Tag: Pina
Die Reise der verlorenen Wünsche

In der folgenden Nacht konnte Pina nicht schlafen.
Der Mond lag wie ein silbernes Versprechen über der Wiese, und etwas zog an ihr – leise, kaum spürbar, aber doch unübersehbar. Es war, als würde der Wind ihren Namen kennen.
„Pina…
Sie setzte sich auf, lauschte.
Da war es wieder. Kein Geräusch, kein Wort – eher ein Gefühl. Ein Ziehen in ihrem Herzen, leicht wie ein Hauch.
Sie flog los.
Über Gräser, die im Mondlicht schimmerten, über Blüten, die sich längst geschlossen hatten. Und dann sah sie sie.
Die Samen der Pusteblume.
Doch sie tanzten nicht mehr frei im Wind. Einige hingen schwer in der Luft, als hätten sie sich verirrt. Andere lagen still im Gras, als hätten sie ihren Weg verloren.
Pina flog näher.
„Was ist mit euch geschehen?, fragte sie leise.
Ein kaum hörbares Flüstern antwortete:
„Die Wünsche… wurden nicht zu Ende gedacht.
Pina runzelte die Stirn. „Was bedeutet das?
„Manche Wünsche, wisperte ein Samen, „werden begonnen… aber nicht geglaubt.
Die kleine Elfe spürte, wie etwas in ihr still wurde.
Sie streckte vorsichtig ihre Hand aus und berührte einen der Samen.
Augenblicklich sah sie Bilder.
Ein Kind, das sich etwas wünschte – und dann vergaß.
Ein Mensch, der hoffte – und dann zweifelte.
Ein Traum, der begann – und nicht weiterging.
Pina zog die Hand zurück.
„Können sie ihren Weg nicht allein finden?
„Nur, wenn jemand ihnen hilft, wieder leicht zu werden.
Die Elfe sah in den Himmel. Der Mond schwieg, aber sein Licht schien heller zu werden.
„Dann…, sagte Pina langsam, „bleibe ich bei euch.
Sie setzte sich ins Gras und begann, ganz leise, die Wünsche weiterzudenken.
Für jeden Samen ein kleines bisschen Hoffnung.
Für jeden Traum ein Stück Vertrauen.
Und nach und nach begannen die Samen wieder zu leuchten.
Erst schwach.
Dann stärker.
Einer nach dem anderen hob sich in die Luft, als hätten sie sich erinnert, wie man fliegt.
Pina lächelte.
„Geht nur, flüsterte sie. „Die Welt wartet auf euch.
Und als der erste Morgenhauch über die Wiese strich, war kein einziger verlorener Wunsch mehr zurückgeblieben.
Nur Pina saß noch da.
Und diesmal wusste sie ganz sicher:
Zauber war nicht nur etwas, das man findet.
Manchmal war er etwas,
das man weiterträgt.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 14.04.2026, 06.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Sie war neugierig, flink und kannte jede Blume beim Namen – dachte sie zumindest.
Eines Morgens blieb sie verwundert stehen.
Vor ihr wuchs eine Pflanze, die sie so noch nie beachtet hatte. Ein dünner Stängel, darauf eine runde, weiße Kugel, so leicht, dass sie bei jedem Hauch zu zittern schien.
„Was bist du denn?, fragte Pina und neigte den Kopf.
„Ich bin nur eine Pusteblume, wisperte es leise.
„Nur?, wiederholte die Elfe und trat näher. „Du siehst aus wie ein kleines Geheimnis.
Die Pusteblume schwieg einen Moment, dann löste sich ein einzelnes Samenkorn und tanzte in die Luft.
Pina folgte ihm mit den Augen. Und da geschah etwas Seltsames.
Für einen winzigen Augenblick veränderte sich die Welt.
Die Wiese leuchtete heller. Die Luft schimmerte. Und Pina hatte das Gefühl, als würde sie sich an etwas erinnern, das sie nie erlebt hatte.
„Warst du das?, flüsterte sie.
„Vielleicht, antwortete die Pusteblume sanft. „Vielleicht trage ich Wünsche.
„Wünsche? Aber die erfüllen doch nur wir Elfen!, sagte Pina erstaunt.
Ein leises Lachen ging durch die feinen Samen.
„Ihr Elfen gebt den Wünschen eine Stimme, sagte die Blume. „Ich gebe ihnen Flügel.
Wieder löste sich ein Samen, dann noch einer, und noch einer. Sie stiegen auf, getragen vom Wind, und mit jedem einzelnen wurde die Welt ein kleines bisschen weiter, ein kleines bisschen heller.
Pina setzte sich ins Gras und sah zu.
„Und wenn niemand sich etwas wünscht?, fragte sie nach einer Weile.
„Dann trage ich Träume, antwortete die Pusteblume.
Die Elfe lächelte. So etwas hatte sie noch nie gehört. Eine Blume, die Wünsche fortträgt, leise, unsichtbar, ohne dass jemand es merkt.
„Du bist gar nicht nur eine Pusteblume, sagte sie schließlich.
„Nein, flüsterte die Blume. „Aber die meisten sehen nicht genau hin.
Der Wind wurde stärker.
Die weiße Kugel löste sich langsam auf, ein Samen nach dem anderen, bis nur noch der Stängel blieb.
Pina blieb noch lange sitzen.
Und als sie später davonflog, nahm sie sich vor, von nun an jede noch so kleine Blume genau anzusehen.
Denn vielleicht, dachte sie,
war die Welt voller Zauber –
man musste nur lernen, ihn zu erkennen.
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 07.04.2026, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL










