Tag: gelb

Wenn nach einem langen Winter die ersten Tulpen ihre farbenfrohen Blüten öffnen, ist der Frühling endgültig angekommen. Kaum eine andere Blume steht so sehr für die erwachende Natur, für Lebensfreude und für die Sehnsucht nach wärmeren Tagen.
Dabei stammen Tulpen ursprünglich gar nicht aus den Niederlanden, mit denen sie heute untrennbar verbunden sind. Ihre Heimat liegt in Zentralasien. Erst im 16. Jahrhundert gelangten sie nach Europa und lösten dort eine regelrechte Begeisterung aus. In den Niederlanden entwickelte sich sogar eine wahre „Tulpenmanie, bei der seltene Tulpenzwiebeln zeitweise zu astronomischen Preisen gehandelt wurden.
Heute gibt es Tausende von Tulpensorten in nahezu jeder denkbaren Farbe. Von reinem Weiß über sonniges Gelb bis hin zu kräftigem Rot, Violett oder sogar mehrfarbigen Blüten reicht die Vielfalt. Manche wirken elegant und schlicht, andere erinnern mit ihren gefransten oder gefüllten Blüten fast an kleine Kunstwerke.
Tulpen sind jedoch nicht nur schön anzusehen. Sie symbolisieren je nach Farbe unterschiedliche Gefühle. Rote Tulpen stehen für Liebe, gelbe für Fröhlichkeit und weiße für Reinheit oder einen Neuanfang.
Ob im Garten, auf dem Balkon oder als frischer Blumenstrauß auf dem Tisch – Tulpen bringen Farbe, Leichtigkeit und Frühlingsstimmung in unseren Alltag. Vielleicht liegt gerade darin ihr besonderer Zauber: Sie erinnern uns daran, dass nach jedem Winter wieder eine Zeit des Aufblühens kommt.
Anne Seltmann 29.05.2026, 07.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Yellow Day – Wenn Südkorea gelbe Rosen verschenkt
Während bei uns viele Menschen den 14. Februar mit roten Rosen und Valentinstagen verbinden, gibt es in Südkorea einen ganz eigenen Tag voller Farbe, Symbolik und leiser Melancholie: den Yellow Day—auf Koreanisch oft auch mit dem Rosentag verbunden.
Am 14. Mai schenken sich vor allem Singles gelbe Rosen oder tragen Gelb, um ihre Hoffnung auf Liebe, Glück und neue Begegnungen auszudrücken. Die Farbe Gelb steht dabei nicht nur für Frühling, Wärme und Sonne, sondern auch für Optimismus und einen kleinen Neuanfang des Herzens.
Südkorea hat ohnehin eine ganze Reihe besonderer „Liebestage, die jeweils am 14. eines Monats gefeiert werden. Manche davon sind romantisch, manche verspielt, manche ein wenig traurig. Der Yellow Day gehört zu den stilleren Traditionen.
Oft treffen sich an diesem Tag Freunde, essen gemeinsam Currygerichte—ebenfalls passend zur Farbe Gelb—oder verschenken gelbe Blumen. Dahinter steckt die charmante Idee, Einsamkeit nicht zu verstecken, sondern gemeinsam mit etwas Farbe und Humor zu begegnen.
Und irgendwie hat dieser Tag etwas sehr Schönes.
Keine übergroßen Liebesgesten.
Kein kitschiges Feuerwerk.
Sondern ein kleiner gelber Gruß gegen graue Gedanken.
Anne Seltmann 14.05.2026, 14.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Für mich ist Gelb nicht das grelle, laute Signalgelb. Es ist das Gelb des Morgenlichts.
Es steht für meine innere Klarheit – für dieses ruhige Verstehen, das sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern einfach da ist. Ich bin kein Mensch, der mit Energie um sich wirft. Ich setze mein Licht lieber dosiert ein. Fein. Bewusst.

Gelb bedeutet für mich geistige Beweglichkeit. Ich denke gern nach, stelle Fragen, bewege mich in Zwischenräumen. Meine Neugier ist keine flüchtige – sie ist ein echtes Bedürfnis zu begreifen, statt nur zu reagieren. In diesem Sinne ist Gelb für mich die Farbe des Denkens.
Gleichzeitig erinnert mich Gelb an Sichtbarkeit. Nicht an Bühne oder Rampenlicht – sondern an dieses stille "Ich bin da." Wie Morgendunst im Sonnenlicht: Man muss genau hinsehen, aber wenn man hinsieht, erkennt man Tiefe.

