Ausgewählter Beitrag

Als ich den Mond trug



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]






ich legte meine hände
unter die nacht
als wäre sie ein tier,
scheu
und von fernem wasser

 

der mond hing dort
nicht wie ein zeichen
sondern wie ein atem,
unentschlossen
zwischen gehen und bleiben

 

ich sagte nichts
damit er nicht kleiner wird
ich zählte nur die stellen
an denen das licht
nicht mehr wusste, wohin

 

später
war er schwerer als gedacht
schwer wie erinnerungen,
die man zu lange
im stillen dreht

 

ich trug ihn
ein stück durch die straßen,
über die dächer,
bis er anfing
mich zu tragen

 

und irgendwo
zwischen schatten und schlaf
ließ ich ihn los -

 

und die nacht
hüllte mich ein

und blieb

 

~*~

© Anne Seltmann















Anne Seltmann 05.01.2026, 05.02

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von // Heidrun

Tja... alle 3 Kommentare waren aus welchem Grund auch immer ; im Spam gelandet. Vermutlich liegt es am Clinch zwischen WordPress und Blogger. Die Kommentare sind aktiviert.

Dankeschön für deine lieben Worte.

Herzliche Grüße von Heidrun  <img src= " />

vom 05.01.2026, 15.53
2. von // Heidrun

Wunderwunderschön!

LiebGrüßle von Heidrun

vom 05.01.2026, 10.47
Antwort von Anne Seltmann:



Liebe Heidrun!

Ich habe 3 x bei dir kommentiert und immer wieder war der Text nicht sichtbar. Hast du auf Kommentarfreigabe geschaltet?


Liebe Grüße

 

Anne

1. von piri

So schön in Wort und Bild!

vom 05.01.2026, 08.25
Antwort von Anne Seltmann:



Ich danke dir sehr!



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