Ausgewählter Beitrag


ich legte meine hände
unter die nacht
als wäre sie ein tier,
scheu
und von fernem wasser
der mond hing dort
nicht wie ein zeichen
sondern wie ein atem,
unentschlossen
zwischen gehen und bleiben
ich sagte nichts
damit er nicht kleiner wird
ich zählte nur die stellen
an denen das licht
nicht mehr wusste, wohin
später
war er schwerer als gedacht
schwer wie erinnerungen,
die man zu lange
im stillen dreht
ich trug ihn
ein stück durch die straßen,
über die dächer,
bis er anfing
mich zu tragen
und irgendwo
zwischen schatten und schlaf
ließ ich ihn los -
und die nacht
hüllte mich ein
und blieb
~*~

Anne Seltmann 05.01.2026, 05.02
Liebe Grüße
Anne
Tja... alle 3 Kommentare waren aus welchem Grund auch immer ; im Spam gelandet. Vermutlich liegt es am Clinch zwischen WordPress und Blogger. Die Kommentare sind aktiviert.
Dankeschön für deine lieben Worte.
Herzliche Grüße von Heidrun
vom 05.01.2026, 15.53