Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag:

Der moderne Weihnachtsmann





[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]








Heiligabend war da, und der Weihnachtsmann stand in seiner futuristischen Werkstatt. Die Elfen arbeiteten längst an hochmodernen Maschinen, die Spielsachen, Gadgets und sogar individualisierte Geschenke in Rekordzeit herstellten. Auf einem Bildschirm blinkte die Liste der Wünsche, geordnet nach Priorität und Nachhaltigkeit.

"Schlitten 2.0 bereit,"meldete die KI-Stimme seines neuen Gefährts. Der Schlitten war mit Solarpanels ausgestattet und hatte ein Navigationssystem, das selbst die verstecktesten Winkel der Erde fand. Die Rentiere ruhten auf einer verschneiten Wiese, denn auch sie brauchten mal einen Feiertag.

Mit einem Wischen über das Interface aktivierte der Weihnachtsmann die Ladestation. Im Gepäck waren nicht nur Tablets und Spielekonsolen, sondern auch handgeschriebene Briefe von Kindern, die Wünsche wie Frieden, Gesundheit oder Zeit mit der Familie äußerten. Diese Briefe berührten ihn besonders – und so nahm er sich vor, mehr als nur Materielles zu schenken.

In jede Stadt brachte er kleine Magiepakete: ein unsichtbares Funkeln, das die Menschen einander näherbrachte. Streitende Nachbarn fühlten plötzlich Verständnis füreinander, gestresste Eltern legten ihre Arbeit beiseite, um mit ihren Kindern zu lachen, und Einsame fanden auf wundersame Weise Gesellschaft.

Als die letzte Lieferung gemacht war, setzte der Weihnachtsmann sich in einen Sessel in seiner Werkstatt. Er sah durch das Fenster in den sternenbedeckten Himmel und lächelte. Er hatte an diesem Abend keine Welt verändert, aber vielleicht ein paar Herzen. Und das war alles, was zählte.






"

Anne Seltmann 11.12.2024, 07.26 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 210




N° 210







Dein Licht tanzt über die Wellen,
findet mich, wo die Stürme laut sind.
Ein stiller Wächter in endloser Nacht,
unbeirrt von der tobenden See.

Ich sehe dich,
hoch oben, stark und ruhig.
Kein Wort, nur ein Leuchten,
das mich sicher hält.

Du bist der Horizont,
mein Punkt, der bleibt,
wenn die Welt sich dreht,
und alles verschwimmt.


~*~


© Anne Seltmann









Anne Seltmann 11.12.2024, 05.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Farbcollage N° 11



N° 11 


[ger]

Nicht immer so einfach, die richtigen Bilder zu den Farben zu finden. Da heißt es Bilder ohne Ende sichten. 
Diesesmal ist die Collage sehr Blumenlastig. Blumen sind eh ein dankbares Motiv!


[engl]


It's not always easy to find the right pictures to match the colors. You have to look through endless pictures.
This time the collage is very flower-focused. Flowers are a great motif anyway! 


[fi]

Aina ei ole helppoa löytää väreihin sopivia kuvia. Se tarkoittaa loputtomien kuvien katselemista.
Tällä kertaa kollaasi on hyvin kukkapainoinen. Kukat ovat joka tapauksessa kiitollinen aihe!









Anne Seltmann 10.12.2024, 15.35 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Finde den Weg







Ein Schritt, ein Atemzug,
die Richtung unklar,
nur die Weite vor dir.
Stimmen rufen,
doch welche führt dich?

Der Pfad ist verborgen,
unter Zweigen, im Nebel,
kein Zeichen weist.
Doch in dir,
ein Flüstern,
ein Funke von Klarheit.

Du gehst, tastend,
durch Schatten,
durch Licht.
Der Weg entsteht
nur wenn du ihn gehst.


~*~


© Anne Seltmann






Inspiriert durch Piri!








Anne Seltmann 10.12.2024, 09.10 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 218/2024


218/2024 






Die leere Schaukel

 

Wie ein Atemzug. 

hört man leises Schwingen,

ein Bild der Stille, 

vergessen im Takt der Zeit. 


~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 10.12.2024, 05.45 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Drabble 2024 N° 06








Weiter geht es mit dem Drabble, welches aus 100 Wörtern besteht. So die Regel. 


Wortvorgaben sind diesmal von Gerhard:



Radar + beschreiben + individuell



Während der regelmäßigen Kalibrierungen, Wartungen und Updates des NORAD Radars, flammte ein unerwartetes Echo auf. Es war kein Meteorit, keine bekannte Quelle. Tom Fischer, der Techniker, eilte erstaunt zum Kontrollraum.
"Kannst du es beschreiben?", fragte Merle Wagner, die Kollegin. "Es ist individuell, wie... lebendig", murmelte Tom. Die Frequenzen schienen Muster zu bilden, ein eigenwilliges Pulsieren.
Stundenlang analysierten sie das Signal. Es war kein Zufall. Ein Kontaktversuch? Ein Gruß vielleicht? Doch plötzlich verstummte es.

"Das war etwas Großes", flüsterte Tom. "Vielleicht der Beginn." Doch nichts folgte. Das Radar lief weiter, das Team wartete. Und irgendwo im Kosmos blieb eine Frage unbeantwortet.








Anne Seltmann 10.12.2024, 00.00 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

I see faces Dezember 2024



Dezember 2024




Wer es immer noch nicht kennt..."I see faces" oder "Ich sehe Gesichter" beinhaltet das Phänomen, überall Gesichter, entweder in abstrakten Mustern oder in Gegenständen, zu erkennen. Das nennt sich Pareidolie. Aber nicht jeder kann das. Der Ursprung des Phänomens ist wahrscheinlich evolutionär begründet. Forscher haben herausgefunden, dass unsere linke Hirnhälfte beurteilen kann, wie ähnlich ein Bild einem Gesicht ist. Die rechte Hälfte des Gehirns entscheidet dann innerhalb von kurzer Zeit, ob wir tatsächlich ein Gesicht vor uns haben.

Vor längerer Zeit habe ich Bilder von einem Künstler gesehen, der sich dieses Phänomen zu Nutze macht und mit Augen irgendwelche Gegenstände beklebt. Ziel ist es hier Gegenstände zu vermenschlichen.  

Bekannt für diese lustige Aktion ist der Künstler Vanyu Krastev. Er "verschönert" die Straßen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.










09.12.2024, 10.35 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 622




N° 622 






Vergangene Tage fließen wie ein Strom,
die Namen verblassen, doch die Liebe bleibt.
Unter der Erde schweigen die Worte,
doch in den Herzen leben die Erinnerungen weiter.


~*~

© Anne Seltmann



Ein Fundstück auf einem Friedhof











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09.12.2024, 01.00 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL

Black an White / 2. Advent / Adventszeit 2024





Warum schmückt man den Tannenbaum?

Das Schmücken des Tannenbaums hat eine lange Tradition, die mit verschiedenen kulturellen und religiösen Ursprüngen verbunden ist.

 

1. Vorchristliche Ursprünge

Schon in vorchristlicher Zeit schmückten Menschen grüne Zweige, um im Winter Hoffnung und Lebenskraft zu symbolisieren. Immergrüne Pflanzen galten als Zeichen des Lebens und Schutzsymbole gegen böse Geister. 

 

2. Christliche Tradition

Im Mittelalter wurden immergrüne Bäume als Symbol für das Paradies in Kirchen oder Häusern aufgestellt, oft am 24. Dezember, dem Adam-und-Eva-Tag. Sie sollten an den Baum der Erkenntnis erinnern. Mit Äpfeln und Oblaten geschmückt, verbanden sie das christliche Weihnachtsfest mit der Schöpfungsgeschichte. 

 

3. Symbolik der Dekoration

Lichter: Ursprünglich Kerzen, symbolisieren das Licht Jesu, das die Dunkelheit vertreibt. 

Äpfel: Früher ein Hinweis auf den Sündenfall und die Erlösung durch Christus. 

Sterne, Engel und andere Ornamente**: Diese stehen für die weihnachtliche Botschaft von Frieden, Liebe und Hoffnung. 

 

4. Verbreitung des Weihnachtsbaums

Der geschmückte Tannenbaum verbreitete sich im 17. und 18. Jahrhundert zunächst in deutschen Regionen und später weltweit. Mit der Zeit wurde er zu einem zentralen Symbol der Weihnachtsfeierlichkeiten, oft mit individuellen und kulturellen Variationen. 

 

Heute ist der Weihnachtsbaum ein Sinnbild für Gemeinschaft, Freude und das Fest der Liebe. Seine Dekoration spiegelt oft persönliche Traditionen und kreative Ausdrucksformen wider.
















Anne Seltmann 08.12.2024, 06.11 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

2.Advent








Es war der zweite Advent, und Tula ging wie jeden Sonntag mit ihrer Oma durch den Wald. Sie liebte diese Spaziergänge – die Luft war frisch, und der Schnee knirschte unter ihren Stiefeln. Doch an diesem Sonntag war etwas anders. Auf einem Baumstumpf lag ein einzelner, mit roten Beeren geschmückter Tannenzweig, wie absichtlich dort hingelegt. 

"Wer könnte das gemacht haben?", fragte Tula neugierig. Ihre Oma lächelte geheimnisvoll. "Man sagt, manchmal hinterlässt der Winterwald Geschenke für jene, die aufmerksam genug sind, sie zu entdecken." 

Tula nahm den Zweig vorsichtig in die Hand. "Aber was soll ich damit machen?" Oma dachte kurz nach. "Vielleicht bringt er Glück, wenn du ihn mit anderen teilst." 

Zuhause band Tula den Zweig mit einem roten Band an ein Glas voller Kekse. Am nächsten Tag brachte sie das kleine Geschenk zu Frau Breuer, der alleinstehenden Nachbarin. Frau Breuers Augen füllten sich mit Tränen. "Das ist das Schönste, was mir seit langem passiert ist", flüsterte sie. 

Am Abend, alsTula ins Bett ging, fiel ihr auf, dass der Zweig auf dem Baumstumpf in ihrer Vorstellung weiterleuchtete – nicht mit Licht, sondern mit der Wärme, die er in die Herzen anderer brachte.




© Anne Seltmann




08.12.2024, 00.00 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

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