Thema: PerlenhafteProjekte

Obiges Bild zeigt denWunderbaum, Ricinus communis. Gesehen in den Herrenhäuser Gärten (Hannover) Er erhebt sich wie eine fremde Erscheinung im Garten. Seine Blätter, weit ausgebreitet wie die Finger einer offenen Hand, glänzen in Grün und Rot, als hätten sie das Licht der Tropen in sich aufgenommen. Der Stängel trägt dieselbe Farbe, kräftig, fast blutwarm, als pulsierte darin noch ein Herz.
Zwischen den Blättern wachsen Blütenstände, unscheinbar zuerst, bis sie die stacheligen Kapseln hervorbringen, in denen die Samen ruhen. Sie glänzen wie polierte Steine, schön, schimmernd – und doch von einer Gefährlichkeit, die man ihnen nicht ansieht.
So steht die Pflanze zwischen Verlockung und Gefahr, zwischen Zierde und Gift. In den Kapseln liegen die charakteristischen glänzenden Samen, die sehr giftig sind. Schon wenige Samen können beim Menschen oder Tier schwere Vergiftungen auslösen, daher sollte die Pflanze nicht unbedacht berührt oder verzehrt werden.

Anne Seltmann 04.09.2025, 00.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 03.09.2025, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Aufgabe des Spiels ist: Würfeln, einen Buchstaben ermitteln, ein passendes Wort dazu finden und ein Bild machen.
Meine Würfelzahlen waren 5+5+6=16.
Das ist der 16. Buchstabe im Alphabet. Folglich ist es ein P. Ich habe mich für Pinguine entschieden.

Anne Seltmann 01.09.2025, 16.09 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

1. Worauf hast du zuletzt schweren Herzens mit Nein geantwortet?
Das weiß ich gar nicht mal.
2. Wie kannst du es dir selbst leichter machen?
Ich lasse Ballast los – in meinen Räumen, in meinen Gedanken, in meinem Herzen. Ich schenke mir Zeit.
3. Worum weinst du insgeheim?
An manchen Tagen immer noch um meinen erstgeborenen Sohn (Jahrgang1977), der es 10 Tage nach der Geburt nicht geschafft hat zu bleiben.
4. Hast du jemals einen Liebesbrief geschrieben?
Oh ja, unzählige! Alle für meinen Lieblingsmensch.
5. Hast du jemals einen Liebesbrief erhalten?
Ebenso unzählige von meinem Lieblingsmensch.
6. Spendest du regelmässig für einen guten Zweck?
Ja!
7. In wie vielen Weltstädten bist du gewesen?
Paris, Barcelona, Stockholm, Kopenhagen, Oslo, Helsinki
8. Welchen Modetrend von früher findest du heute lächerlich?
Plateau-Schuhe.
9. Ist deine Grundeinstellung positiv?
Ja, definitiv!
10.Wie reicht wärst du gern?
Wie definiert man Reichtum?
Wenn es Liebe ist, dann bin ich sehr reich.
Wenn es um Geld geht, dann
möchte ich so reich sein, dass ich immer beruhigt meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Mehr brauche ich nicht.
Anne Seltmann 31.08.2025, 18.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anne Seltmann 31.08.2025, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Fischfang + (sich) aufhalten + bedeckt,
Anne Seltmann 30.08.2025, 15.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Neulich in meinem Lieblingsgartencenter trat ich durch die Tür und sofort schlug mir ein Duft entgegen, als hätte jemand Sommer und Herbst in einen Atemzug gelegt. Ich blieb stehen, denn vor mir schimmerte ein Blütenmeer, das nicht von dieser Welt zu sein schien.
Die Rosen reckten ihre Hälse, als wollten sie mir zuwinken. Eine besonders stolze, tiefrote Rose flüsterte: „Sieh her, wir sind die Erinnerung an jedes Herzklopfen, das du je gespürt hast.“ Die zarten Roséfarben daneben kicherten, als wollten sie Geheimnisse weiterreichen, die nur zwischen Blütenblättern sicher aufgehoben sind.
Die Dahlien wirkten wie launige Tänzerinnen. „Wir sind das Feuerwerk des Gartens“, rief eine rote, während ihre Blütenblätter wie kleine Flammen leuchteten. „Wenn du uns ansiehst, musst du lachen, auch wenn der Himmel grau ist.“
Und dann die Chrysanthemen, unzählige kleine in hellem Rot. Sie summten miteinander wie ein Chor: „Wir sind die Wächterinnen des Übergangs, wir tragen dich vom Sommer in den Herbst, ohne dass du es merkst.“
Ich blieb mitten zwischen ihnen stehen, lauschte und lächelte. Das Gärtencenter war längst kein Verkaufsraum mehr, sondern ein Garten voller Stimmen, Geschichten und Lieder. Für einen Moment war ich Teil davon – und ich wusste, dass ich, wenn ich nach Hause ginge, mindestens eine dieser Stimmen mitnehmen musste.
Anne Seltmann 29.08.2025, 07.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Es war einer dieser langweiligen Fernsehabende.
Der Bildschirm flimmerte schon seit Stunden, doch das Programm wollte nicht
recht greifen. Plötzlich huschte ein Schatten durch die Mattscheibe, als hätte
sich die Technik selbst verschluckt. Dann, ohne Vorwarnung, schwamm ein
goldorangener Fisch mitten in den grauen Wellen des Fernsehlichts auf und ab.
Der Ton verstummte, das Rauschen fiel in sich zusammen, und anstelle von Nachrichten und Serien sah man nun Wasser, Wolken und die anmutige Bewegung der Flossen. Der Fisch drehte sich einmal um sich selbst, als wolle er prüfen, ob das Publikum auch aufmerksam genug zusah. Auf dem Gehäuse des alten Geräts legte sich eine feine Spur von Wassertropfen ab, die wie Glasperlen funkelten.
Und da war noch mehr: aus den Knöpfen sprossen zarte Blumen, filigrane Blüten, die man eher in einem Traum als in einem Wohnzimmer erwartet hätte. Schmetterlinge flatterten aus dem unsichtbaren Spalt zwischen Bildschirm und Realität.
Der Abend, der mit Langeweile begann, verwandelte sich in ein Fenster in eine andere Welt – eine, in der Technik nicht nur sendet, sondern träumt. Der Fisch schwamm weiter, seelenruhig, und man fragte sich: Wer beobachtet hier eigentlich wen?
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 29.08.2025, 00.00 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL