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Niwibo sucht... lila







Es gibt Farben, die drängen sich nicht in den Vordergrund. Sie sind einfach da – still, ein wenig geheimnisvoll und manchmal erst auf den zweiten Blick richtig intensiv.

Lila gehört für mich genau zu diesen Farben.

Als ich gelesen habe, dass Niwibo sucht … Lila, musste ich nicht lange überlegen. Drei Bilder habe ich herausgesucht, die für mich ganz unterschiedliche Seiten dieser Farbe zeigen.

Das erste ist ganz zart: Vergissmeinnicht in verschiedenen Blau- und Lilatönen. Kleine Blüten, die aussehen, als hätten sie sich ein Stück Himmel geschnappt. Dazu dieses weiche Bokeh im Hintergrund – ein bisschen verträumt, ein bisschen märchenhaft. Und irgendwie passt der Name Vergissmeinnicht ja wunderbar zu einem Bild, das man am liebsten gar nicht vergessen möchte.

Das zweite Bild ist ganz anders. Ein weit ausladender Palisanderholzbaum, der seine violette Blütenpracht vor einem fast unwirklich hellen Himmel ausbreitet. Der Jacaranda, wie er auch genannt wird, gehört für mich zu den Bäumen, die aussehen, als hätte die Natur beim Malen ein wenig übertrieben – und gerade deshalb sind sie so wunderschön.

Und dann kommt das Heidekraut.

Lila bis zum Horizont.
Dazwischen warmes Licht, kleine Blüten und dieses Gefühl eines Spätsommertages, an dem die Sonne schon ein wenig tiefer steht. Das Lila wirkt hier fast wie ein Teppich, über den das goldene Licht der Sonne streicht.

Drei Bilder, drei völlig unterschiedliche Stimmungen – und doch verbindet sie dieselbe Farbe.

Vielleicht ist genau das das Schöne an Lila:
Es kann zart und leise sein,
üppig und wild,
oder warm und leuchtend.

Und vielleicht ist Lila deshalb eine Farbe für Träumer. Eine Farbe zwischen Himmel und Erde, zwischen Blau und Rot, zwischen Wirklichkeit und ein bisschen Fantasie.





Anne Seltmann 09.08.2026, 10.36

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