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Tag: abc etueden

abc etueden – Etüdensommerpausenintermezzo









Und weiter geht es mit den abc-Etueden...diesmal als Etuedensommerpausenintermezzo. Bisher waren 10 Sätze erlaubt, aber zu diesem Intermezzo darf man schreiben bis der Arzt kommt 

Wortvorgaben sind folgende, aus denen man sich 10 herauspflücken darf:


  1. Ablenkungsmanöver
  2. Baggersee
  3. Biedermeierschränkchen
  4. Federkleid
  5. Firlefanz
  6. Fischkonservenfabrik
  7. Fußfessel
  8. Kirchturmspitze
  9. Liebe
  10. Luxusproblem
  11. Ohrring
  12. Räumungsklage
  13. Sachertorte
  14. Tanztee
  15. Unterwasserkönig

 

Fasching liebte sie schon, als sie Kind war. Sie erinnerte sich gerne an diese unbeschwerte Zeit, an die Vorfreude, wenn Mutter ihr Faschingskostüme nähte. Mutter war ja von Haus aus Schneiderin. Und immer wenn Mutter nähte, fiel ihr das Kinderlied ein "Ein Schneider fing ne Maus, ein Schneider fing ne Maus, ein Schneider fing ne Mausemaus, Mi-Ma-Mausemaus, ein Schneider fing ne Maus."und sie sang es im Takt zum Rattern der Nähmaschine.

Sie erinnerte sich an ein Jahr, als sie unbedingt ein Federkleid wollte, eines das in Regenbogenfarben leuchtete. Ihre Freundin würde zum Faschingsfest als Unterwasserkönig gehen. Wie blöd war das denn, dachte sie damals. Schließlich war sie ja ein Mädchen. Egal, sie wollte sich erst einmal so richtig um ihre Verkleidung kümmern. Dazu musste sie ihre Mutter überreden mit ihr in die Stadt zu gehen, denn zu ihrem Kostüm mussten unbedingt ein Ohrring in Silber und in Gold her. Doch ihre Mutter machte ihr einen Strich durch die Rechnung und meinte, dass so ein Firlefanz nicht gekauft wird. Immer dann, wenn sie sich etwas ganz doll wünschte, legte ihre Mutter eine unsichtbare Fußfessel um. Bei aller Liebe, sie würde an die Ohrringe kommen, egal wie, grummelte sie damals vor sich hin. In der Kleinstadt, in der sie lebte gab es einen Juwelier und dort hatte sie erst welche gesehen, die ihr besonders gut gefielen. Aber ihr Sparschwein gab nichts her, also musste sie sich etwas überlegen, wie sie an Geld kam. Mutter hob in der untersten Schublade ihres Biedermeierschränckchen unter den vielen Brokatdeckchen Geld in einem Briefumschlag auf. Der Plan, etwas davon zu nehmen, reifte immer mehr ihn ihr.  Nun saß Mutter aber ständig an ihrer Nähmaschine, die nicht unweit vom Biedermeierschränkchen stand und das hieß ein Ablenkungsmanöver zu zelebrieren.

Meister Zufall kam ihr geradezu über den Weg gelaufen, als der Postmann klingelte. Sie freute sich wie eine Schneekönigin, als sie hörte, dass Mutter für den nächsten Tag eine Einladung zum Tanztee von ihrer besten Freundin bekam.  Ha, hoffentlich bleibt sie lange weg und gönnt sich auch mal mehr als bloß eine Sachertorte, dachte sie.

Der Tag wollte und wollte nicht enden, nervös blickte sie immer wieder auf die Uhr. Die Zeiger schienen sie anzugrinsen und mit jedem Tick tack scheinbar zu verhöhnen. Nach gefühlten Ewigkeiten brach der Abend an und so früh und so gerne ist sie noch nie zu Bett gegangen. Sie dachte bei sich, wenn ich ganz schnell einschlafe, dann ist auch schon gleich der nächste Tag da.

 

Gegen 6:30 klingelte ihr Wecker…es war Montagmorgen. Genauer gesagt Rosenmontag. Sie schlug die Augen auf, räkelte sich und überlegte gerade, was sie geträumt hatte. Ohjeee, wieder so ein Traum aus ihrer Kindheit. Sie musste das unbedingt einmal analysieren lassen. Normal war das nicht, dass sie immer den gleichen Traum hatte. Sie ging in die Stube und schaute Richtung Biedermeierschränkchen, welches sie von ihrer Mutter geerbte hatte. Sie zog an der untersten Schublade und nahm den Brief heraus, der dort schon seit Ewigkeiten lag. Und obwohl sie Zeile für Zeile kannte, las sie ihn dennoch.

"Mein liebes Kind!" 

Natürlich habe ich gemerkt, dass du an meiner Geldreserve warst und ich bin stolz auf dich, dass du nichts genommen hast, auch wenn die Verlockung noch so groß war. Ich weiß, wie sehr du dir Ohrringe gewünscht hast…"

 

Neben diesem Brief lagen sie also, die damals heißersehnten Ohrringe. Einer in Gold, der andere in Silber.