Anne Seltmann 06.08.2022, 14.30 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Spinat-Topf

Zutaten
(für 4 Personen)
300 g Blattspinat, frisch oder TK (Spinat aus der Tiefkühltruhe rechtzeitig auftauen)
250 g Chorizo
2 rote Zwiebeln
3-4 Knoblauchzehen
1 El. Öl
1 große Dose weiße Riesenbohnen
1 kleine Dose Tomaten, gewürfelt
Salz, Pfeffer, Zucker
1/2 Bund Petersilie
Zubereitung
Zwiebeln enthäuten, in Scheiben oder in Viertel schneiden. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Chorizo in ca. 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Man kann ihn aber auch würfeln.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Den Chorizo darin anbraten. Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und goldbraun braten.
Den Spinat waschen und trocken schütteln. Sofort in den Topf geben und zusammenfallen lassen. oder TK Spinat hinzufügen.
Bohnen in einem Sieb abspülen, abtropfen lassen und mit den Tomatenwürfeln in den Topf geben. Ca. 5 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker kräftig würzen und abschmecken.
Die Petersilie grob hacken und über den Spinat-Topf streuen.
Wenn ihr die tiefen Biolek Teller habt, darin servieren. Sieht unheimlich gut darin aus! Ansonsten in Teller eurer Wahl.
Ich habe dazu noch Ofenkartoffeln serviert, die ich vorher geölt und gewürzt habe. Man kann allerdings auch Brot dazu reichen.

Anne Seltmann 23.02.2020, 14.17 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL





Für 2 Portionen
Zutaten
700 g Süßkartoffeln
etwas Salz
50 ml Schlagsahne
5 Eier
4 Frühlingszwiebeln
Pfeffer nach Geschmack
geriebene Muskatnuss
2 El Öl zum Ausfetten der Backformen
300 g Speckstreifen -oder Würfel
Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und würfeln. Sie werden in Salzwasser 5 Min. gegart. Abgießen und abtropfen lassen. 2 kleine Auflaufformen mit Butter oder Öl einfetten. Die Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat
würzen. Die Frühlingzwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin kurz ausbraten. Frühlingszwiebeln hinzugeben, die Kartoffeln dazugeben und 1 Min.
mitbraten. Alles in die Auflaufformen geben und die Eiersahne darüber
verteilen. Im heißen Ofen auf einem Rost auf der mittleren Schiene bei ca 200° C 30 Min.
backen.

Anne Seltmann 07.11.2016, 18.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


Anne Seltmann 09.10.2016, 15.37 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zutaten für den Teig:
200 g Mehl
100 g Butter oder Margarine
1 Eigelb
½ Teel. Salz
3 Eßl. Eiswasser
Zutaten für die Füllung:
2 Bund Lauchzwiebeln150 Brokkoli
150 Spinat
3 Bund Kräuter (Dill, Petersilie, Schnittlauch
4 Eier
200 g Creme fresh
150 g geraspelten Käse
Sal, Pfeffer, etwas Muskat
200 g Schinkenwürfel oder magerer Schinken
Zubereitung:
Mehl, Butter, Eigelb Salz und Peffer zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Den Teig in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
Das Gemüse waschen. Die Lauchzwiebeln in kleine Röllchen schneiden, den Brokkoli in kleine Röschen teilen und beides in reichlich kochenden Salzwasser bissfest garen. Das Gemüse sofort in Eiswasser legen, so bleibt die Farbe erhalten.
Spinat blanchieren, abkühlen lassen und ausdrücken. Kräuter hacken und mit dem Spinat mischen. Creme fresh und Eier unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken..
Nun rollt man den Teig aus (am besten zwischen zwei Folien), fettet eine Quiche Form und gibt den Teig hinein. Brokkoli- Lauchmischung auf den Teig geben, danach die Spinat-Kräutermischung darüber gießen und mit Pinienkerne bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 45 Minuten backen.
Ich sag nur eines:"LECKER"
Anne Seltmann 17.04.2011, 15.47 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Anne Seltmann 00.00.0000, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL