Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: kiel

MosaicMonday N° 81







Lange Zeit habe ich meine Fotos über eine App in * Polaroid-Rahmen gesetzt und auf Instagram geteilt. Ich mag den Look dieser klassischen Rahmen sehr. Wer erinnert sich nicht an die Polaroid-Kamera, bei der die Bilder in Sekundenschnelle aus der Kamera kamen? Mein Vater hatte noch so ein Gerät, und es war immer wieder spannend zu sehen, wie die Fotos direkt vor den Augen auf dem Papier sichtbar wurden – eine kleine technische Magie der Zeit.

Einige Bilder habe ich hier für das Mosaik Monday verwendet, die ich wie folgt von links nach rechts beschreibe:


In Eckernförde

Diese farbenfrohen Holzhäuser stehen nicht etwa in Skandinavien, sondern direkt in Eckernförde an der Bucht. Sie gehören zur Speicherpassage, die als Erweiterung der Innenstadt neue Läden und mehr Leben ins Viertel gebracht hat. Die Häuser ziehen sofort die Blicke auf sich, denn eine solche Bauweise kennt man sonst eher aus Ländern wie Schweden, Norwegen oder Dänemark.

 

In Hamburg

Haus Nummer 56 am Kaiserkai ist ein markantes Gebäude in der HafenCity. Die weiße, geneigte Fassade fällt sofort ins Auge, und die wannenförmigen Balkone heben sich deutlich vom Baukörper ab. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon oder eine Terrasse, von denen aus man die frische Brise spürt und den Blick auf den Hafen genießen kann. Das Gebäude sticht durch sein modernes Design klar aus der Umgebung heraus.

 

In Worms

Das Nibelungentor in Worms ist ein historisches Stadttor, das einst Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Es liegt an einer wichtigen Einfallstraße und diente früher als Zugang zur Stadt. Das Tor hat einen massiven, wuchtigen Baukörper aus Stein und vermittelt noch heute den Eindruck von Stabilität und Schutzfunktion.

Architektonisch zeigt es typische Merkmale mittelalterlicher Wehranlagen: hohe Mauern, ein großes Torgewölbe und Schießscharten für Verteidigungszwecke. Heute ist das Nibelungentor vor allem ein Wahrzeichen von Worms und erinnert an die Geschichte der Stadt. Es wird sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gerne als Fotomotiv genutzt.


In Kiel

Der Ravensberger Wasserturm in Kiel ist ein auffälliges Backsteingebäude, das ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts für die städtische Wasserversorgung gebaut wurde. Sein Zweck war simpel: Er sollte genügend Wasserdruck für die höher gelegenen und mehrstöckigen Häuser schaffen, die damals in Kiel entstanden.

Der Turm steht auf einer künstlichen Anhöhe und hat eine robuste, eher funktionale Bauweise, die an mittelalterliche Türme erinnert. Innen befand sich früher ein großer Wasserbehälter, der das Leitungsnetz stabil hielt.

Nach vielen Jahrzehnten im Einsatz wurde der Wasserturm stillgelegt und später umgenutzt. Heute befindet sich im Inneren Wohnraum, während das äußere Erscheinungsbild weitgehend erhalten geblieben ist. Dadurch ist der Turm zwar kein technisches Bauwerk mehr, aber weiterhin ein markanter Punkt im Stadtbild von Kiel.

 

In Kiel

Die Holtenauer Hochbrücken sind zwei markante Stahlbrücken, die sich in großem Bogen über den Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel spannen. Sie verbinden Holtenau mit dem Kieler Festland und gehören zu den wichtigsten Verkehrswegen im Norden. Von unten wirken sie fast schwebend, weil sie den Kanal in beeindruckender Höhe überqueren und großen Schiffen problemlos die Durchfahrt erlauben.

Wer unten am Wasser steht, sieht ihre langen, klaren Linien und die typische technische Schlichtheit, die norddeutsche Ingenieurbauwerke oft auszeichnet. Ob bei Sonnenschein, im Nebel oder abends im Streulicht der Hafenanlagen – die Brücken haben immer eine gewisse Ruhe und Größe.

Für viele Menschen sind sie mehr als reine Infrastruktur: Sie gehören zum Landschaftsbild des Kanals, sind Orientierungspunkt, Fotomotiv und symbolisieren die Verbindung zwischen Meer, Hafen und Stadt.

In Kiel

Die Villa Hoheneck in Altenholz-Knoop (Friedrich-Voß-Ufer 57) ist ein historisches Gebäude mit großer Bedeutung. Sie wurde 1902/03 von der Baufirma * Göttsch & Untiedt errichtet.

Die Lage ist besonders: Hoch über dem Ufer des Nord-Ostsee-Kanals, was der Villa eine sehr prominente und malerische Stellung verleiht.

In ihrer Geschichte war die Villa Hoheneck nicht nur herrschaftlicher Wohnsitz: In den 1960er und 70er Jahren diente sie unter anderem als Tanzlokal und Studentenkneipe.

Heute beherbergt sie neben viel Wohnraum, eine Praxis für Brustdiagnostik – die modern renovierte Villa wird also weiter genutzt und gepflegt. 


In Bremen

Das historische Rathaus in Bremen ist eines der bekanntesten Gebäude der Stadt und steht direkt am Marktplatz. Es fällt sofort durch seine reich verzierte Fassade auf, die mit vielen Details, Figuren und kunstvollen Elementen gestaltet ist. Das Gebäude stammt aus dem Mittelalter und wurde später im Stil der Weserrenaissance umgestaltet, was die Mischung aus alten und sehr aufwendig gearbeiteten Formen erklärt.

Im Inneren gibt es große Hallen und Räume, die früher für Ratsversammlungen, Empfänge und wichtige Entscheidungen genutzt wurden. Besonders bekannt ist die Oberen Rathaushalle, in der man den Eindruck bekommt, wie bedeutend das Rathaus damals für das städtische Leben war.

Heute dient das Gebäude nicht nur als politischer Sitz, sondern auch als Wahrzeichen und Besuchermagnet. Zusammen mit der Roland-Statue gegenüber bildet es ein Ensemble, das typisch für Bremen ist und die Geschichte der Stadt sichtbar macht.




[* Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt !]








Anne Seltmann 17.11.2025, 09.03 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

The Ocean Race Europe 2025 – Segelsport hautnah an der Kiellinie

Das Ocean Race Europe 2025 ist im Grunde ein riesiges Segelabenteuer quer durch Europa. Mehrere Teams aus aller Welt treten in beeindruckenden Hochseeyachten gegeneinander an, um Etappe für Etappe verschiedene Häfen anzusteuern. Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Teamgeist, Ausdauer und den Umgang mit Wind, Wellen und Wetter. Für uns hier an der Kieler Förde ist es ein besonderes Highlight, weil wir diese Boote nicht nur aus dem Fernsehen kennen, sondern live vorbeiziehen sehen - mit all der Energie, dem Segelknattern und dem Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein.
Leider waren wir etwas zu spät dran, um den schönsten Moment mitzuerleben – als alle Boote durch die engste Stelle am Falkensteiner Strand (Leuchtturm) entlang der Kieler Förde geschippert sind. So blieb uns nur der Blick aus der Ferne, wo sich ein beeindruckender Pulk aus Segelbooten und auch einige imposante Boote der Imoca-Klasse (International Monohull Open Class Association) ihren Weg durchs Wasser bahnten.

Route:

Die Reise begann an der Kiellinie - von dort aus rauscht die Regattaflotte durch die Ostsee, Nordsee und den Ärmelkanal bis nach Portsmouth. Danach gehts weiter über den Atlantik, mit einem kurzen Gruß in Porto, hinein ins Mittelmeer und dann entlang der sonnigen Küsten von Spanien und Südfrankreich bis nach Nizza. Über Genua führt die finale Etappe schließlich in die Adria – das Ziel: die dramatische Bucht von Boka in Montenegro. Eine Route durchs Herz Europas, wie gemacht für echtes Segelabenteuer!



Anne Seltmann 11.08.2025, 11.27 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 229




[Archivbild 2006]




Die Windjammerparade – wenn der Wind die Geschichte erzählt

Als krönenden Abschluss der Kieler Woche findet immer die Windjammerparade statt. Die Kieler Förde atmet anders an diesem Tag. Masten ragen wie alte Gedichte in den Himmel, und die weißen Segel blähen sich auf, als wollten sie Erinnerungen fangen. Schiff reiht sich an Schiff. Manche knarzen wie ehrwürdige Bücher, andere glänzen in jungem Lack. Und doch tragen sie alle die gleiche Würde – als hätten sie Meere durchquert, von denen wir nur träumen. Der Wind spielt mit den Flaggen, das Licht tanzt über das Wasser. Am Ufer stehen wir und staunen – nicht laut, sondern mit diesem leisen Respekt, den nur echte Schönheit verlangt. Die Parade zieht vorbei. Und hinterlässt nichts als Gänsehaut und eine Ahnung davon, wie weit das Herz segeln kann. Die Windjammerparade ist das unbestrittene Highlight der Kieler Woche – eine Verneigung vor der Seefahrt, ein Fest für die Sinne, ein Moment, der bleibt.



Anne Seltmann 25.06.2025, 00.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Impressionen von der Kieler Woche – Ein Fest aus Wind, Wasser und Licht


















Kiel ist für die Segler der Welt im Juni das Ziel. Keine Segel-Veranstaltung der Welt kann diese Klasse und Masse aufweisen. Und die Kieler Veranstalter setzen alles daran, als Serviceunternehmen, den Seglern aus aller Welt zu zeigen: Kiel ist das Tor zur Welt!

Die Kieler Woche zeigt sich in ihrem ganzen Facettenreichtum: Ein lebendiges Zusammenspiel aus sportlicher Eleganz, maritimer Freiheit und fröhlicher Festivalatmosphäre.

Am Olympiazentrum in Schilksee, wo schon Legenden des Segelsports ihre Bahnen zogen, pulsiert die Energie. Das Riesenrad hebt sich majestätisch gegen den Himmel, seine Gondeln schweben wie kleine Träume über die Küste und bieten einen atemberaubenden Blick auf die strahlende Förde.

Die Segelregatten sind ein Tanz auf dem Wasser – weiß glänzende Segel, die sich im Wind wiegen, bringen Spannung und Dynamik ins Spiel. Jedes Boot erzählt seine eigene Geschichte, jeder Kurs fordert Konzentration und Mut. Die Sonne spiegelt sich in den Wellen, die Segler gleiten mit der Natur im Einklang dahin.

Ein zusammengelegtes Segel am Kai erinnert daran, wie viel Herzblut und Handarbeit in jedem dieser Boote steckt. Hier trifft Tradition auf Leidenschaft, die die Kieler Woche so einzigartig macht.

Zwischen den sportlichen Höhepunkten pulsiert das Leben – Musik, Lachen und die Freude der Menschen, die das Meer lieben. Die Kieler Woche ist mehr als ein Event, sie ist ein Gefühl, das tief unter die Haut geht.




Anne Seltmann 22.06.2025, 07.38 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt Farben & Formen in der Stadt





Wer sich auf einen Spaziergang rund um den Schrevenpark in Kiel begibt, taucht ein in eine Welt, die den Atem der Jahrhundertwende noch immer in ihren Mauern trägt. Die alten Fassaden entlang der Goethestraße, Schillerstraße und Kronshagener Straße erzählen – leise, aber eindringlich – von einer Zeit, in der Baukunst noch mit Sinn für Zierde, Würde und Großzügigkeit geschaffen wurde.

Verzierte Erker wölben sich aus den Fassaden wie steinerne Gedichte, Loggien öffnen sich wie kleine Bühnen zum Leben hin. Ornamente, Giebel, Balustraden – jedes Detail scheint ein eigenes Kapitel einer Geschichte zu sein, die längst vergangen ist und doch weiterlebt. Jugendstil und Gründerzeit reichen sich hier die Hand, verschmelzen zu einer Architektur, die nicht nur Raum schafft, sondern Haltung zeigt.

Einst wohnten hier Kapitäne, Kaufleute, Ingenieure. Heute zieht es jene in die sanierten Altbauten, die das Feine im Gewachsenen schätzen: hohe Decken, alte Terrazzoböden, geschwungene Treppenaufgänge, ein Hauch von Geschichte in jedem Raum.











09.05.2025, 16.30 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Spiegelungen 2025 N° 04




Fabrikhinterhofdingsbums.

Leider weiß ich nicht mehr wo und was das war.
Aber es war definitv eine Fabrik!
Das ist ein Archiv-Bild von 1990








Anne Seltmann 29.04.2025, 16.49 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Spiegelungen 2025 N° 02




Im Tierpark














Anne Seltmann 28.02.2025, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Spiegelungen 2025 N° 01






zitternd und verzerrt im Pflastergrau,
spiegelt sich das Nachbarhaus,
steht kopfüber in nasser Stille-

ein flüchtiger Moment im Wasser.


~*~


© Anne Seltmann



 

Christophers...



Anne Seltmann 16.02.2025, 08.01 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Spiegelungen 2024 N° 12










Das Wetter  hier in Kiel ist einfach nur grau und trist. Keine Spur von Schnee, nur Wolken und Regen bestimmen den Tag. Es sieht nicht danach aus, als würde es eine weiße Weihnacht geben – eher matschig als magisch.
Stattdessen bleibt es wenigstens drinnen gemütlich bei Kuscheldecke, Tee und der Versuch, das Beste aus der grauen Stimmung zu machen. Aber ein bisschen Enttäuschung über die fehlende Weihnachtsstimmung bleibt trotzdem. 












Anne Seltmann 20.12.2024, 18.44 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Spiegelungen 2024 N° 11









Regentropfen


Regentropfen führen eine geheime Sprache zwischen Himmel und Erde.
Jeder Tropfen trägt die Geschichte einer Reise,
eine flüchtige Berührung, die Spuren hinterlässt und wieder verschwindet.

Sie tanzen, springen, zerspringen in winzige Perlen,
verschmelzen zu Pfützen, die den Himmel spiegeln.
Ein flüchtiges Treffen, das für einen Moment die Welt anhält,
nur um gleich darauf leise im Boden zu versickern.

Eine stille Melodie, die sich in der Luft verliert!


~*~

 

© Anne Seltmann






Anne Seltmann 23.11.2024, 11.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL