Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag:

Tag der Hühnernudelsuppe – National Chicken Noodle Soup Day in den USA



[KI generiert]




Es gibt ja wirklich für alles einen Gedenktag. Für den Kaffee. Für die Katze. Für den verlorenen Socken vermutlich auch bald. Aber heute hat mich ein ganz besonderer Feiertag überrascht: In den USA feiert man den „National Chicken Noodle Soup Day – den Tag der Hühnernudelsuppe.

Ich stelle mir vor, wie irgendwo in Amerika Menschen feierlich vor einem dampfenden Suppentopf stehen und ehrfürchtig sagen:
„Heute… ist ihr Tag.

Die Hühnernudelsuppe ist ja ohnehin ein erstaunliches Wesen.
Sie kann trösten, wenn man krank ist.
Sie kann wärmen, wenn es draußen kalt ist.
Und sie kann plötzlich überall auftauchen, sobald jemand nur leise sagt: „Ich glaube, ich bekomme eine Erkältung.

Interessant ist allerdings, dass in der Suppe kein einziges Huhn freiwillig sitzt. Trotzdem gilt sie weltweit als Symbol für Fürsorge und Wohlbefinden. Ein kleines kulinarisches Paradox.

Ich stelle mir gerade ein Huhn vor, das neugierig über den Rand eines Suppentopfes schaut und denkt:
„Moment mal… das riecht hier verdächtig nach Verwandtschaft.

Aber lassen wir das lieber.

Fest steht:
Die Hühnernudelsuppe ist vermutlich die einzige Suppe der Welt, die gleichzeitig Hausmittel, Trostpflaster und kulinarische Umarmung sein kann.

Und falls Sie heute zufällig eine essen:
Tun Sie es mit Würde.

Schließlich ist heute ihr Feiertag.







Anne Seltmann 13.03.2026, 08.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 09







zwischen mauern

ein kaum sichtbarer spalt

 

lange
war dort
nur schatten

 

staub
ein wenig wind
manchmal regen

 

dann

eines morgens

ein grüner gedanke

 

der sich
durch den engen riss
nach oben tastet

 

zögernd
aber unbeirrbar

 

als wüsste er
dass selbst mauern
nicht ewig sind

 

und plötzlich

mitten im grau

steht er da

ein löwenzahn

 

leuchtet

als hätte jemand
eine kleine sonne
im stein vergessen

~*~

© Anne Seltmann








Anne Seltmann 12.03.2026, 13.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 58



[KI generiert]




Ich muss ja immer haushalten mit Katzenfotos, da ich eine Katzenallergie habe. An manchen Tagen geht es, an anderen ist meine Atemnot schlimm und meine Augen sind arg verklebt.

Deshalb heute wieder mal ein KI generiertes Kätzchen.

Und so könnte sich die Geschichte zugetragen haben:  

Der Plan war eigentlich ganz einfach!

Ich wollte nur kurz ein Foto vom gemütlichen Sessel machen. Doch dann hörte ich ein leises Plopp – so klingt es ungefähr, wenn eine Katze plötzlich beschließt, mitten ins Geschehen zu springen.

Und da stand sie. Mitten auf dem Sessel. Direkt vor der Kamera. Mit einem Gesichtsausdruck, als hätte sie gerade entdeckt, dass Menschen heimlich Kühlschränke öffnen können.

Langsam beugte sie sich nach vorne. Ihre Nase kam näher… und näher… und noch näher…

Plötzlich bestand die ganze Welt nur noch aus Schnurrhaaren, Nase und zwei riesigen Augen. Sie starrte in die Kamera, völlig fassungslos. In ihrem Kopf lief vermutlich gerade ein komplizierter Gedankengang:

„Moment…

Da sitzt ein Mensch. Der hält eine kleine schwarze Kiste. Die Kiste macht Klick. Also… gehört die Kiste jetzt mir? Sie schnupperte misstrauisch. Die Kamera klickte.

 Und genau in diesem Moment entstand dieses Foto – der Augenblick, in dem eine Katze feststellte, dass sie vielleicht gerade zu nah an etwas sehr Merkwürdigem dran ist.

 Danach setzte sie sich hin, putzte seelenruhig ihre Pfote und tat so, als hätte sie uns alle genau beobachtet.

Nicht umgekehrt!



[Christianes Doseninhalte]





Anne Seltmann 11.03.2026, 16.20 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen



Geheimnis am Morgen


Am frühen Morgen trat ich auf den schmalen Balkon meines kleinen Studios am Hafen.
Der Himmel war noch bleich, doch am Horizont färbte sich der Sonnenaufgang langsam orange. Die Wellen schlugen rhythmisch gegen die Kaimauer und spülten den feuchten Tang an das Ufer.
Ich lehnte mich vorsichtig gegen die kalte Metallbrüstung und verschränkte meine Arme davor. Ein kurzer Blick in die Gasse unter mir ließ meine alte Unruhe wieder aufflammen.Gerade als ich mich wieder umdrehen wollte, hörte ich ein seltsames Klappern hinter der Tür. Neugierig öffnete ich sie und blieb abrupt stehen.
Mitten im Raum lag ein alter Ledekoffer, den ich dort noch nie gesehen hatte. Zögernd kniete ich mich daneben und öffnete langsam den Deckel. Eigentlich hatte ich heute Morgen nur vor, das Studio gründlich zu putzen. Schließlich sollten später neue Mieter kommen und alles sollte ordentlich wirken. Doch jetzt fragte ich mich, wer den Koffer hier vergessen hatte. Draußen rauschten weiterhin die Wellen, als ob das Meer selbst mein Rätsel beobachten würde.






[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]



Hast du auch Lust auf eine freche Schreib-Spielerei von Manuela – und das jeden Dienstag?
Dann misch mit!

Manuela startete in ihrem Blog ein Projekt für alle, die Spaß am Schreiben haben – ganz ohne Perfektionsdruck. Jede Woche gibt es einen neuen Lückentext: mal lustig, mal spannend, manchmal herrlich verrückt. Du füllst die freien Stellen mit deinen eigenen Ideen und schon entsteht deine ganz persönliche Kurzgeschichte.

So funktioniert Manuelas Projekt:

Lies den Lückentext der Woche (keine Ausreden! ).

Fülle die Lücken – spontan, kreativ oder völlig überdreht. Alles ist erlaubt!

Teile deine Version:

  • direkt als Kommentar unter ihrem Blogpost
  • oder auf deinem eigenen Blog (verlinke dann zu Manuela).

Also los – Tastatur warmmachen und zeigen, was in dir steckt!




Anne Seltmann 10.03.2026, 16.24 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 256/2026






Leider weiß ich nicht mehr wo ich diesen Postkasten entdeckt habe.

Manchmal bleiben meine Gedanken an ganz alltäglichen Dingen hängen. Neulich zum Beispiel am Postkasten – oder heißt es eigentlich Briefkasten? Während ich darüber nachdachte, merkte ich, dass ich beide Wörter ganz selbstverständlich benutze, ohne je wirklich darüber nachgedacht zu haben, woher sie kommen oder ob sie vielleicht sogar unterschiedliche Dinge meinen.

Der Briefkasten ist sprachlich der einfachere und ältere Begriff. Er beschreibt schlicht einen Kasten, in dem Briefe landen. Früher hing so ein Kasten meist direkt am Haus – dort, wo der Postbote seine Sendungen einwarf. Und genauso kennen wir ihn bis heute: als den kleinen Kasten an der Haustür oder am Gartenzaun.

Der Postkasten dagegen entstand mit der Entwicklung des organisierten Postwesens. Als im 19. Jahrhundert immer mehr Briefe verschickt wurden, stellte die Post öffentliche Kästen auf Straßen und Plätzen auf. In diese konnte man seine Briefe einwerfen, damit sie von der Post abgeholt und weitertransportiert wurden. Weil diese Kästen zur Post gehörten, nannte man sie Postkästen.

