Blogeinträge (Tag-sortiert)

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Projekt: Ich seh rot 257/2026






Während unseres Aufenthalts in >> Rom << hatten wir das große Glück, im Raganelli Hotel untergebracht gewesen zu sein – ein Ort, an den wir uns noch lange gern zurückerinnern werden.

Schon bei unserer Ankunft spürten wir, dass dieses Hotel mehr ist als nur eine Unterkunft. Wir wurden herzlich empfangen, fast so, als würde man nach einer langen Reise bei Freunden ankommen. Diese erste Begegnung setzte den Ton für unseren gesamten Aufenthalt. Was unseren Aufenthalt jedoch wirklich besonders gemacht hatte, war der außergewöhnliche Service. Das gesamte Team begegnete uns mit einer Herzlichkeit, die ehrlich und unaufgesetzt wirkte. Jede Frage wurde geduldig beantwortet, jeder Wunsch mit einem Lächeln erfüllt. Es waren oft die kleinen Gesten – ein freundliches Wort, ein hilfreicher Tipp, ein aufmerksamer Blick – die uns das Gefühl gaben, wirklich willkommen zu sein.

Selten hatten wir uns in einem Hotel so gut aufgehoben gefühlt. Es war diese Mischung aus Komfort, persönlicher Atmosphäre und echter Gastfreundschaft, die unseren Aufenthalt so besonders machte.

Als wir schließlich abreisten, nahmen wir nicht nur viele Eindrücke aus Rom mit, sondern auch die Erinnerung an einen Ort, an dem wir uns einfach wohlfühlen durften.









[*Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt!]




Juttas...

...stillgelegt



Anne Seltmann 07.04.2026, 07.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 10








Die Gräser im Wind

 

sie sagen nichts
und trotzdem
antworten sie

auf jeden schritt der luft

ein neigen
ein kaum sichtbares
zurück

als würde etwas
durch sie hindurchgehen
das niemand halten kann

 

der boden bleibt still
der himmel auch

 

nur dazwischen
geschieht etwas

 

so klein
dass man es fast übersieht

und doch bewegt sich alles

 ~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 19.03.2026, 06.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sonntagsglück







Gelesen: * Die Belasteten: Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte (Die Zeit des Nationalsozialismus.)

 

Gehört/Gesehen: * Best of Philip Glass / * Makellos mit Adele Neuhauser & Ulrich Noethen. (ARD Mediathek)

 

Erlebnis:  Nichts, dass erwähnenswert wäre.

 

Genuss:  Polnischer Schweinebraten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree (Wochenend-Essen)

 

Drinnen/Draußen: Viel am PC gesessen, * Calvendo Kalender vorbereitet/ Nur zum Einkaufen.

 

Web-Fundstück/e: Einen * Miniatur Kalender Eine grandiose Idee! Aber schaut selbst!

 

Hobbys: stricken, Kalender gestalten, Postkarten entwerfen




[* Namensnennung und Verlinkung…unbezahlt]




Anne Seltmann 15.03.2026, 07.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 92







Juttas...


Anne Seltmann 14.03.2026, 06.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 09







zwischen mauern

ein kaum sichtbarer spalt

 

lange
war dort
nur schatten

 

staub
ein wenig wind
manchmal regen

 

dann

eines morgens

ein grüner gedanke

 

der sich
durch den engen riss
nach oben tastet

 

zögernd
aber unbeirrbar

 

als wüsste er
dass selbst mauern
nicht ewig sind

 

und plötzlich

mitten im grau

steht er da

ein löwenzahn

 

leuchtet

als hätte jemand
eine kleine sonne
im stein vergessen

~*~

© Anne Seltmann








Anne Seltmann 12.03.2026, 13.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 256/2026






Leider weiß ich nicht mehr wo ich diesen Postkasten entdeckt habe.

Manchmal bleiben meine Gedanken an ganz alltäglichen Dingen hängen. Neulich zum Beispiel am Postkasten – oder heißt es eigentlich Briefkasten? Während ich darüber nachdachte, merkte ich, dass ich beide Wörter ganz selbstverständlich benutze, ohne je wirklich darüber nachgedacht zu haben, woher sie kommen oder ob sie vielleicht sogar unterschiedliche Dinge meinen.

Der Briefkasten ist sprachlich der einfachere und ältere Begriff. Er beschreibt schlicht einen Kasten, in dem Briefe landen. Früher hing so ein Kasten meist direkt am Haus – dort, wo der Postbote seine Sendungen einwarf. Und genauso kennen wir ihn bis heute: als den kleinen Kasten an der Haustür oder am Gartenzaun.

Der Postkasten dagegen entstand mit der Entwicklung des organisierten Postwesens. Als im 19. Jahrhundert immer mehr Briefe verschickt wurden, stellte die Post öffentliche Kästen auf Straßen und Plätzen auf. In diese konnte man seine Briefe einwerfen, damit sie von der Post abgeholt und weitertransportiert wurden. Weil diese Kästen zur Post gehörten, nannte man sie Postkästen.

So hat sich im Alltag ganz still eine kleine Unterscheidung entwickelt:

Der Briefkasten hängt am Haus – der Postkasten steht auf der Straße.

Übrigens reicht die Idee solcher Einwurfkästen viel weiter zurück, als man denkt. Einer der ersten bekannten Briefkästen wurde bereits 1653 in Paris aufgestellt. Seitdem begleiten uns diese unscheinbaren Kästen durch den Alltag – meistens unbemerkt, manchmal aber auch voller kleiner Überraschungen.






Anne Seltmann 10.03.2026, 15.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Floral Friday 2026 N° 03






Die kleine Magie schöner Blumensträuße

 

Ein schöner Blumenstrauß ist mehr als nur eine Sammlung von Blumen – er ist ein kleines Stück Freude. Schon beim ersten Blick entsteht dieses Gefühl von Frische, Farbe und Leben. Ein Strauß kann einen Raum verändern, ihn freundlicher, wärmer und irgendwie lebendiger machen.

Besonders charmant sind Sträuße, die nicht perfekt geschniegelt wirken. Wild gemischt, mit unterschiedlichen Höhen, Farben und Formen, erzählen sie fast eine kleine Geschichte. Zarte Blüten neben kräftigen Farben, vielleicht ein paar grüne Zweige dazwischen – genau diese Mischung macht ihren Reiz aus.

Blumensträuße begleiten uns durch viele Momente: als Geschenk, als Dankeschön oder einfach, um sich selbst eine Freude zu machen. Manchmal reicht schon eine Vase auf dem Tisch, um den Tag ein bisschen heller wirken zu lassen.

Vielleicht ist genau das ihr Geheimnis: Blumen erinnern uns daran, die kleinen, schönen Dinge im Alltag wahrzunehmen.





Anne Seltmann 06.03.2026, 06.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 08






Heute Morgen habe ich in meinem Fotoarchiv gewuselt, um Bilder für Marius Naturdonnerstag zu suchen. Dabei bin ich über Aufnahmen gestolpert, die mich sofort zurückversetzt haben. Fotografiert im Jahr 2005. (Handybilder) Mein Gott, ist das lange her, als wir dort Urlaub machten. Genauer gesagt in Spindler Mühle, von wo aus wir einige Touren unternommen haben. In diesem Fall führte uns der Weg in die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt.





Schon beim erneuten Betrachten der Bilder spüre ich wieder diese besondere Atmosphäre. Manche Orte verlieren auch nach Jahren nichts von ihrer Wirkung. Die hohen Sandsteinfelsen ragen wie natürliche Kathedralen empor, Wege schlängeln sich durch schmale Spalten, und das Licht fällt gefiltert zwischen den Felswänden hindurch.

Mich faszinieren dort vor allem die Details: Strukturen im Gestein, weiche Moospolster, kleine Pflanzen, die sich ihren Platz zwischen Stein und Schatten erobern. Es ist dieses Zusammenspiel aus Enge und Weite, aus rauer Oberfläche und zartem Grün, das mich damals wie heute berührt.





Das Gestein erzählt von Zeit – von unzähligen Jahren, die es geformt haben. Beim Durchsehen der alten Aufnahmen merke ich, wie sehr mich solche Landschaften geprägt haben. Vielleicht war es einer dieser Orte, an denen ich begonnen habe, bewusster hinzusehen.

Die Felsenstadt war kein lautes Ausflugsziel. Sie wirkte still und gleichzeitig monumental. Jeder Schritt eröffnete neue Perspektiven, neue Blickwinkel, neue Kompositionen. Und während ich heute durch mein Archiv blättere, wird mir bewusst, wie wertvoll solche fotografischen Erinnerungen sind.

Manche Bilder sind mehr als Dokumente. Sie sind kleine Zeitkapseln. Und die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt bleibt für mich ein Ort aus Stein, Licht und Erinnerung – kraftvoll, still und zeitlos.









Anne Seltmann 05.03.2026, 09.46 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 255/2026







Während des Zweiten Weltkriegs war der französische Pilot Antoine de Saint-Exupéry (Autor von Der kleine Prinz) von seiner Frau Consuelo getrennt. Ihre Beziehung war leidenschaftlich, kompliziert und voller Trennungen.

 

Consuelo erzählte später, dass Antoine ihr immer wieder rote Rosen schenkte – selbst in schwierigen Zeiten. Die Rose wurde für sie zum Symbol ihrer Liebe: schön, verletzlich, voller Dornen.

 

Viele Literaturhistoriker sehen in der Rose des „Kleinen Prinzen ein Symbol für Consuelo selbst – einzigartig, geliebt, manchmal schwierig, aber unersetzlich.

 

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

 

Die rote Rose wurde hier nicht nur zur Liebesgabe, sondern zu einem literarischen Symbol, das bis heute Millionen Menschen bewegt.

 

Eine reale Liebesgeschichte – Die Rose im Gefangenenlager





Juttas...







Anne Seltmann 03.03.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 07






der wald
ist kein ort
er geschieht

zwischen rinde und atmung
ein licht
das nicht fällt
sondern tastet

unter den füßen
das weiche gedächtnis
aus nadeln
aus jahren

ein knacken
(oder war es nur
mein denken?)

moos legt
seine kühle hand
auf den stein

und alles
was ich sagen wollte
zieht sich zurück
in wurzeln

der wald spricht nicht
er sammelt

atem
harz
schatten

und gibt mich
langsamer
zurück
als ich kam.


~*~

© Anne Seltmann




 





Anne Seltmann 26.02.2026, 06.20 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL