Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Poem

Mohnblumen

soon








Mit roten Feldmohnblumen
Hatt’ ich dein Haar geschmückt,
Die roten Blumenblätter
Die sind nun alle zerdrückt.

Du bist zu mir gekommen
Beim Abendsonnenschein,
Und als die Nacht hereinbrach,
Da ließest du mich allein.

Ich höre die Stille rauschen
Und sehe die Dunkelheit sprühn,
Vor meinen träumenden Augen
Purpurne Mohnblumen blühn.

~*~

Hermann Löns


 

Anne Seltmann 06.06.2011, 19.51 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten





Die
ganze Welt ist eine Kette von Wundern, aber wir sind so daran gewöhnt,

wir nennen sie alltägliche Dinge

~*~

H.C-Andersen

Anne Seltmann 05.06.2011, 19.19 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Hach, das wird ein Gaumenschmaus










  In einem Bächlein helle,
Da schoß in froher Eil
Die launische Forelle
Vorüber wie ein Pfeil.

Ich stand an dem Gestade
Und sah in süßer Ruh
Des muntern Fischleins Bade
Im klaren Bächlein zu.

Ein Fischer mit der Rute
Wohl an dem Ufer stand,
Und sah's mit kaltem Blute,
Wie sich das Fischlein wand.

So lang dem Wasser Helle,
So dacht ich, nicht gebricht,
So fängt er die Forelle
Mit seiner Angel nicht.


Doch endlich ward dem Diebe
Die Zeit zu lang. Er macht
Das Bächlein tückisch trübe,
Und eh ich es gedacht,

So zuckte seine Rute,
Das Fischlein zappelt dran,
Und ich mit regem Blute
Sah die Betrogene an.

Die ihr am goldenen Quelle
Der sicheren Jugend weilt,
Denkt doch an die Forelle,
Seht ihr Gefahr, so eilt!

Meist fehlt ihr nur aus Mangel
Der Klugheit, Mädchen, seht
Verführer mit der Angel!
Sonst blutet ihr zu spät!


~*~


Christian Friedrich Daniel Schubart

1739-1791



Anne Seltmann 04.06.2011, 07.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wenn...


 meine
Bilder zeigen könnten,
was ich fühle,
welche Stürme
sich in meinem
Inneren regen
und gegeneinander
ankämpfen.

Wenn meine Bilder
beweisen könnten,
wie sehr ich begehre,
verzweifelt liebe und
hoffe.

Wenn nur meine Bilder
irgend etwas bewirken
würden,
dann gäbe es keinen
Grund mehr zu schweigen

~*~


(nach ausgiebiger Recherche von unbekannt)


Anne Seltmann 27.05.2011, 08.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ostern







Da ist nun unser Osterhase!
Er stellt das Schwänzchen in die Höh
und schnuppert hastig mit der Nase
und tantz sich einen Pah de döh!

Dann geht er wichtig in die Hecken
und tut, was sonst nur Hennen tun:
Er möchte sein Produkt verstecken,
um sich dann etwas auszuruhn.

Das gute Tier! Ein dicker Lümmel
nahm ihm die ganze Eierei
und trug beim Glockenbammelbimmel
sie zu der Liebsten nahebei.

Da sind sie nun. Bunt angemalen
sagt jedes Ei: “ Ein frohes Fest! ”
Doch unter ihren dünnen Schalen
liegt, was sich so nicht sagen lässt.

Iss du das Ei! Und lass dich küssen
zu Ostern und das ganze Jahr ...
Iss nun das Ei! Und du wirst wissen,
was drinnen in den Eiern war!

~*~

Kurt Tucholsky, 1890-1935
 

Anne Seltmann 24.04.2011, 08.05 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ostergrüße





Ich will zum frohen Osterfest euch fröhlich gratulieren
Vielleicht gelingt es irgendwo, ein Häslein aufzuspüren.
Dann lege ich in seinen Korb ein Blatt mit tausend Grüßen,
das soll es euch als Festgruß bringen mit seinen flinken Füßen



Volksgut


Volksgut

Anne Seltmann 22.04.2011, 15.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ostergedicht




Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen -
wohl die Henne, wohl das Ei!
Wäre das so schwer zu lösen -
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen -
darum hat´s  der Has` gebracht!


~*~

Eduard Mörike, 1804-1875

Anne Seltmann 22.04.2011, 11.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Spielball



Mit Schwung immer hin und her

spielen wir mit der Welt

als ob sie ein Spielball wär

 

Keiner sieht wohin sie rollt

zerschrammt von Schlägen und von Tritten

sagen wir „Das haben wir nicht gewollt“

 
~*~

©Anne Seltmann


 

Anne Seltmann 19.04.2011, 10.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Mensch




Ein Kind sucht Kindern oft den Apfel abzustreiten,
weil schon die Kinder Menschen sind:
Auch der erwachsne Mensch ficht oft um Kleinigkeiten,
ist trostlos im Verlust, und prahlt, wann er gewinnt.
Warum? Der Mensch bleibt noch ein Kind.




~*~

Friedrich von Hagedorn

(1708-1754)

 

Anne Seltmann 02.03.2011, 09.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wunschlos



Vollmondig

lacht die Nacht.

Hand in Hand

schweigen wir vertraut.

Es leuchten  Sternschnuppen

Wunschlos!


~*~

 

© Anne Seltmann

 

Anne Seltmann 21.02.2011, 18.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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