Manchmal brauche ich Gelb auch als Gegengewicht. Weil ich leise bin. Weil ich viel wahrnehme. Weil mich Dinge berühren, die andere vielleicht übergehen. Gelb erinnert mich daran, hell zu bleiben – nicht hart zu werden und mich nicht kleiner zu machen, nur weil andere lauter sind.
Anne Seltmann 02.03.2026, 08.39 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich habe leider nur die Blüten und Blätter sehen können, auf meinem letzten Spaziergang. Die Blätter wuchsen dicht an dicht und fast haushoch, weil sie so hochgebunden waren. Mehr konnte ich leider nicht sehen und ich vermute mal, dass es sich hier um eine Zucchini handelt. Wobei…Zucchini und Kürbisse sind wie entfernte Verwandte – sie gehören zur gleichen Familie. Deshalb sehen ihre Blüten ähnlich aus: groß, gelb und auffällig, damit Bienen und andere Insekten kommen und die Pflanzen bestäuben. Auch wenn die Früchte anders aussehen, haben die Blüten den gleichen "Plan", weil er für die Fortpflanzung am besten funktioniert.

Zucchini ist so ein vielseitiges Gemüse, das man eigentlich immer gebrauchen kann. Sie ist grün, länglich und hat einen ziemlich milden Geschmack, was super praktisch ist, weil man sie quasi überall einbauen kann – ob in Pfannengerichte, Aufläufe oder sogar roh im Salat. Sie ist leicht, enthält viele Vitamine, vor allem Vitamin C, und hat kaum Kalorien, also perfekt, wenn man etwas Gesundes essen will, ohne auf Geschmack zu verzichten. Man kann sie braten, grillen, dünsten oder backen, und sie nimmt super gut Kräuter und Gewürze auf. Im Sommer ist sie richtig schön frisch und saftig, und man kann damit ganz einfache, aber richtig leckere Gerichte zaubern.
Anne Seltmann 06.09.2025, 08.27 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Wenn der Frühling noch zaghaft tastet
und sich das Licht erst zögerlich entfaltet,
dann öffnet sie, fast scheu und doch bestimmt,
ihr sonnengelbes Herz: die Gemswurz.
Wie ein Lächeln auf moosigem Grund
ragt sie empor aus dem Winterschweigen,
ihre Blüten leuchten wie kleine Sonnen,
die das Vergessen des Frostes feiern.
Sie liebt das Dämmerlicht alter Wälder,
wo Buchenflüstern und Wurzeln erzählen.
Ihre Blätter – gezähnt, wie von der Zeit gezeichnet –
halten still in grüner Achtsamkeit.
In ihr wohnt eine stille Stärke,
unscheinbar vielleicht, doch voller Sanftmut.
Sie heilt nicht laut, doch weise –
wie eine Erinnerung an das Gleichgewicht.
~*~
© Anne Seltmann



Anne Seltmann 25.04.2025, 07.15 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Möglicherweise wurde sie so genannt, weil man glaubte, dass Gämsen diese Pflanze fressen oder weil sie in ähnlichen Höhenlagen wie die Gämsen wächst. Eine andere Theorie besagt, dass der Name metaphorisch verwendet wurde, um die robuste und zähe Natur der Pflanze zu beschreiben, die an schwierigen Standorten gedeihen kann, ähnlich wie Gämsen in rauem Terrain überleben.
In anderen Sprachen wird sie oft als Doronicum bezeichnet, was auf den wissenschaftlichen Gattungsnamen zurückgeht, der aus dem Arabischen oder Griechischen stammen könnte. Die genaue Bedeutung des Namens Doronicum ist jedoch unklar, könnte aber ebenfalls eine historische oder geografische Verbindung haben.


Anne Seltmann 03.01.2025, 05.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Meine Recherche erzählte mir, dass der Name auf den schwedischen Botaniker Anders Dahl zurückgeht. Er war ein Schüler des berühmten Naturforschers Carl von Linné. Die Dahlie wurde ursprünglich in Mittelamerika entdeckt und Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa gebracht. Zu Ehren von Anders Dahl benannte der spanische Botaniker Antonio José Cavanilles die Blume in "Dahlie" um.
Dahlien sind heute für ihre vielfältigen Farben und Formen bekannt und gehören zu den beliebtesten Gartenblumen in Europa. Die Blume trägt somit den Namen eines Botanikers, der wesentlich zur botanischen Forschung und Klassifikation in Schweden beigetragen hat.
08.11.2024, 05.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Immer von links nach rechts:
[Namensnennung und Verlinkung…unbeauftragt und unbezahlt!]
Anne Seltmann 04.11.2024, 07.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das ist ein Archivbild, welches mir gestern beim Sichten meiner alten Bilder, entgegenkam. Es ist von 2007 und damals fotografierte ich noch mit einer * KODAK DX7590 ZOOM DIGITAL CAMERA. Ein einfaches Modell, mit dem ich dann zusehends unzufriedener wurde und ich auf * Canon umstieg, (Über obiges Bild war ich dann doch überrascht) was ich bis heute nicht bereut habe. Allerdings liegen meine beiden Kameras Canon EOS 400 D und Canon Eos 600 D still, da ich ja überraschenderweise eine * Nikon Z 50 vom Liebsten geschenkt bekam, mit der ich nunmehr die meisten Bilder mache. Es ist auch noch gar nicht so lange her, dass er mir auch ein Tele-Objektiv dazu schenkte und ich mich damit mehr und mehr beschäftige.
20.09.2024, 07.38 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL