Ausgewählter Beitrag

Projekt: Leben mit Büchern N° #42/2018




N° #42/2018




Klappentext:

Als die Deutschen am 20. April 1940 in der südnorwegischen Kleinstadt Flekkefjord einmarschieren, muss sich jeder Bürger am Straßenrand aufstellen. Die Norweger befolgen zwar den Befehl, drehen den Soldaten aber den Rücken zu. Doch Jorna, die siebzehnjährige, lebenslustige und mutige Jorna, kann nicht widerstehen – sie sieht sich um, dreht ihren Kopf und schaut hin. In diesem Augenblick geht ein junger Soldat an ihr vorbei, und das Schicksal nimmt seinen Lauf…

 

Halldis Engelhardt, die Tochter von Jorna, erzählt sehr einfühlsam die Geschichte ihrer Eltern. Nach dem Tod ihrer Mutter, begann Jorna die Geschichte ihrer Eltern zu recherchieren, denn sie kannte so gut wie nichts über deren Vergangenheit. Über die Zeiten des Krieges wurde sowieso sehr wenig gesprochen oder auch geschwiegen.

Berührend ist die Geschichte zweier Menschen aus zwei Nationen, zweier Menschen deren Liebe nicht sein durfte. Eine Liebe zwischen einer Deutschen und einem norwegischen Soldaten. Solche Mädchen nannte man die "Deutschenmädchen". Sie wurden verachtet und gemieden. So auch Jorna.

Dazu muss man wissen, dass junge Frauen, die sich mit einem Besatzungssoldaten einließen, brutalster Verfolgung ausgesetzt waren. Sie wurden misshandelt, kahlgeschoren, teils vergewaltigt oder nackt durch die Straßen getrieben.

Wie schön aber, dass die Liebe zwischen Jorna und ihrem Soldaten alles überdauerte und ein Leben lang hielt.









Anne Seltmann 10.02.2020, 06.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Pat

Diese Kriegsgeschichten machen mich immer traurig, auch wenn sie von der Liebe erzählen. Es war eine so grausame Zeit, die heute so präsent ist wie nie zuvor.
Beruht diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit?

vom 10.02.2020, 19.52
Antwort von Anne Seltmann:

Das Buch liest sich aber gut und lässt keinen Moment der Tränen zu!
Halldis Engelhardt, die Tochter von Jorna, erzählt sehr einfühlsam die Geschichte ihrer Eltern, wobei vieles aber auch fiktiv ist, da sie ja so gut wie nichts aus der Zeit ihrer Eltern wusste.

2. von Kirsi

Oh Anne das Buch ja es spricht mich auch sehr an. Ich habe etwas ähnliches vor einiger Zeit gelesen, da ging es dann aber um eine Liebe zwischen einer Deutschen und einem amerikanischen Soldaten der auch noch farbig war ... der Krieg war zwar vorbei aber toleriert wurde so etwas eben noch nicht.
Liebe Grüße
Kirsi

vom 10.02.2020, 12.32
1. von eva

Liebe Anna,
dieses Buch spricht mich sehr an auch deine Bescheibung gefällt mir sehr gut.
Ja, ich weiss, wie in Stuttgart die einmarschierenden Soldaten "gewütet" haben.
Insbesondere haben sich hier die Franzosen mit den Marokanern nicht sehr gut aufgeführt.
Aber das ist nun mal Krieg und die Deutschen haben sich vorher ja auch nicht so gut benommen.
Danke für die Beschreibung, ein Buch, das ich mir wohl zulegen werde.

Lieben Gruß Eva


vom 10.02.2020, 07.45
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