So hat sich im Alltag ganz still eine kleine Unterscheidung entwickelt:

Der Briefkasten hängt am Haus – der Postkasten steht auf der Straße.

Übrigens reicht die Idee solcher Einwurfkästen viel weiter zurück, als man denkt. Einer der ersten bekannten Briefkästen wurde bereits 1653 in Paris aufgestellt. Seitdem begleiten uns diese unscheinbaren Kästen durch den Alltag – meistens unbemerkt, manchmal aber auch voller kleiner Überraschungen.






Anne Seltmann 10.03.2026, 15.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

DAD-Dienstag N° 03




Mit Photoshop bearbeitet


Original



Hier zeige ich euch das Schloss Dyck. Das Schloss ist einer der bedeutendsten Wasserschlösser im Rheinland. Von 1995 bis 2000 war Schloss Dyck als Schloss Friedenau Außendrehort der Seifenoper Verbotene Liebe. Die Parkanlage wurde ab 1794 unter Fürst Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck (1773–1861) im Stile eines englischen Landschaftsgartens gestaltet, der Barockgarten aus dem 18. Jahrhundert wurde damit aufgegeben. Weitere Bilder findest du >> HIER << 







Anne Seltmann 10.03.2026, 05.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

MosaicMonday 2026 N° 05



Das Wochenblatt – ein nicht mehr aktives Naturprojekt von >> Jutta <<

Der Name „Wochenblatt ließ zunächst an eine Zeitung denken. Doch das Projekt von Jutta hatte mit einer gedruckten Wochenzeitung nichts zu tun. Ihr Wochenblatt bestand nicht aus Papier und Druckerschwärze, sondern aus echten Blättern aus der Natur.

Jutta sammelte jede Woche ein Blatt auf ihren Spaziergängen. Es konnten Blätter von Bäumen, Sträuchern oder anderen Pflanzen sein, die ihr gerade ins Auge fielen. Jedes dieser Blätter erzählte seine eigene kleine Geschichte: von der Jahreszeit, vom Wetter oder von dem Ort, an dem es gefunden wurde.

So entstand Woche für Woche ein ganz besonderes „Wochenblatt. Statt Nachrichten aus Politik oder Weltgeschehen zeigte es Veränderungen in der Natur. Mal war ein Blatt frisch und leuchtend grün, mal begann es sich zu verfärben, und später im Jahr fanden sich vielleicht trockene, raschelnde Herbstblätter.

Das Projekt lud dazu ein, genauer hinzuschauen und die kleinen Veränderungen in der Natur wahrzunehmen. Ein einziges Blatt pro Woche reichte aus, um zu sehen, wie sich die Jahreszeiten langsam wandelten.

Juttas Wochenblatt war damit eine schöne Erinnerung daran, dass die Natur ihre eigenen Geschichten schrieb – man musste nur aufmerksam genug sein, sie zu entdecken.







Anne Seltmann 09.03.2026, 07.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Leben mit Büchern 2026 N° 01




Rezension zu „491 Tage: In den Tunneln der Hamas von Eli Sharabi

Ich lese viel. Sehr viel. Bücher begleiten mich seit Jahren – durch ruhige Tage, lange Abende und unzählige Geschichten. Manche berühren, manche erschüttern, manche bleiben eine Weile im Kopf. Aber eines ist mir noch nie passiert: dass ich beim Lesen plötzlich weinen musste.

Bis zu diesem Buch.

Als ich die letzten Seiten von 491 Tage: In den Tunneln der Hamas von Eli Sharabi erreichte, geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich musste das Buch kurz aus der Hand legen, weil mir die Tränen kamen. Nicht nur ein flüchtiges Schlucken oder feuchte Augen – es war ein richtiger emotionaler Ausbruch. Eine Welle aus Traurigkeit, Mitgefühl und Fassungslosigkeit.

Vielleicht lag es daran, dass dieses Buch keine Distanz zulässt. Während des Lesens wird einem immer wieder bewusst, dass das hier keine erfundene Geschichte ist, kein literarisches Konstrukt, sondern das reale Erleben eines Menschen. Die Vorstellung, 491 Tage in den Tunneln der Hamas gefangen zu sein, ist kaum zu begreifen. Und doch schafft es Eli Sharabi, diese Zeit so zu schildern, dass man sie zumindest ahnen kann – die Dunkelheit, die Angst, die Hoffnung, die sich manchmal nur an winzige Momente klammert.

Was mich am meisten getroffen hat, war nicht nur das Leid selbst, sondern die Menschlichkeit, die zwischen den Zeilen sichtbar wird. Die Verletzlichkeit, die Würde, das Festhalten an einem inneren Kern, selbst unter Umständen, die kaum vorstellbar sind.

Als ich mich dem Ende näherte, spürte ich eine immer stärker werdende emotionale Spannung. Und dann, auf den letzten Seiten, brach etwas auf, das ich beim Lesen noch nie erlebt hatte. Ich weinte – nicht nur um das, was Eli Sharabi durchmachen musste, sondern auch um das Bewusstsein, wie zerbrechlich menschliches Leben und Sicherheit sein können.

Dieses Buch hat mich tief berührt. Es hat mich innehalten lassen. Und es hat mir gezeigt, dass Literatur – oder in diesem Fall ein Zeugnis – die Kraft hat, eine Tür zu öffnen, hinter der Empathie, Schmerz und Mitgefühl gleichzeitig stehen.

Ich habe schon viele Bücher gelesen. Aber noch keines hat mich so emotional überwältigt wie dieses.




LmB...




Anne Seltmann 08.03.2026, 08.17 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Black and White März 2026



[Nikon Z 50]




pusteblumen

 

am morgen

tragen sie

ihr weißes flüstern

 

als hätte die nacht

tausend kleine

schirme geöffnet

 

über dem gras

 

ein wind

kommt vorbei

ohne eile

 

fragt nicht

 

nimmt nur

ein paar möglichkeiten

mit

 

und plötzlich

ist die wiese

 

voller lücken

 

in denen

neue wege

denken 

~*~

© Anne Seltmann













Anne Seltmann 07.03.2026, 09.32 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

1000 Fragen an dich selbst 631-640



 

1.      Welcher Film ist für dich der beste/ schlechteste Film, der jemals produziert wurde?

Ich kann mich nicht entscheiden, es sind so viele!

 

2.      Ist jeder Tag ein neuer Anfang?

Aber ja! Es bedeutet nicht unbedingt, dass sich über Nacht alles verändert. Aber jeder Tag gibt dir eine neue Chance, etwas anders zu machen als gestern

 

3.      Wo gehst du beim ersten Date am liebsten hin?

Nun, da es keine Dates mehr gibt, erübrigt sich meine Antwort.

 

4.      Wann musstest du dich zuletzt zurückhalten?

Bei Schokolade, denn da kommt ganz schön viel Hüftgold zusammen.

 

5.      Kannst du jemanden imitieren?

Ja und zwar Inge Meysel.

 

6.      Was hättest du viel früher tun müssen?

Ich wüsste da grad nix.

 

7.      Singst du im Auto immer mit?

Ja, wenn ich allein bin und dann ganz schön laut!

 

Mit wem würdest du gern tauschen?

8.      Mit niemandem! Ich bin ich und das ist gut so!

 

9.      Wann hast du zuletzt heftig gejubelt?

Das ist ganz schön lange her  (4Jahre) und zwar, als mein Enkelmädchen geboren wurde.

 

10.Wie läuft es in deinem Liebesleben?

Diese Frage ist indiskret!






Anne Seltmann 07.03.2026, 08.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL