Tag: Gedicht

[Dieses Bild von mir wurde mit einem Originalbild mit KI bearbeitet.
Das Original diente als Referenz, und ich habe zusätzlich meinen eigenen Stil hinzugefügt.]

Ich bin ich
Ich bin die Ruhe vor dem Sturm,
der erste Schnee im sanften Reigen,
ein Universum, weit und fern,
ein Tropfen Tau
auf zarten Zweigen.
Ich bin das Lachen in der Nacht,
das Echo alter Melodien,
ein Traum, der sanft im Schlaf erwacht,
die Farben, die im Herbst verziehen.
Ich bin ich, in all dem Sein,
ein Puzzlestück im großen Ganzen,
ein Moment, vergänglich und doch rein,
ein Leben voller Wagnisse und Chancen.
So steh ich hier, in Zeit und Raum,
mein Herz ein Kompass auf der Reise,
ich bin ich – ein Name, ein Traum,
ein kleines Licht in weiter Kreise.
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 09.08.2025, 06.47 | (7/5) Kommentare (RSS) | TB | PL


pusteblumen
ein hauch von zeit
die nicht fragt
ob wir bereit sind
die luft trägt
fäden wie atemzüge
über grenzen von haut und blick
in felder hinein
die niemandem gehören
ich sehe dir nach
wenn du gehst ohne zu gehen
nur ein flüstern bleibt
zwischen finger und wind
ein fast-kontakt
der doch alles sagt
und irgendwann
wenn die samenkugeln leer
und der himmel voll davon ist
merken wir
dass nichts so leise bleibt
wie das was wir nicht festhalten können

07.08.2025, 06.55 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL



Anne Seltmann 05.08.2025, 07.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Heute schenke ich mir Löwenmäulchen
weil etwas in mir
nach sanfter Farbe ruft
die Stiele tragen
ein Gewicht aus nichts
nur Atem und Regenreste
ein paar Blüten
sehen mich an
als wüssten sie mehr
von all den Stunden
die ich nicht benennen kann
ich stelle sie ins Fenster
und warte
bis das Licht
ihnen und mir
denselben Frieden schenkt



Anne Seltmann 01.08.2025, 10.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL


die pfütze ist wie ein geheimnis
versteckt unter grauem himmel
gummistiefel tauchen ein
in ein meer aus spiegeln und träumen
jeder sprung ein kleines gedicht
ein tanz zwischen himmel und erde
wasserflüstern trägt das lachen fort
und bleibt doch immer bei mir
kleine welten öffnen sich
unter den schritten der neugier
pfützen werden zu ozeanen
und ich bin ein abenteurer ganz ohne schiff
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 01.08.2025, 00.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius "unperfektes" Bild hat mich zu diesem Gedicht inspiriert

Wenn alles immer glatt und makellos wäre
gäbe es keine Ecken keine Kanten die erzählen
keine Narben die leise von Mut und Wandel singen
kein Flüstern der Zeit die uns hält und trägt
keine Schatten die das Licht erst lebendig machen
Im Unvollkommenen wohnt die Seele des Moments
ein Tanz aus Fehlern und Hoffnungen
aus zerbrochenem Glas das in der Sonne funkelt
Hier finden wir die echten Geschichten
die uns berühren und wachsen lassen
Denn erst wenn nicht alles perfekt ist
öffnet sich Raum für Wunder und echtes Leben
für das raue und zarte zugleich
für das, was wirklich zählt und bleibt
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 31.07.2025, 07.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL




Anne Seltmann 31.07.2025, 05.56 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

[KI generiertes Bild / Text © Anne Seltmann]

die stille steht schon
im badezimmer und wartet
auf den ersten tropfen
ich ziehe mich aus
wie eine zwiebel,
blättrig, schlafwarm,
die woche klebt noch
zwischen meinen zehen
der schaum spricht in blasen
und nennt mich beim vornamen
ich nicke
am wannenrand lehnen blumen
aus dem vorgarten der erinnerung
sie schauen mich an
als wüssten sie
was ich vergessen will
alles ist erlaubt
unter wasser
auch das vergessen
auch das gurgeln von sorgen
durch den abfluss in die tiefe
wo niemand fragt,
ob ich fertig bin
ich wasche die tage ab
die an mir hingen
wie zu enge jacken
und finde darunter
einen körper
der einfach nur
sein will
die fliesen zählen meine atemzüge
eins zwei drei vier
einatmen
weiterleben
ausatmen
heute ist samstag
und ich gehöre mir
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 26.07.2025, 06.05 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


nichts ist gelb
es ist nur eine art
zu leuchten
der stiel grün
von schwerkraft
als wüchse er immerzu
zu jemandem hin
eine mitte,
so groß
dass sich bienen verlieren
wie erinnerungen
im wendekreis
du nennst es
blühen
ich nenne es
sich zeigen
bis zur erschöpfung
manchmal
steht eine allein
am wegrand
und ist doch
eine ganze
sonne
~*~
© Anne Seltmann


Anne Seltmann 18.07.2025, 06.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL