Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Leben mit Büchern

Projekt: Leben mit Büchern N° #43/2020




N° #43/2020




"So viel Freude, so viel Wut" ist ein Buch von * Nora Imlau.


 

Ich war auch der Suche nach irgendwelchen Hilfestellungen für meine KiGa Eltern. Denn auch wir Erzieher sind manchmal hilflos. Selbst nach jahrelanger Erfahrung, zahlreicher aufgefrischter Fortbildungen. Immer versuchen wir Schritt zu halten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wollen nicht in das Schubladendenken verfallen und Kinder in verschiedene Kategorien einsortieren!

Stets beschäftigen wir uns gedanklich mit unseren Kindergarten- und Hortkindern, schauen auf deren Sorgen und Nöte und natürlich auf Wünsche. Für uns ist das  Beobachten und Dokumentieren kindlicher Entwicklungsprozesse unverzichtbar! Nach den Beobachtungen werden bei uns die relevanten Inhalte dokumentiert, sie sind ein Arbeitsinstrument für uns und zugleich Brücke für die Eltern.

Und wie es der Zufall will, lese ich einen Artikel von obig genannter Autorin und ich dachte, sie erzählt justament von einem meiner Hortkinder. Ich habe nicht lange überlegt und das Buch gekauft.

Nora Imlau erzählt nicht von hyperaktiven Kindern, Kindern mit ADS oder ADHS, nicht von Zappelphilippen, nein, schlicht weg von Gefühlsstarken Kindern. Für mich das erste Mal eine wunderbare Bezeichnung für negativ behaftete Begrifflichkeiten, für alle vermeintlichen "Unruhestifter". Denn ich denke, so manches vermeintliche ADS, ADHS oder Zappelphilipp-Kind, ist ein verkanntes Kind.

Nora Imlau lädt uns ein zu verstehen, wie es sich mit Gefühlsstarken Kindern leben lässt, gibt hier und da Hilfestellung, lässt Eltern zu Wort kommen, die uns einen Blick in ihr Leben mit einem Gefühlsstarken Kind gewähren. Zeigt auf, dass Kinder ein kostbares Geschenk sind und wünscht sich nichts mehr, als dass Eltern die großartigen Potenziale ihrer Kinder erkennen und schätzen lernen!

Hätte ich das Buch damals gelesen, als mein Sohn noch klein war, wäre mir auch sehr viel Stress erspart geblieben.

Ich kann dieses Buch hilfesuchenden und verzweifelten Eltern empfehlen und sehr ans Herz legen!







 [* Namensnennung + Verlinkung…unbeauftragt und unbezahlt!]






Anne Seltmann 10.03.2020, 06.00 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Leben mit Büchern N° #42/2018




N° #42/2018




Klappentext:

Als die Deutschen am 20. April 1940 in der südnorwegischen Kleinstadt Flekkefjord einmarschieren, muss sich jeder Bürger am Straßenrand aufstellen. Die Norweger befolgen zwar den Befehl, drehen den Soldaten aber den Rücken zu. Doch Jorna, die siebzehnjährige, lebenslustige und mutige Jorna, kann nicht widerstehen – sie sieht sich um, dreht ihren Kopf und schaut hin. In diesem Augenblick geht ein junger Soldat an ihr vorbei, und das Schicksal nimmt seinen Lauf…

 

Halldis Engelhardt, die Tochter von Jorna, erzählt sehr einfühlsam die Geschichte ihrer Eltern. Nach dem Tod ihrer Mutter, begann Jorna die Geschichte ihrer Eltern zu recherchieren, denn sie kannte so gut wie nichts über deren Vergangenheit. Über die Zeiten des Krieges wurde sowieso sehr wenig gesprochen oder auch geschwiegen.

Berührend ist die Geschichte zweier Menschen aus zwei Nationen, zweier Menschen deren Liebe nicht sein durfte. Eine Liebe zwischen einer Deutschen und einem norwegischen Soldaten. Solche Mädchen nannte man die "Deutschenmädchen". Sie wurden verachtet und gemieden. So auch Jorna.

Dazu muss man wissen, dass junge Frauen, die sich mit einem Besatzungssoldaten einließen, brutalster Verfolgung ausgesetzt waren. Sie wurden misshandelt, kahlgeschoren, teils vergewaltigt oder nackt durch die Straßen getrieben.

Wie schön aber, dass die Liebe zwischen Jorna und ihrem Soldaten alles überdauerte und ein Leben lang hielt.









Anne Seltmann 10.02.2020, 06.00 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Leben mit Büchern N° #41/2020



 N° #41





Ich durfte schon einige Bücher der Autorin Sandra Hausser lesen, die da wären:

 

Cold Case

Düstere Rache

Spreemörder

Katzensitter

Tot auf leisen Pfoten

Ohne Hintern wäre ich sexy


Letzteres ist mir noch ganz besonders in Erinnerung, weil es gar zu lustig war!


Das nun frisch erschienene Buch heißt

"Wandas Geschichte"

Klappentext:

 

Stell dir vor, welche Möglichkeiten ich habe, mir auszudenken, was hätte sein können.“
Nachdem Wanda ihre niederschmetternde Krebsdiagnose erhält, zieht die junge Frau in ein Hospiz. Dort beschließt sie, ein Buch zu schreiben, statt sich mit dem Ende ihres Lebens abzufinden. Eine Geschichte, in dem ihr eigenes Leben ein Happy End bekommen soll.
Entschlossen, ihre verbleibende Lebenszeit mit schönen Stunden zu verbringen, engagiert sie Sven, einen jungen Journalisten für das Vorhaben: Schreib mein Happy End.
Sven lernt das Leben im Hospiz in seinen unterschiedlichen Facetten kennen. Anders als erwartet, herrschen dort nicht nur Hoffnungslosigkeit und Trauer.

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Wir befinden uns im Hospiz und lernen Wanda (die Protagonistin) kennen, die nunmehr unheilbar an Krebs erkrankt ist. Wanda beschließt für die Nachwelt ihr eigene Geschichte zu hinterlassen. Und damit ihr das gelingt, engagiert sie den Journalisten Sven und beide werden sehr schnell Freunde.

Ich selbst war zuvor viel mit den Vorbereitungen zum Tod beschäftigt und so überraschte mich diesmal das Thema der Autorin.

Der Inhalt des Buches beschäftigt sich mit dem Tod und eigentlich glaubte ich gewappnet zu sein nach allem was ich bisher gehört, gesehen, erlebt und gelesen habe, doch dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Schon nach wenigen Zeilen, ich lese ja grundsätzlich abends vor dem Einschlafen im Bett, war das Kopfkissen durchnässt. Mir war Wanda mehr als nur sympathisch, empfand ich doch tatsächlich so etwas wie eine vertraute Freundin zu sein. Sandra Hausser versteht es, einen mitzunehmen um in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen zu können.

Ich mag Bücher die kein wirkliches Ende haben und Wandas Geschichte hat auch kein herkömmliches Happyend. Es regt am Ende zum Weiterdenken an und beschäftigt einen noch eine ganze Weile!
Ich denke, das ist Ziel und Wunsch der Autorin.









Anne Seltmann 10.01.2020, 07.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Leben mit Büchern N° #40/2019


 N° #40 


[*Namensnennung…unbeauftragt und unbezahlt, trotzdem muss es als "Werbung" gekennzeichnet werden!]



Klappentext:

Im Tal der Windmühlen haben die Bewohner das Wünschen verlernt, denn sie besitzen Maschinen, die ihnen auf Knopfdruck perfekte Momente vorgaukeln. Nur Anna, die Schneiderin, hat sich das Träumen bewahrt. Und so glaubt sie ganz fest daran, dass Sie einem Riesen seinen Herzenswunsch erfüllen kann: Er möchte fliegen! Doch wie verhilft man einem Riesen dazu, schwerelos zu schweben wie eine Feder?

 

Ich bin ein Fan  der Künstlerin Valeria Docampo, die auch den Bilderbuch-Bestseller "Die große Wörterfabrik" illustriert hat. Die intensiven und atmosphärischen Bilder verzaubern einfach nur und wollten beide unbedingt zu mir nach Hause.

Ein schönes Buch mit einer interessanten Idee zum Nachdenken und Philosophieren, welches eher aber für ältere Kinder geeignet ist, da die Geschichte schon komplexer ist.

Im Tal der Windmühlen ist für mich also ein gelungenes poetisches Bilderbuch. Es zeigt einem wie wichtig Träume, Phantasie und vor allen Dingen Wünsche sind.

In einer scheinbar perfekten Welt sollte man halt NIE seine Herzenswünsche vergessen!



 

 Kerkis...





Anne Seltmann 10.12.2019, 06.31 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Leben mit Büchern N° #39/2019




 N° #39/2019





[*Namensnennung…unbeauftragt und unbezahlt, trotzdem muss es als "Werbung" gekennzeichnet werden!]





Irgendwann hatte der Lieblingsmensch für uns Vorsorge-Ordner besorgt und angelegt. Da standen sie nun in unserem gemeinsamen Arbeitszimmer, nachdem jeder für sich mal einen Blick hineingeworfen hatte. Ich weiß nicht wie lange sie dort standen. Auf alle Fälle hatten sie schon Staub angelegt...

Jedes Mal, wenn ich am Schreibtisch saß und mein Blick abschweifte, fiel dieser genau auf oben genannte Ordner. Immer mit mir selbst sprechend: "Anne, du musst den Ordner ausfüllen." Aber nichts ist mir mehr verhasst als Schreibkram, der so geführt werden will. Ein endlos aneinandergereihtes Ausfüllen von Zuständigkeiten, Zahlenkombinationen zur Rentenversicherung, Krankenkasse, Ausweise etc. Ich weiß schon, warum ich nie eine Bürotante geworden bin…

In letzter Zeit drängte es mich aber die "Vorsorgeunterlagen, Notfallbogen, Vorsorgevollmachten, Testament" auszufüllen. Mehr noch, als wir kürzlich im Rahmen der Hospiztage in Kiel, beim großen Abschlußfest waren. Das Motto war "Leben bis zuletzt" Und dort trafen wir auch auf den Journalisten Roland Schulz, der aus seinem Buch "So sterben wir" vorlas.

Uns war sofort klar, dass wir dieses Buch haben müssen, dass wir dann auch mit einer persönlichen Widmung erhielten.

 

Klappentext:

Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz? Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst? Wie wird man um dich trauern?

Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden von uns. Und doch wissen wir kaum etwas darüber. Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens.

"Tage vor deinem Tod, wenn noch niemand deine Sterbestunde kennt, hört dein Herz auf, Blut bis in die Spitzen deiner Finger zu pumpen. Wird anderswo gebraucht. In deinem Kopf."

Mit diesen Worten nimmt Roland Schulz den Leser mit auf die letzte Reise. Eindringlich beschreibt er, was wir während unserer letzten Tage und Stunden erleben. Er verfolgt die Reise des Körpers von der Leichenschau bis zur Bestattung und fragt schließlich, was Sterben und Tod für diejenigen bedeutet, die zurückbleiben: Wie trauern wir – und wie können wir weiterleben! 



Dieses Buch lässt niemanden kalt, es rüttelt teils bis ans Mark. Niemals habe ich ein solch detailliertes und gut recherchiertes Buch gelesen.

Taschentücher haben sich angehäuft und die Nächte waren kurz. Wie gut, dass ich krank geschrieben war und so hatte ich Zeit mich ganz auf dieses Buch einzulassen.

Das Buch ist im persönlichen DU geschrieben und genau diese Art gibt einem das Gefühl hautnah und direkt betroffen zu sein.  *Roland Schulz versteht es, einem die Angst zu nehmen vor:  dem Sterben, dem Tod, die Bestattung, dem Ekel, dem Grauen und der Trauer. 

Ich nehme viele neue Erkenntnisse mit und sage Danke  für dieses Buch!

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Nun sind alle Ordner ausgefüllt, selbst der Lieblingsmensch hat mitgezogen. 

Ach ja, rein informativ waren wir auch schon bei einem Bestatter. Das ging recht lustig zu...der gefiel uns!



Jetzt schaut nicht alle so erschrocken...Leben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden!!!







Anne Seltmann 10.11.2019, 06.00 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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