Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Tag

Sonntagsglück





1. Gelesen: * "491 Tage: In den Tunneln der Hamas/Das erste Memoire einer befreiten israelischen Geisel"

Stell dir vor, du wirst plötzlich aus deinem Zuhause gerissen, getrennt von allem, was dir lieb ist – Familie, Routinen, Zukunft. Genau das passiert dem Autor am 7. Oktober 2023: Vor den Augen seiner Frau und Töchter wird er verschleppt und in ein labyrinthartiges Tunnelsystem geführt – Orte, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch dunkel sind. Das Buch ist kein politisches Statement, sondern ein eindringlicher Blick auf menschliche Erfahrung. Es erzählt von 491 Tagen Gefangenschaft: körperliche Schmerzen, Enge, Hunger, Angst – aber auch von den inneren Wegen, nicht zu zerbrechen. Der Autor schildert dies mit Klarheit, nicht mit Wut, und zeigt, wie Hoffnung zur täglichen Entscheidung wird und selbst kleinste Gesten von Menschlichkeit überlebenswichtig sein können.

Besonders ist die Menschlichkeit des Buches: Es geht um Überlebenswillen, Erinnerungen, die bleiben, und Sehnsucht nach einem Leben, das trotz allem weitergeht. Nüchtern und eindringlich hinterlässt es eine stille, tiefe Wirkung – ein Buch, das lange nachhallt.

2. Gehört/Gesehen | Gehört: Podcast * "Ronzheimer" Trumps Großangriff auf Iran: Ist Chamenei tot?  

Gesehen: * "Das Schloss aus Glas"   Romanverfilmung.

Die Verfilmung des New York Times- und Spiegel-Bestsellers von Jeannette Walls. Für Jeannette ist die Welt ein Abenteuer voller Wunder und Gefahren zugleich. Ihr Vater Rex holt ihr die Sterne vom Himmel, vertreibt die Schatten aus ihren Träumen und schenkt ihr Momente voller Magie. Hunger, ständige Umzüge, eine widerspenstige Mutter – all das scheint nebensächlich, solange die Familie zusammenhält. Doch hinter der Leichtigkeit lauert die harte Realität: Die Armut frisst sich in ihr Leben, die Versprechen des Vaters zerbrechen wie Glas, und die Welt, die sie sich aus Geschichten gebaut hat, wird auf die Probe gestellt.

 

4. Genuss: An diesem Wochenende gab es für zwei Tage Königsberger Klopse mit Kartoffeln und roter Beete. Wie lieben es!!!

5. Drinnen/Draußen: Nur zum Einkaufen und ein Arztbesuch hat mich nach draussen gebracht.

6. Webfundstücke: Keine
7. Hobbys: Ich strícke immer noch an meinem Pullover.



[* Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt !]


Das ist ein Lückentext. Vorgaben sind fettgedruckt









Anne Seltmann 01.03.2026, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

DAD-Dienstag N° 02






DaD ist ein Projekt von Jutta und vereint kreative digitale Gestaltungen.
Mein Bild wurde mit Photoshop erstellt.


Original








Anne Seltmann 24.02.2026, 10.40 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 91







Juttas...


Anne Seltmann 21.02.2026, 08.19 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

DAD-Dienstag N° 01


[Mit Photoshop erstellt]



[Das Original]


Es zeigt den Blick aufs Stettiner Haff. 

Direkt am Oderhaff, nur einen Spaziergang von der polnischen Grenze entfernt, liegt das kleine Fischerdorf Kamminke im Süden Usedoms. Zwei Jahre hintereinander haben wir hier unseren Urlaub zum Jahreswechsel verbracht – und jedes Mal hatte dieser Ort etwas ganz Besonderes.

Schon die Lage ist beeindruckend: Hoch über dem Kleinen Haff schmiegen sich die Häuser an das Steilufer, dazwischen terrassenförmig angelegte Gärten. Wenn man oben steht und über das weite Wasser des Oderhaffs (Stettiner Haff) bis hinüber zur Festlandküste bei Ueckermünde blickt, fühlt sich alles plötzlich ganz ruhig und weit an – besonders in der klaren Winterluft rund um den Jahreswechsel.






Der Name Kamminke stammt vom slawischen Wort „Kamen und bedeutet „Steinort. Noch heute spürt man hier die Geschichte des kleinen Fischerdorfes. Unten am Ufer sieht man häufig aufgespannte Reusen, und ein Denkmal an der Mole erinnert an die Zeit, in der die Fischerei den Ort prägte. Selbst im Winter hat der kleine Hafen seinen eigenen Charme – still, manchmal leicht neblig, fast ein wenig verträumt.

Was uns besonders gefallen hat, ist diese Mischung aus Weite und Geborgenheit. Der flache Strand am Haff wirkt selbst in der kalten Jahreszeit einladend, und lange Spaziergänge entlang der Küste bis zur polnischen Grenze gehören für uns inzwischen einfach dazu. Man läuft, redet, atmet die klare Luft – und merkt, wie gut diese Ruhe tut.

Vom Hafen aus starten in der Saison Ausflugsdampfer nach Stettin oder Neuwarp, doch wir haben Kamminke vor allem als Ort der Entschleunigung erlebt. Gerade zum Jahreswechsel, wenn anderswo Trubel herrscht, findet man hier Gelassenheit, Weite und dieses besondere Licht über dem Wasser.

Kamminke ist kein lauter Ort. Vielleicht ist es genau das, was ihn für uns so besonders macht – und warum wir gleich zweimal wiedergekommen sind.




Anne Seltmann 17.02.2026, 06.58 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 653






Groß war mein Erstaunen, als am vergangenen Montag ein kleines Päckchen bei mir ankam. Ich hatte doch gar nichts bestellt – jedenfalls nicht bewusst. Manchmal verliert man bei allzu langen Lieferzeiten ja selbst den Überblick.
Doch diesmal war es etwas ganz anderes. Mit so einer Überraschung hatte ich überhaupt nicht gerechnet: Die kleine Herzvase, die ich zuvor bei der lieben Anett  (Diamantin´s Fotowelt) kommentiert hatte, weil sie mir so außergewöhnlich gut gefiel, lag plötzlich genau dort – in diesem Päckchen. Die Überraschung war riesig. Und die Freude erst recht.

Leider hatte ich gerade kein echtes Blümchen parat, so dass zur Demonstration diese Filzblume herhalten musste!  

An dieser Stelle nochmal meinen herzlichsten Dank!





Montagsherz...



16.02.2026, 00.00 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 90





Ich wünsche meinen Leser*innen
einen valentinstastischen Tag!


Juttas...


Anne Seltmann 14.02.2026, 07.01 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Es war Freitag, der 13.



[KI generiert / Text © Anne Seltmann]





Die Menschen waren nervös. Sehr nervös.

Nur eine nicht.

Oben auf der alten Backsteinmauer saß Minka.
Schwarz. Glänzend. Mit einem Blick, der irgendwo zwischen
„Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst
und „Wo ist mein Frühstück? lag.

Herr Meier kam aus dem Haus, blieb abrupt stehen –
und sah direkt in ihre gelben Augen.

„Na toll, murmelte er. „Eine schwarze Katze.

Er drehte sich um, um einen Umweg zu gehen –
und lief direkt gegen seine eigene Mülltonne.

Klong.

Minka blinzelte.
Das hatte sie nun wirklich nicht geplant.

Ein paar Häuser weiter ließ Frau Kruse vor Schreck ihren Schlüssel fallen,
nur weil Minka ihren Schwanz minimal bewegte.
Minimal!

„Das ist ein Zeichen! flüsterte jemand hinter dem Vorhang.

Ein Zeichen?
Minka putzte sich demonstrativ die Pfote.
Das einzige Zeichen hier war:
„Bitte mehr Thunfisch.

Doch dann wurde es interessant.

Herr Meier fand in seiner zerknitterten Jackentasche
einen längst vergessenen Zehn-Euro-Schein.
Frau Kruse bekam einen überraschenden Anruf mit guten Nachrichten.
Und der Postbote brachte ein Paket, das viel früher kam als angekündigt.

Langsam merkten die Menschen:
Vielleicht war Minka gar kein Unglücksbringer.

Vielleicht war sie einfach nur…
eine Katze.

Oben auf der Mauer streckte sie sich genüsslich,
ließ ihren Blick über die aufgeregte Nachbarschaft schweifen
und dachte – falls Katzen in ganzen Sätzen denken:

„Freitag, der 13.?
Ich sitze hier jeden Freitag.
Ihr seid nur heute besonders dramatisch.

Dann sprang sie elegant von der Mauer
und verschwand –
um vermutlich irgendwo anders
unschuldig Chaos verursacht zu haben.


© Anne Seltmann

 




Anne Seltmann 13.02.2026, 06.18 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 89










Anne Seltmann 07.02.2026, 04.55 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 652







Die bemalten Steine – kleine Zeichen mit großer Wirkung

Die Aktion, bei der bemalte Steine im öffentlichen Raum ausgelegt wurden, entstand aus dem Wunsch heraus, Menschen im Alltag ein unerwartetes, positives Zeichen zu schenken. Ursprünglich ging es weniger um Kunst im klassischen Sinn als um Gemeinschaft, Achtsamkeit und ein stilles Miteinander. Wer einen Stein fand, durfte sich freuen, ihn behalten oder weitertragen und an einem anderen Ort wieder auslegen.

Besonders während schwieriger Zeiten – etwa in Phasen sozialer Distanz – wurden die Steine zu kleinen Botschaftern: Sie zeigten, dass jemand an jemanden denkt, ohne zu wissen, wer es sein wird. Farben, Symbole oder kurze Worte machten aus gewöhnlichen Steinen persönliche Glücksmomente.

So wurde aus einer einfachen Idee eine stille Bewegung: anonym, freundlich, niedrigschwellig. Die bemalten Steine verbanden Menschen, ohne dass sie sich begegnen mussten – und erinnerten daran, dass selbst kleine Gesten Spuren hinterlassen können.


Ursprung: ca. 2015 in den USA

Name: Kindness Rocks Project



Nächster Termin:

16. Februar 2026










Anne Seltmann 02.02.2026, 00.00 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 88








Juttas...


Anne Seltmann 31.01.2026, 07.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL