Tag: rot




Die Fahrradklingel ist ein bemerkenswertes Instrument. Sie besteht aus einem Stück Metall, ist kaum größer als eine Walnuss und besitzt trotzdem das Selbstbewusstsein eines Opernsängers.
Ein einziges „Klingeling! – und schon erwartet sie, dass sich Spaziergänger, Hunde, Enten, Kinderwagen und gelegentlich auch ganze Reisegruppen in Bewegung setzen.
Besonders interessant ist, dass jede Fahrradklingel ihren eigenen Charakter hat. Manche klingen freundlich wie: „Entschuldigung, dürfte ich vielleicht vorbei?
Andere klingen eher wie: „Achtung! Hier kommt die Tour de France!
Und dann gibt es jene Klingeln, die man drückt und die so leise sind, dass vermutlich nicht einmal der Fahrer selbst sie hört.
Eigentlich bewundere ich Fahrradklingeln. Sie verbringen ihr ganzes Leben am Lenker, sehen die Welt vorbeiziehen und melden sich nur dann zu Wort, wenn es wirklich wichtig wird.
Oder wenn ein Spaziergänger mitten auf dem Radweg steht und verträumt Gänseblümchen zählt.
Dann wächst die kleine Klingel über sich hinaus.
Klingeling!
Und plötzlich weiß jeder:
Hier kommt jemand mit wichtigen Angelegenheiten.
Obige Bilder zeigte ich schon ein zu der damaligen schönen Challenge "Freitagsklingeln" von Frau Tonari Ihre Webseite ist allerdings nicht mehr aktiv.
Anne Seltmann 16.06.2026, 05.23 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Warum sind in Schweden so viele Häuser rot?
Wer durch Schweden reist, bemerkt schnell die vielen roten Holzhäuser. Die Farbe hat einen praktischen Ursprung: Bereits im 16. Jahrhundert begann man, Häuser mit der sogenannten Falunrot-Farbe zu streichen. Sie wurde aus den Nebenprodukten des Kupferbergwerks von Falun gewonnen.
Das Rot sollte ursprünglich teure Backsteinhäuser nachahmen, die sich damals nur wohlhabende Menschen leisten konnten. Gleichzeitig schützte die Farbe das Holz vor Wind und Wetter.
Heute gehört das typische Schwedenrot fest zum Landschaftsbild und ist für viele Menschen ein Symbol für Gemütlichkeit, Naturverbundenheit und das skandinavische Lebensgefühl.
Anne Seltmann 09.06.2026, 06.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Dahlie stammt ursprünglich aus Mexiko. Dort wuchs sie schon lange, bevor europäische Entdecker die Pflanze überhaupt kannten. Im 18. Jahrhundert gelangten ihre Knollen nach Spanien und von dort aus in die botanischen Gärten Europas.
Anfangs betrachtete man die Dahlie eher als seltene Kuriosität. Doch schon bald entdeckten Gärtner ihr enormes Potenzial. Durch Kreuzungen entstanden immer neue Blütenformen und Farben. Aus den ursprünglich einfachen Blüten entwickelten sich die prachtvollen Sorten, die heute Gärten und Parks schmücken.
Besonders beliebt wurde die Dahlie im 19. Jahrhundert. In vielen Ländern entstanden regelrechte Dahlienliebhaber-Vereine, die sich dem Züchten neuer Sorten widmeten. Mittlerweile gibt es mehrere Zehntausend registrierte Dahliensorten – von kleinen Pompon-Dahlien bis zu riesigen Tellerdahlien.
Ihre große Stärke ist die lange Blütezeit. Während viele Sommerblumen bereits verblühen, zeigen Dahlien oft bis zum ersten Frost ihre farbenprächtigen Blüten.
So hat die Dahlie einen weiten Weg zurückgelegt: von den Hochebenen Mexikos bis in die Gärten der ganzen Welt, wo sie bis heute als Königin des Spätsommers gilt.
Anne Seltmann 02.06.2026, 06.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Diese Geschichte hat sich tatsächlich so ereignet. Sie ist traurig und gleichzeitig auf eine ganz stille Art wunderschön.
Es geht um einen Kater namens Oscar, der in einem Pflegeheim in den USA lebte. Eigentlich war er nur als Therapiekatze gedacht. Doch irgendwann bemerkten die Pflegekräfte etwas ganz Besonderes: Oscar lief zwar durch alle Zimmer, blieb aber nur selten irgendwo länger. Manchmal jedoch legte er sich plötzlich ganz ruhig zu einem bestimmten Bewohner aufs Bett und wich ihm nicht mehr von der Seite.
Mit der Zeit fiel auf, dass genau diese Menschen oft nur noch wenige Stunden zu leben hatten.
Die Pfleger wussten inzwischen, was das bedeutete, und verständigten häufig sofort die Angehörigen, damit sie noch rechtzeitig kommen konnten. Viele Familien erzählten später, wie dankbar sie dafür waren, weil ihre Mutter, ihr Vater oder ein anderer geliebter Mensch in den letzten Stunden nicht allein gewesen war. Oscar lag einfach still daneben, schnurrte leise und blieb bis zum Schluss.
Irgendwann schrieb sogar ein Arzt über den Kater in einer medizinischen Fachzeitschrift, weil es einfach zu oft passiert war, um bloßer Zufall zu sein. Man vermutet heute, dass Tiere Veränderungen im Körper oder bestimmte Gerüche wahrnehmen können, die Menschen gar nicht bemerken.
Anne Seltmann 20.05.2026, 06.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Rotgestromte Katzen fallen sofort auf. Dieses warme, flammende Fell wirkt oft wie mit Pinselstrichen gemalt – mal kräftig orange, mal kupferfarben, manchmal fast honiggolden. Und tatsächlich steckt hinter dieser besonderen Fellfarbe ein kleines genetisches Geheimnis.
Das „Rot bei Katzen entsteht durch ein spezielles Pigment, das sogenannte Phäomelanin. Es sorgt für die orangefarbenen bis rötlichen Töne im Fell. Verantwortlich dafür ist ein Gen auf dem X-Chromosom. Deshalb sind rotgestromte oder vollständig rote Katzen übrigens häufiger Kater als Katzen. Weibliche Tiere brauchen nämlich zwei entsprechende Gene, während bei Katern schon eines ausreicht.
Und dann wäre da noch die Zeichnung. Denn fast alle roten Katzen tragen eine Musterung in sich – selbst wenn sie auf den ersten Blick einfarbig wirken. Viele zeigen Streifen, Wirbel oder marmorierte Muster. Dieses „Gestromte gehört bei roten Katzen fast schon dazu wie die Schnurrhaare.
Spannend ist auch, dass rotgestromte Katzen oft als besonders charmant, neugierig oder verschmust beschrieben werden. Ob das wirklich an der Fellfarbe liegt oder eher daran, dass man ihnen wegen ihres auffälligen Aussehens automatisch mehr Charakter zuschreibt, bleibt wohl ein kleines Katzengeheimnis.
Anne Seltmann 06.05.2026, 06.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dienstag ist Rot-Tag – und heute musste es einfach passen
Manchmal sind die Funde für meinen Dienstag gar nicht
spektakulär.
So auch diesmal. Ein rotes Auto – mehr nicht. Kein besonderes Modell, kein
glänzender Auftritt, einfach nur… rot. Und genau das war ja die Voraussetzung.
Ich hätte vermutlich keinen zweiten Blick darauf geworfen,
wenn da nicht das Kennzeichen gewesen wäre.
FLU-R.
Und plötzlich wird aus einem eher unscheinbaren Auto doch noch etwas, das hängen bleibt. Diese kleinen Buchstabenkombinationen haben ja manchmal ihren ganz eigenen Charme. Man steht davor und überlegt kurz, ob da wohl mehr dahintersteckt oder ob es einfach nur ein Zufall ist, der zufällig gut aussieht.
Das Auto selbst erfüllt also eher brav seinen Zweck für mein Projekt. Aber das Kennzeichen – das durfte heute die Hauptrolle übernehmen.
So wird mein Dienstag zwar nicht aufregender, aber immerhin ein kleines bisschen interessanter. Und manchmal reicht das ja auch schon.
Anne Seltmann 05.05.2026, 06.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL


es ist nichts besonderes
und genau deshalb
bleibt es
ein ort
an dem niemand wartet
und trotzdem
alles möglich scheint
der tag
verliert hier nichts
er lässt nur los
ein wenig zeit
ein wenig atmen
und etwas
dass man nicht benennt
geht mit
ohne zu fragen
~*~
Anne Seltmann 28.04.2026, 08.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Kalender gestalten mit Herz
Meine derzeitige Vorbereitung für einen neuen Kalender:
Aus Ideen werden bei * Calvendo fertige Kalender – aus Bildern, die mir wichtig sind, und Themen, die bleiben. Die Möglichkeiten sind groß: ausprobieren, Serien entwickeln, die eigene Bildwelt zeigen. Für mich ist das längst ein fester Teil meiner kreativen Arbeit.
Und doch: Nicht jedes Motiv findet Anklang. Manches, von dem ich überzeugt bin, wird nicht angenommen – nicht immer nachvollziehbar. Natürlich spielen Geschmack und Trends eine Rolle. Trotzdem bleibt manchmal die Frage: Warum gerade dieses Projekt nicht?
Gleichzeitig gibt es die andere Seite: viele veröffentlichte Kalender, gute Sichtbarkeit – und vor allem Verkäufe. Die Resonanz bestätigt meinen Weg.
Besondere Highlights sind meine Auszeichnungen:
Mit meinem Kalender "Himmelsmagie in Ballonfarben"
erhielt ich mir drei weiteren Gewinnern den * "Der CALVENDO
KI-Kalender-Award 2025"
„Federzauber und Hochzeitsfreuden" (Projekt-ID: 2198994) Goldedition
„Visionen aus Linie und Raum" (Projekt-ID: 2222197) Goldedition
Das zeigt mir: Dranbleiben lohnt sich. Nicht jede Entscheidung verstehen – aber konsequent den eigenen Stil weitergehen.
Denn am Ende zählt das Gesamtbild.
Anne Seltmann 21.04.2026, 07.13 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Während unseres Aufenthalts in >> Rom << hatten wir das große Glück, im * Raganelli Hotel untergebracht gewesen zu sein – ein Ort, an den wir uns noch lange gern zurückerinnern werden.
Schon bei unserer Ankunft spürten wir, dass dieses Hotel mehr ist als nur eine Unterkunft. Wir wurden herzlich empfangen, fast so, als würde man nach einer langen Reise bei Freunden ankommen. Diese erste Begegnung setzte den Ton für unseren gesamten Aufenthalt. Was unseren Aufenthalt jedoch wirklich besonders gemacht hatte, war der außergewöhnliche Service. Das gesamte Team begegnete uns mit einer Herzlichkeit, die ehrlich und unaufgesetzt wirkte. Jede Frage wurde geduldig beantwortet, jeder Wunsch mit einem Lächeln erfüllt. Es waren oft die kleinen Gesten – ein freundliches Wort, ein hilfreicher Tipp, ein aufmerksamer Blick – die uns das Gefühl gaben, wirklich willkommen zu sein.
Selten hatten wir uns in einem Hotel so gut aufgehoben gefühlt. Es war diese Mischung aus Komfort, persönlicher Atmosphäre und echter Gastfreundschaft, die unseren Aufenthalt so besonders machte.
Als wir schließlich abreisten, nahmen wir nicht nur viele Eindrücke aus Rom mit, sondern auch die Erinnerung an einen Ort, an dem wir uns einfach wohlfühlen durften.




Anne Seltmann 07.04.2026, 07.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manchmal bleiben meine Gedanken an ganz alltäglichen Dingen hängen. Neulich zum Beispiel am Postkasten – oder heißt es eigentlich Briefkasten? Während ich darüber nachdachte, merkte ich, dass ich beide Wörter ganz selbstverständlich benutze, ohne je wirklich darüber nachgedacht zu haben, woher sie kommen oder ob sie vielleicht sogar unterschiedliche Dinge meinen.
Der Briefkasten ist sprachlich der einfachere und ältere Begriff. Er beschreibt schlicht einen Kasten, in dem Briefe landen. Früher hing so ein Kasten meist direkt am Haus – dort, wo der Postbote seine Sendungen einwarf. Und genauso kennen wir ihn bis heute: als den kleinen Kasten an der Haustür oder am Gartenzaun.
Der Postkasten dagegen entstand mit der Entwicklung des organisierten Postwesens. Als im 19. Jahrhundert immer mehr Briefe verschickt wurden, stellte die Post öffentliche Kästen auf Straßen und Plätzen auf. In diese konnte man seine Briefe einwerfen, damit sie von der Post abgeholt und weitertransportiert wurden. Weil diese Kästen zur Post gehörten, nannte man sie Postkästen.
So hat sich im Alltag ganz still eine kleine Unterscheidung entwickelt:
Der Briefkasten hängt am Haus – der Postkasten steht auf der Straße.
Übrigens reicht die Idee solcher Einwurfkästen viel weiter zurück, als man denkt. Einer der ersten bekannten Briefkästen wurde bereits 1653 in Paris aufgestellt. Seitdem begleiten uns diese unscheinbaren Kästen durch den Alltag – meistens unbemerkt, manchmal aber auch voller kleiner Überraschungen.
Anne Seltmann 10.03.2026, 15.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL