Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Tag

Weisheiten am Samstag N° 82













Anne Seltmann 20.12.2025, 06.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Internationaler Tag des Tees



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]


Der Tag des Tees passt für mich besonders gut in den Abend. Denn Tee ist für mich kein Wachmacher, sondern ein Zeichen dafür, dass der Tag langsam ausklingen darf. Wenn es draußen ruhiger wird und das Licht gedimmt ist, beginnt meine Zeit für eine Tasse Tee.

Ich trinke Tee fast ausschließlich abends. Dann, wenn keine Termine mehr warten und der Trubel des Tages hinter mir liegt. Während das Wasser erhitzt wird und der Tee zieht, entsteht ein kleiner Übergang – vom Müssen zum Dürfen, vom Außen ins Innen.

Ein milder Kräuter- oder Früchtetee, oder am allerliebsten den Kalahar (Rooibos-Tee)  gehört für mich einfach dazu. Warm, beruhigend und ohne Eile. In diesen Momenten brauche ich nichts weiter: kein Handy, keine Ablenkung, nur diese Tasse in meinen Händen und ein paar Minuten Ruhe.

Der Tag des Tees erinnert mich daran, wie wertvoll solche kleinen Abendrituale sind. Sie müssen nicht perfekt sein, nur regelmäßig. Und manchmal ist genau das der schönste Abschluss eines Tages – eine stille Tasse Tee, bevor die Nacht beginnt.





Anne Seltmann 15.12.2025, 11.23 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Freitag ist Fischtag N°33



[KI generiertes Bild / Text © Anne Seltmann]



Agneta saß am Küchentisch wie eine Statue mit Zöpfen und beleidigtem Blick. In ihrer Hand hing ein Fisch, der so schlaff und vorwurfsvoll wirkte, als wolle er sagen: "Na los, iss mich. Es ist Freitag. Das macht man so!"
Agneta hielt ihn von sich weg, als wäre er ein besonders unmotiviertes Wasserspielzeug. "Tradition hin oder her", murmelte sie, 2ich esse doch auch nicht jeden Mittwoch Rosenkohl, nur weil es mal jemand beschlossen hat.."

Ihre Mutter seufzte. "Agneta… Freitag ist nun mal Fischtag. Das war schon bei Oma so."
"Ja, und Oma glaubt auch, dass Brennnesseltee Charakter bildet", antwortete Agneta. "Trotzdem trinkt den keiner freiwillig."

Der Fisch baumelte in ihrer Hand und sah aus, als bereue er jede Entscheidung seines Lebens.
Agneta legte ihn auf den Teller. "Ich esse heute keinen Fisch. Der guckt so, als würde er gleich wieder anfangen zu erzählen, wie es auf dem Meeresgrund war."
Die Mutter verdrehte die Augen. "Was willst du denn dann essen?"
Agneta dachte kurz nach. "Pizza. Und ich nenne das einfach… bodenbewohnerfreundliche Alternative."

Genau in dem Moment vibrierte ihr Handy. Eine Sprachnachricht von Oma. Agneta drückte drauf.
"Kind! Wenn du keinen Fisch willst, dann iss eben keinen. Freitag ist Tradition, kein Vertrag! Ich ess grad Nougat. Küsschen!" Oma konnte wohl Gedanken lesen.

Agneta grinste breit, legte den Fisch zurück in die Schüssel und flüsterte: "Sorry, Flosse… wir beide passen heute einfach nicht zusammen."
Dann bestellte sie Pizza mit extra Käse.

Und der Fisch glotzte nur noch dekorativ.



© Anne Seltmann


Anne Seltmann 12.12.2025, 08.09 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 648







Nein, das ist kein Teil von mir, falls ihr fragen wolltet. 
Das wäre mir einfach zuviel Herz und überhaupt nicht mein Stil!
Gesichtet in einem Shop. 

Nun seid ihr dran! Welche Herzen habt ihr diesesmal im Gepäck?




Nächster Termin:
22. Dezember 2025









08.12.2025, 00.00 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Freitag ist Fischtag N°32



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Der Raum roch nach warmem Stroh und einem Hauch von Meer, als das Mädchen im roten Kleid den Marktplatz betrat. Ihr Haar fiel wie ein goldener Sturm über die Schultern, und in ihren Armen trug sie zwei Geschenke der Welt: einen frisch gefangenen Fisch und ein Bündel duftender Weizenähren.

Seit jeher hieß es im Dorf, sie könne hören, wie die Dinge miteinander sprechen. Nicht laut, nicht wie Menschen – eher wie ein leiser Gedanke, der sich in den Wind mischt. Und so erzählte der Fisch ihr noch von den Tiefen des Wassers, vom Glitzern der Strömung und den Schatten großer Schwärme. Die Weizenähren dagegen flüsterten von Sonne, trockenen Feldern und dem Tanz der Mohnblumen.

Die Leute sahen sie, nickten ehrfürchtig und machten ihr Platz, denn sie wussten: Wenn sie beides zusammenbrachte – das, was über dem Land wuchs, und das, was im Wasser lebte – dann würde der Winter milder werden. So war es jedes Jahr gewesen. Es war, als trüge sie eine alte Magie in sich, die niemand erklären konnte, aber jeder fühlte.

Sie stellte den Korb ab, hielt den Fisch ein wenig fester und lächelte sanft. Heute wollte sie das Gleichgewicht zwischen Erde und Wasser erneuern. Heute war der Tag, an dem die Elemente durch ihre Hände Frieden schlossen.

Und irgendwo zwischen Korn und Schuppen, zwischen Wind und Salz, begann die Welt ein kleines Stück heller zu leuchten.


© Anne Seltmann 






Anne Seltmann 05.12.2025, 08.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 81









Anne Seltmann 29.11.2025, 07.09 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Freitag ist Fischtag N°31




[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Unter der Oberfläche des Wassers lebten zwei Fische, beinahe durchsichtig vor Reinheit. Sie bewegten sich, als wären sie nicht aus Schuppen und Fleisch, sondern aus Atemzügen und Erinnerung. Niemand wusste, wie alt sie waren oder woher sie kamen. Manche sagten, sie hätten einst im Meer der Wünsche geschwommen, andere behaupteten, sie seien Träume, die den Schlaf verlassen hatten.

Sie waren untrennbar. Nicht weil sie einander brauchten, sondern weil sie einander verstanden. Der eine war Mut, der andere Gelassenheit. Wenn einer aufstieg, folgte der andere, wenn einer versank, hielt ihn der andere an der Flosse und führte ihn zurück ins Licht.

Über ihnen glitten Luftblasen wie Gedanken, die nie ausgesprochen wurden. Und während die Welt an der Oberfläche lärmerfüllte Tage und unruhige Nächte zählte, schufen die beiden ihren eigenen Rhythmus, langsam und still.

Manchmal kamen Menschen an das Glas ihres Aquariums, fasziniert von dieser ungewöhnlichen Schönheit. Sie sahen zwei Fische. Sie sahen Harmonie. Doch keiner erkannte, dass es in Wahrheit ein Versprechen war, das sie da betrachteten:

Immer weiterzuschwimmen. Auch dann, wenn alles schwer wirkt, wenn die Welt verschwommen erscheint, wenn man den Grund nicht sieht.

Denn die Fische wussten etwas, das die Menschen oft vergessen: Wer nicht aufgibt, der treibt nicht. Hey bleibt in Bewegung!

Und so schwammen sie weiter – leicht, lautlos und unerschütterlich. Als Erinnerung daran, dass man auch im tiefsten Wasser niemals allein ist.



© Anne Seltmann



Anne Seltmann 28.11.2025, 06.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Montagsstarter






 Kaum zu glauben, am Sonntag ist schon der 1. Advent.

 

 Ich habe nie den typischen Adventskranz, denn das ist mir zu langweilig.

 

 #Team mit oder ohne Teamgeist geht überhaupt nicht!? Wirkliche Teamarbeit ist eben nicht nur Arbeit im Team, sondern ganz wesentlich auch Arbeit am Team.

 

Der Start zum Grünkohlessen anfangs November hat bei und zu Hause Tradition.

 

 Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter weiterentwickelt, denn heute Morgen hat es heftig geschneit.

 

Weihnachtseinkäufe habe ich solange ich denken kann, immer recht früh schon  erledigt.

 

Im Kalender steht diese Woche eine OP am Gehirn des gemeinsamen besten Freundes an (wir drücken ganz doll die Daumen), außerdem habe ich am Donnerstag einen Friseurtermin geplant und ich freue mich auf das leckere Gericht des Lieblingsmenschen am Wochenende. Es ist nämlich sein Kochwochenende. Meines war gestern.




[Die beantworteten Satzfragmente habe ich in fett markiert]




Anne Seltmann 24.11.2025, 06.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Montagsherz N° 647







Je nachdem, wo man etwas bestellt, landet manchmal eine kleine Aufmerksamkeit im Paket. Bei mir war es diesmal ein Bonbon.
Da ich gerne der Herkunft von Wörtern nachspüre und wissen möchte, wo sie ihren Ursprung haben, habe ich natürlich gleich nachgeschlagen, woher das Wort Bonbon eigentlich kommt. (ich weiß das eigentlich auch)

Das Wort Bonbon hat einen überraschend einfachen und zugleich charmanten Ursprung.

Es kommt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich "gut-gut".

Das doppelte bon stammt vom französischen bon = "gut", und der Doppelklang sollte etwas besonders Leckeres und Liebenswertes ausdrücken – fast wie ein kindliches "mmm, lecker-lecker!".


Ursprünglich wurde es im 17. Jahrhundert in Frankreich verwendet, wahrscheinlich zuerst im höfischen Umfeld, wo Süßigkeiten und kleine Zuckerwaren als besondere Kostbarkeiten galten. Von dort aus verbreitete sich der Begriff in viele europäische Sprachen.

Kurz gesagt:

Bonbon heißt nichts anderes als "gut".

Weil es eben doppelt so gut schmecken soll.




Montagsherz...




Anne Seltmann 24.11.2025, 00.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sonntagsglück






1_Gelesen : "Der Freiwillige"

 

2_Gehört/Gesehen:  "Die Nürnberger Prozesse" (bestimmt zum 20zigsten Mal)

 

3_Erlebnis: einer meiner Enkelbuben hat mir ein Bild gemalt, weil es mir zurzeit nicht so gut geht!

 

4_Genuss: Grünkohl, Kasseler und Kartoffeln

 

5_Drinnen/Draußen: eher drinnen zurzeit

 

6_Web-Fundstück/e: Derzeit habe ich nichts auf Lager

 

7_Hobbys: Immer noch fotografieren, KI-Bilder generieren, Nähen, Stricken etc.

 

 

Die beantworteten Satzfragmente habe ich in fett markiert




Anne Seltmann 23.11.2025, 09.03 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL