Tag: Gedicht

Es war einmal ein Hase,
der hieß Augustin,
und weil er keine Ahnung
von guten Sitten hatte,
verließ er stets den Bau,
wo er von anderen Hasen
kein Vertrauen fand.
Augustin, der Hase,
schlug seine Hacken stets
und hüpfte von dannen
und über Zäune,
kein Hase ihm nach
und keiner wusste,
was er von seiner schnellen Flucht
eigentlich hatte.
Doch als er dann in ein Graben fiel,
verstand er, dass es mit dem Laufen
nicht immer gut getan ist.
Manch' schöner Weg führt nach der Höhe,
wo andere Hasen lachen
~*~
Wilhelm Busch
Anne Seltmann 07.04.2025, 09.22 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL



Anne Seltmann 05.04.2025, 17.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Wenn ich dir heute wieder sage,
dass ich dich liebe –
dann ist es nicht mehr als ein Moment,
ein flackernder Gedanke,
verloren im Rausch der Nacht.
Ich fliege ziellos,
treibe durch Schatten und Licht,
doch mein Herz –
es gehört dir,
in all seiner Wirrnis,
in all seiner Zerbrechlichkeit.
~*~
© Anne Seltmann
1997

Anne Seltmann 20.03.2025, 10.53 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL


Denke ich an den Frühling,
sehe ich die ersten Knospen,
die zaghaft die Kälte durchbrechen.
Ein zarter Hauch von Wärme
streift mein Gesicht,
die Vögel kehren zurück,
ihr Gesang erfüllt die Luft.
Die Tage werden länger,
das Licht kehrt zurück,
Farben erwachen zum Leben.
Ein Neubeginn für die Natur,
ein Aufbruch aus dem Winterschlaf,
Hoffnung keimt in jedem Herzen.
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 18.03.2025, 06.59 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Du wirst vielleicht nicht kontrollieren,
welche Musik das Leben spielt,
aber du kannst kontrollieren,
wie du dazu tanzt.
~*~
Maya Angelou
Das Zitat "Du wirst vielleicht nicht kontrollieren können, welche Musik das Leben spielt, aber du kannst kontrollieren, wie du dazu tanzt"
wird häufig Maya Angelou zugeschrieben.
Allerdings konnte ich in den verfügbaren Quellen keine Bestätigung finden, dass dieses Zitat tatsächlich von ihr stammt.
Es ist möglich, dass es sich um eine Fehlzuordnung handelt oder dass die genaue Herkunft des Zitats unklar ist.
Unabhängig davon vermittelt es eine inspirierende Botschaft über die eigene Haltung gegenüber den Unwägbarkeiten des Lebens.
Anne Seltmann 16.03.2025, 10.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL


In einem alten, leeren Haus
steht eine Tür aus vergangenen Tagen.
Einst glänzend, stolz in ihrem Kleid,
nun stumpf ihr Glanz, die Farbe blass.
Der Türknauf rostet, das Schloss ist schwer,
Sie trägt die Narben längst vergang'ner Zeit,
und schweigt in ihrem Reich der Stille.
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 16.03.2025, 06.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Ich träumte vom Frühling,
von Licht, das durch junge Blätter flüstert,
von Tau, der auf zarten Knospen ruht,
von einem Himmel, so weit,
dass selbst der Wind sich verliert.
Ich sah Blüten tanzen,
leicht wie Gedanken,
hörte die Bienen summen,
als würden sie Geheimnisse erzählen.
Die Erde atmete auf,
und die Stille des Winters
löste sich auf in Vogelgesang.
Doch als ich erwachte,
lag noch Reif auf den Wiesen.
Nur der Traum blieb,
warm wie ein erster Sonnenstrahl.
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 13.03.2025, 07.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Ich lächle,
weil Worte nicht immer nötig sind.
Ich lächle,
wenn Stille mich umarmt
und Gedanken sanft verwehen.
Ich lächle,
wenn der Wind Geschichten flüstert,
die nur das Herz versteht.
Ich lächle,
trotz Schatten,
weil Licht in mir wohnt.
Ich lächle,
weil ich es kann.
~*~
© Anne Seltmann

[*Mit freundlicher Genehmigung einer Freundin]
Anne Seltmann 11.03.2025, 06.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Anne Seltmann 11.03.2025, 05.33 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL


Sie ruht in meiner Tiefe,
wartet geduldig,
spürt den Herzschlag der Erde.
Sie ist Feuer und Schatten,
Stärke und Sanftheit,
ein stiller Sturm unter meiner Haut.
Wenn der Moment kommt,
richtet sie sich auf,
blickt in die Welt,
und geht ihren Weg –
ungehalten, unbeirrbar,
frei.
~*~
© Anne Seltmann

Anne Seltmann 09.03.2025, 09.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL