einige wagten sich dicht an das Auge des Wals heran, als wollten sie herausfinden, welche Geheimnisse sich darin verbargen.

Doch in diesem Auge lag keine Bedrohung. Nur Ruhe. Eine uralte, beinahe traurige Ruhe, wie sie nur Wesen kennen, die seit Jahrhunderten die Ozeane durchwandern.

Manchmal öffnete der Wal langsam sein riesiges Maul und ließ gewaltige Wasserströme an sich vorbeiziehen. Die kleinen Goldfische flohen dann erschrocken auseinander, kehrten aber kurz darauf wieder zurück, als hätten sie verstanden, dass dieser sanfte Riese keinem Lebewesen etwas zuleide tun wollte.

Über ihnen brach das Sonnenlicht durch die Wasseroberfläche und verwandelte das Meer in eine schimmernde Welt aus Blau, Türkis und Gold. Es war, als hätte die Stille selbst begonnen zu leuchten.

Und während der Wal weiter durch die Tiefe zog, folgten ihm die kleinen Goldfische wie tanzende Gedanken…leicht, flüchtig und voller Leben.



© Anne Seltmann





Anne Seltmann 08.05.2026, 10.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Flieg, kleiner Schmetterling








flieg
kleiner schmetterling
durch die ränder des tages

 

wo das licht
nicht entscheidet
ob es bleiben will

 

deine bewegung
ein tastendes schreiben
in die luft

 

kein plan
nur richtung
die sich beim fliegen ergibt

 

du streifst
an dingen vorbei
die namen haben

 

und lässt sie
unberührt zurück

 

so le icht
dass selbst der wind
dich kaum festhalten kann

 

flieg

bis auch das sehen
dich verliert

 

und nur noch
ein leises
vielleicht
übrig bleibt


~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 07.05.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 251








Eigentlich habe ich ja genug Kaffeebecher...eigentlich...









Anne Seltmann 06.05.2026, 16.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 63






Rotgestromte Katzen fallen sofort auf. Dieses warme, flammende Fell wirkt oft wie mit Pinselstrichen gemalt – mal kräftig orange, mal kupferfarben, manchmal fast honiggolden. Und tatsächlich steckt hinter dieser besonderen Fellfarbe ein kleines genetisches Geheimnis.

Das „Rot bei Katzen entsteht durch ein spezielles Pigment, das sogenannte Phäomelanin. Es sorgt für die orangefarbenen bis rötlichen Töne im Fell. Verantwortlich dafür ist ein Gen auf dem X-Chromosom. Deshalb sind rotgestromte oder vollständig rote Katzen übrigens häufiger Kater als Katzen. Weibliche Tiere brauchen nämlich zwei entsprechende Gene, während bei Katern schon eines ausreicht.

Und dann wäre da noch die Zeichnung. Denn fast alle roten Katzen tragen eine Musterung in sich – selbst wenn sie auf den ersten Blick einfarbig wirken. Viele zeigen Streifen, Wirbel oder marmorierte Muster. Dieses „Gestromte gehört bei roten Katzen fast schon dazu wie die Schnurrhaare.

Spannend ist auch, dass rotgestromte Katzen oft als besonders charmant, neugierig oder verschmust beschrieben werden. Ob das wirklich an der Fellfarbe liegt oder eher daran, dass man ihnen wegen ihres auffälligen Aussehens automatisch mehr Charakter zuschreibt, bleibt wohl ein kleines Katzengeheimnis.




Anne Seltmann 06.05.2026, 06.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 260/2026




Dienstag ist Rot-Tag – und heute musste es einfach passen

Manchmal sind die Funde für meinen Dienstag gar nicht spektakulär.
So auch diesmal. Ein rotes Auto – mehr nicht. Kein besonderes Modell, kein glänzender Auftritt, einfach nur… rot. Und genau das war ja die Voraussetzung.

Ich hätte vermutlich keinen zweiten Blick darauf geworfen, wenn da nicht das Kennzeichen gewesen wäre.
FLU-R.

Und plötzlich wird aus einem eher unscheinbaren Auto doch noch etwas, das hängen bleibt. Diese kleinen Buchstabenkombinationen haben ja manchmal ihren ganz eigenen Charme. Man steht davor und überlegt kurz, ob da wohl mehr dahintersteckt oder ob es einfach nur ein Zufall ist, der zufällig gut aussieht.

Das Auto selbst erfüllt also eher brav seinen Zweck für mein Projekt. Aber das Kennzeichen – das durfte heute die Hauptrolle übernehmen.

So wird mein Dienstag zwar nicht aufregender, aber immerhin ein kleines bisschen interessanter. Und manchmal reicht das ja auch schon.








Anne Seltmann 05.05.2026, 06.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein kleines Wunder aus der Natur


[Das ist KEIN KI Bild !]



Pusteblumen haben etwas Vergängliches – ein Hauch genügt, und sie lösen sich auf.
Doch mit einem kleinen Trick lässt sich ihre zarte Schönheit bewahren.

Wird die feine Samenstruktur vorsichtig mit Wasser benetzt, legt sich die Leichtigkeit der einzelnen Schirmchen sanft an. Ein Hauch Haarspray fixiert anschließend dieses fragile Gefüge und hält die Form zusammen.

Das Pusten von Pusteblumen ist so ein kleines, unscheinbares Ritual – und doch steckt erstaunlich viel dahinter

Wenn wir die weißen, fluffigen Samenstände sehen, kommt fast automatisch der Impuls: pusten. Als Kinder machen wir es aus Spaß, als Erwachsene oft aus Gewohnheit – oder weil es etwas Beruhigendes hat.

Ganz praktisch:

Durch das Pusten lösen sich die Samen und werden vom Wind weitergetragen. Genau so sorgt die Pflanze dafür, dass sie sich verbreitet. Wir helfen also – ohne es zu merken – bei der „Reise der nächsten Generation.

 Aber es ist auch mehr als das:

Pusteblumen pusten hat etwas Spielerisches. Für einen Moment wird alles leicht. Man hält kurz inne, atmet ein – und lässt los.

 Und dann ist da noch die Symbolik:

Viele verbinden damit Wünsche. Einmal pusten, Augen schließen, und irgendwo fliegt ein kleiner Gedanke mit. Ob man daran glaubt oder nicht – es hat etwas Tröstliches.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum wir es tun:

Nicht nur, um Samen fliegen zu lassen –

sondern um für einen Moment selbst ein bisschen leichter zu werden .






Anne Seltmann 03.05.2026, 14.24 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL