Tag: Ich seh rot 2016

Dienstag ist Rot-Tag – und heute musste es einfach passen
Manchmal sind die Funde für meinen Dienstag gar nicht
spektakulär.
So auch diesmal. Ein rotes Auto – mehr nicht. Kein besonderes Modell, kein
glänzender Auftritt, einfach nur… rot. Und genau das war ja die Voraussetzung.
Ich hätte vermutlich keinen zweiten Blick darauf geworfen,
wenn da nicht das Kennzeichen gewesen wäre.
FLU-R.
Und plötzlich wird aus einem eher unscheinbaren Auto doch noch etwas, das hängen bleibt. Diese kleinen Buchstabenkombinationen haben ja manchmal ihren ganz eigenen Charme. Man steht davor und überlegt kurz, ob da wohl mehr dahintersteckt oder ob es einfach nur ein Zufall ist, der zufällig gut aussieht.
Das Auto selbst erfüllt also eher brav seinen Zweck für mein Projekt. Aber das Kennzeichen – das durfte heute die Hauptrolle übernehmen.
So wird mein Dienstag zwar nicht aufregender, aber immerhin ein kleines bisschen interessanter. Und manchmal reicht das ja auch schon.
Anne Seltmann 05.05.2026, 06.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL


es ist nichts besonderes
und genau deshalb
bleibt es
ein ort
an dem niemand wartet
und trotzdem
alles möglich scheint
der tag
verliert hier nichts
er lässt nur los
ein wenig zeit
ein wenig atmen
und etwas
dass man nicht benennt
geht mit
ohne zu fragen
~*~
Anne Seltmann 28.04.2026, 08.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Kalender gestalten mit Herz
Meine derzeitige Vorbereitung für einen neuen Kalender:
Aus Ideen werden bei * Calvendo fertige Kalender – aus Bildern, die mir wichtig sind, und Themen, die bleiben. Die Möglichkeiten sind groß: ausprobieren, Serien entwickeln, die eigene Bildwelt zeigen. Für mich ist das längst ein fester Teil meiner kreativen Arbeit.
Und doch: Nicht jedes Motiv findet Anklang. Manches, von dem ich überzeugt bin, wird nicht angenommen – nicht immer nachvollziehbar. Natürlich spielen Geschmack und Trends eine Rolle. Trotzdem bleibt manchmal die Frage: Warum gerade dieses Projekt nicht?
Gleichzeitig gibt es die andere Seite: viele veröffentlichte Kalender, gute Sichtbarkeit – und vor allem Verkäufe. Die Resonanz bestätigt meinen Weg.
Besondere Highlights sind meine Auszeichnungen:
Mit meinem Kalender "Himmelsmagie in Ballonfarben"
erhielt ich mir drei weiteren Gewinnern den * "Der CALVENDO
KI-Kalender-Award 2025"
„Federzauber und Hochzeitsfreuden" (Projekt-ID: 2198994) Goldedition
„Visionen aus Linie und Raum" (Projekt-ID: 2222197) Goldedition
Das zeigt mir: Dranbleiben lohnt sich. Nicht jede Entscheidung verstehen – aber konsequent den eigenen Stil weitergehen.
Denn am Ende zählt das Gesamtbild.
Anne Seltmann 21.04.2026, 07.13 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Während unseres Aufenthalts in >> Rom << hatten wir das große Glück, im * Raganelli Hotel untergebracht gewesen zu sein – ein Ort, an den wir uns noch lange gern zurückerinnern werden.
Schon bei unserer Ankunft spürten wir, dass dieses Hotel mehr ist als nur eine Unterkunft. Wir wurden herzlich empfangen, fast so, als würde man nach einer langen Reise bei Freunden ankommen. Diese erste Begegnung setzte den Ton für unseren gesamten Aufenthalt. Was unseren Aufenthalt jedoch wirklich besonders gemacht hatte, war der außergewöhnliche Service. Das gesamte Team begegnete uns mit einer Herzlichkeit, die ehrlich und unaufgesetzt wirkte. Jede Frage wurde geduldig beantwortet, jeder Wunsch mit einem Lächeln erfüllt. Es waren oft die kleinen Gesten – ein freundliches Wort, ein hilfreicher Tipp, ein aufmerksamer Blick – die uns das Gefühl gaben, wirklich willkommen zu sein.
Selten hatten wir uns in einem Hotel so gut aufgehoben gefühlt. Es war diese Mischung aus Komfort, persönlicher Atmosphäre und echter Gastfreundschaft, die unseren Aufenthalt so besonders machte.
Als wir schließlich abreisten, nahmen wir nicht nur viele Eindrücke aus Rom mit, sondern auch die Erinnerung an einen Ort, an dem wir uns einfach wohlfühlen durften.