Wie gut, dass sie noch einmal in die Schublade geschaut hatte. Denn ihr fehlte noch ein wichtiges Accessories für das heutige Faschingsfest... die Ohrringe. Das Faschingsfest stand ganz unter dem Motto "Unterwasserwelten" und sie würde als Unterwasserkönig gehen. Jawoll ja!  




Habt Nachsicht mit mir, ihr Schreiberlinge. Das ist keine perfekte Geschichte. Letztendlich soll sie einfach nur Spaß machen...in erster Linie nämlich mir.  Ach ja und schlussendlich: Für sämtliche Füllwörter und  Rechtschreibfehler haftet die Tastatur!  







Anne Seltmann 10.08.2018, 08.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

abc etueden – Textwoche 29.18









Wortvorgaben

Kernschmelze

grün

wegwerfen.



 

(1) Och nöööö, hört das Gebimmel denn nie auf und warum klingelt immer zum Feierabend noch mal irgendwo ein Telefon, dachte Mika Eskelinen, während er schon fast in seiner grünen Winterjacke hing. (2) Leider war es sein Diensthandy, dass er nun umständlich aus der Jacke fingerte und sich mit "Kommisar Eskelinen" meldete.

(3) "Irgendwann werde ich das Diensthandy wegwerfen, irgendwann…" grummelte er in seine Bartstoppeln. (4) Seit Tagen war er fast ununterbrochen im Dienst, war unrasiert und seine müden Augenlider hingen noch müder herunter als sonst.  (5) Am anderen Ende brüllte eine hysterische Stimme etwas von Entführung, Erpressung, Kernschmelze, Supergau und weiteres wildes Wortgewirr, das Kommissar Eskelinen nicht verstehen konnte. (6) "Nun mal ganz ruhig, Herr…äh, wie heißen Sie?  (7) "Hier ist Emil Fyrqvist und ich habe gerade eben meine Post geöffnet und fand einen Erpresserbrief.  (8) Hier droht mir jemand meinen Enkel zu töten, weil angeblich große Sicherheitsmängel im Kernkraftwerk Loviisa bestehen. (9) Ich bin für die Reaktorsicherheit zuständig und das darf einfach nicht passieren.(10) Grauenhaft, wenn man da an die Folgen denkt..."  



Mit einem Mal war Kommissar Eskelinen hellwach, all die Müdigkeit der letzten Tage schien wie weggeblasen, denn sein Hirn fing an zu rattern. Da war doch 1993 ein Störfall der Stufe INES 2…"Nun mal ganz langsam und alles der Reihe nach", sagte Kommissar Eskelinen und stellte sich gedanklich schon auf eine weitere lange Nacht ein. 







Es hat damals tatsächlich einen Störfall im Kernkraftwerk Loviisa stattgefunden, es ist also nicht an den Haaren herbeigezogen!







Anne Seltmann 20.07.2018, 07.43 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

abc etueden – Textwoche 22.17





Lange schon habe ich keine Gedichte oder Kurzgeschichten geschrieben. Aber heute hat mich die Lust gepackt. Bei Sandra Hausser (Sunny-bekannt durch die Projekte "Storypic"-"Das kreative Sonntagsrätsel"-"Punkt, Punkt, Punkt") entdeckt und sofort aufgeschnappt. Jedoch nicht zeitnah. 


Folgende Aktion ist hier gemeint: Aus frei vorgegebenen Worten soll man eine Geschichte schreiben, die nicht länger als 10 Sätze enthält. Das gefällt mir!





Wortvorgaben:

Verlustieren

Kramladen

Angst

 



(1) Ach was, dachte er, du wirst jetzt deinen inneren Schweinehund überwinden und sofort in diesen Kramladen, in dem sie arbeitete, wandern und sie erneut um ein Date bitten. (2) Sie wird schon nicht denken, dass du dich bloß verlustieren willst, sondern, dass du es ernst meinst. (3) Vielleicht war der erste Anlauf auch einfach zu blöd. (4) Die Nummer „Ich kenne Sie von irgendwoher", war aber auch wirklich zu plump. (5) Die Angst, wieder einmal eine Absage zu bekommen, ließ ihn zögern. (6) Wie aber bekommt man eine Frau dazu sich für einen zu interessieren?

(7) Vielleicht sollte ich einfach die schönen alten verschnörkelten Knöpfe von Großmutter mitnehmen, um sie ihr anzubieten. (8) So viel wie ich weiß, sammelt sie gerne solche alten Dinge.

(9) Kaum gedacht, packte er die Knöpfe zusammen, wollte seine Wohnung verlassen, als es plötzlich klingelte. (10) Ihm wurde heiß und kalt, denn SIE stand vor der Tür mit einem ebenso überraschten Gesicht, stotterte etwas von Schlüssel…Wohnungstür zu…Katze weg…telefonieren und in seinen Ohren rauschte es und das Herz schlug ihm bis zum Hals und bevor er sie reinbeten konnte, rannte sie einfach in seine Wohnung um augenblicklich zu telefonieren…





Puh, das ist gar nicht so einfach und eigentlich habe ich das Gefühl mich bei all den Schreiberlingen zu blamieren. Da gibt es wirklich tolle Geschichten zu obigen Wortvorgaben!
Ach was solls...Da muss jetzt auch mein innerer Schweinehund durch...und los!






Anne Seltmann 18.07.2018, 19.56 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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