Niwibo sucht...rosa











Rosa ist eine Farbe, die oft unterschätzt wird. Zu weich, zu lieblich, zu harmlos – so lauten die schnellen Urteile. Doch Rosa ist kein leiser Nebenklang. Es ist eine Farbe mit Erinnerung, Widerspruch und erstaunlicher Tiefe.

Rosa entsteht aus Rot und Weiß, aus Energie und Ruhe. Vielleicht liegt genau darin seine Kraft: Es schreit nicht, es drängt sich nicht auf, aber es bleibt. Rosa wirkt dort, wo andere Farben schon fertig sind. Es berührt, statt zu überzeugen.

In der Kunst taucht Rosa immer wieder dort auf, wo Grenzen verschwimmen. Zwischen Ernst und Spiel, Stärke und Verletzlichkeit, Realität und Traum. Rosa kann trösten, aber auch irritieren. Es kann kindlich wirken oder radikal modern. Je nach Kontext verändert es seine Haltung – fast wie ein Chamäleon der Gefühle.

Gerade in surrealen Bildwelten entfaltet Rosa eine besondere Wirkung. Es macht das Ungewöhnliche zugänglich, ohne es zu erklären. Es lädt ein, genauer hinzusehen, sich einzulassen, statt sofort zu verstehen. Rosa öffnet Räume.

Vielleicht ist Rosa deshalb heute wieder so präsent: weil es keine eindeutige Antwort gibt. Weil es erlaubt, weich zu sein, ohne schwach zu wirken. Und weil es daran erinnert, dass nicht alles laut sein muss, um Bedeutung zu haben.



Niwibo sucht...





Anne Seltmann 02.02.2026, 06.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: Niwibo sucht, rosa, Farben, Niwibo,

Montagsherz N° 652







Die bemalten Steine – kleine Zeichen mit großer Wirkung

Die Aktion, bei der bemalte Steine im öffentlichen Raum ausgelegt wurden, entstand aus dem Wunsch heraus, Menschen im Alltag ein unerwartetes, positives Zeichen zu schenken. Ursprünglich ging es weniger um Kunst im klassischen Sinn als um Gemeinschaft, Achtsamkeit und ein stilles Miteinander. Wer einen Stein fand, durfte sich freuen, ihn behalten oder weitertragen und an einem anderen Ort wieder auslegen.

Besonders während schwieriger Zeiten – etwa in Phasen sozialer Distanz – wurden die Steine zu kleinen Botschaftern: Sie zeigten, dass jemand an jemanden denkt, ohne zu wissen, wer es sein wird. Farben, Symbole oder kurze Worte machten aus gewöhnlichen Steinen persönliche Glücksmomente.

So wurde aus einer einfachen Idee eine stille Bewegung: anonym, freundlich, niedrigschwellig. Die bemalten Steine verbanden Menschen, ohne dass sie sich begegnen mussten – und erinnerten daran, dass selbst kleine Gesten Spuren hinterlassen können.


Ursprung: ca. 2015 in den USA

Name: Kindness Rocks Project



Nächster Termin:

16. Februar 2026










Anne Seltmann 02.02.2026, 00.00| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: Montagsherz