Anne Seltmann 07.04.2026, 07.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Manchmal bleiben meine Gedanken an ganz alltäglichen Dingen hängen. Neulich zum Beispiel am Postkasten – oder heißt es eigentlich Briefkasten? Während ich darüber nachdachte, merkte ich, dass ich beide Wörter ganz selbstverständlich benutze, ohne je wirklich darüber nachgedacht zu haben, woher sie kommen oder ob sie vielleicht sogar unterschiedliche Dinge meinen.
Der Briefkasten ist sprachlich der einfachere und ältere Begriff. Er beschreibt schlicht einen Kasten, in dem Briefe landen. Früher hing so ein Kasten meist direkt am Haus – dort, wo der Postbote seine Sendungen einwarf. Und genauso kennen wir ihn bis heute: als den kleinen Kasten an der Haustür oder am Gartenzaun.
Der Postkasten dagegen entstand mit der Entwicklung des organisierten Postwesens. Als im 19. Jahrhundert immer mehr Briefe verschickt wurden, stellte die Post öffentliche Kästen auf Straßen und Plätzen auf. In diese konnte man seine Briefe einwerfen, damit sie von der Post abgeholt und weitertransportiert wurden. Weil diese Kästen zur Post gehörten, nannte man sie Postkästen.
So hat sich im Alltag ganz still eine kleine Unterscheidung entwickelt:
Der Briefkasten hängt am Haus – der Postkasten steht auf der Straße.
Übrigens reicht die Idee solcher Einwurfkästen viel weiter zurück, als man denkt. Einer der ersten bekannten Briefkästen wurde bereits 1653 in Paris aufgestellt. Seitdem begleiten uns diese unscheinbaren Kästen durch den Alltag – meistens unbemerkt, manchmal aber auch voller kleiner Überraschungen.
Anne Seltmann 10.03.2026, 15.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Während des Zweiten Weltkriegs war der französische Pilot Antoine de Saint-Exupéry (Autor von Der kleine Prinz) von seiner Frau Consuelo getrennt. Ihre Beziehung war leidenschaftlich, kompliziert und voller Trennungen.
Consuelo erzählte später, dass Antoine ihr immer wieder rote Rosen schenkte – selbst in schwierigen Zeiten. Die Rose wurde für sie zum Symbol ihrer Liebe: schön, verletzlich, voller Dornen.
Viele Literaturhistoriker sehen in der Rose des „Kleinen Prinzen ein Symbol für Consuelo selbst – einzigartig, geliebt, manchmal schwierig, aber unersetzlich.
„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Die rote Rose wurde hier nicht nur zur Liebesgabe, sondern zu einem literarischen Symbol, das bis heute Millionen Menschen bewegt.
Eine reale Liebesgeschichte – Die Rose im Gefangenenlager
Anne Seltmann 03.03.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


enjoy your life,
flüstert der morgen
durch halb geöffnete vorhänge
nicht laut
nicht grell
eher wie staub im licht
enjoy your life,
sagt die tasse kaffee
in deiner warmen hand
bevor du rennst
bevor du planst
bevor du wieder funktionierst
es sind nicht die großen bühnen
nicht die perfekten tage
es ist der blick
der einen moment
nicht weiter schiebt
enjoy your life
jetzt
nicht später
nicht wenn alles stimmt
jetzt
wo es unordentlich
und echt ist
~*~
© Anne Seltmann

Juttas...
Anne Seltmann 24.02.2026, 08.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zu meiner Montags-Collage "MosaikMonday"fehlte noch das Lafayette, dass ich beim Stöbern meiner Bilder noch gefunden habe.
Die Galeries Lafayette sind mehr als ein Kaufhaus – sie sind ein Erlebnis mitten in Paris. Unter der berühmten gläsernen Kuppel treffen Eleganz, Mode und Architektur aufeinander. Zwischen Luxus, Design und Pariser Flair spürt man den besonderen Zauber dieses Ortes, der selbst zum Staunen einlädt – auch ganz ohne Einkaufstaschen.
Die Galeries Lafayette beeindrucken besonders durch ihre außergewöhnliche Glaskuppel, die das Innere mit farbigem Licht durchflutet und den Blick nach oben fast automatisch anzieht. Die kunstvoll gestalteten Jugendstil-Elemente machen sie zu einem architektonischen Highlight. Entworfen wurde das Kaufhaus von den Architekten Georges Chedanne und Ferdinand Chanut, die mit der Kuppel ein Bauwerk schufen, das bis heute Eleganz, Innovation und Pariser Grandezza vereint.
Je nach Jahreszeit ist die Kuppel festlich und fantasievoll geschmückt, was jeden Besuch aufs Neue besonders macht und dem Haus immer wieder ein anderes Gesicht verleiht.

Anne Seltmann 10.02.2026, 06.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Alles Theater
staub im licht
der probe
bretter
die schon mehr wissen
als wir
stimmen
wärmen sich
an fremden sätzen
ein schritt zu viel
und es wird rolle
kostüme hängen
geduldig
voller möglichkeiten
hinter dem vorhang
atmen wir anders
lampen
machen aus nervosität
präsenz
applaus
ist ein geräusch
für später
jetzt
stehen wir da
im spiel
und hoffen
dass etwas von uns
durchkommt
~*~

Anne Seltmann 27.01.2026, 14.09 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL