Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ich

Welttag der Krokodile – World Crocodile Day oder World Croc Day



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]





Das Krokodil mit den schlechten Manieren

Im Zoo gab es ein Krokodil namens Kurt.

Kurt hatte ein Problem.

Er grinste ständig.

Nicht, weil er besonders fröhlich war.
Nicht, weil er gute Witze kannte.

Er sah einfach immer so aus.

„Du musst freundlicher wirken, sagte der Pfleger.

„Ich wirke doch freundlich, antwortete Kurt.

„Nein, sagte der Pfleger. „Du wirkst, als würdest du überlegen, wen du als Nächstes verspeist.

Also besuchte Kurt einen Benimmkurs.

Dort lernte er:

höflich nicken,

anderen den Vortritt lassen,

und beim Smalltalk niemanden anzustarren.

Nach drei Wochen war er stolz auf seine Fortschritte.

Als eine Schulklasse vorbeikam, lächelte er besonders freundlich.

Die Kinder schrien.

Die Lehrerin schrie.

Der Hausmeister schrie vorsichtshalber mit.

Kurt seufzte.

„Das läuft nicht optimal.

Schließlich gab er auf und setzte sich wieder an seinen Teich.

Dort traf er eine alte Schildkröte.

„Weißt du, sagte sie, „manche Gesichter werden einfach missverstanden.

„Meins zum Beispiel?

„Genau. Und meins sieht aus, als würde ich seit 200 Jahren über Steuererklärungen nachdenken.

Da mussten beide lachen.

Zumindest glaubte die Schildkröte, dass Kurt lachte.

Bei Krokodilen weiß man das nie so genau.

 

© Anne Seltmann

 




Anne Seltmann 17.06.2026, 08.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 263/2026








Die Fahrradklingel ist ein bemerkenswertes Instrument. Sie besteht aus einem Stück Metall, ist kaum größer als eine Walnuss und besitzt trotzdem das Selbstbewusstsein eines Opernsängers.

Ein einziges „Klingeling! – und schon erwartet sie, dass sich Spaziergänger, Hunde, Enten, Kinderwagen und gelegentlich auch ganze Reisegruppen in Bewegung setzen.

Besonders interessant ist, dass jede Fahrradklingel ihren eigenen Charakter hat. Manche klingen freundlich wie: „Entschuldigung, dürfte ich vielleicht vorbei?

Andere klingen eher wie: „Achtung! Hier kommt die Tour de France!

Und dann gibt es jene Klingeln, die man drückt und die so leise sind, dass vermutlich nicht einmal der Fahrer selbst sie hört.

Eigentlich bewundere ich Fahrradklingeln. Sie verbringen ihr ganzes Leben am Lenker, sehen die Welt vorbeiziehen und melden sich nur dann zu Wort, wenn es wirklich wichtig wird.

Oder wenn ein Spaziergänger mitten auf dem Radweg steht und verträumt Gänseblümchen zählt.

Dann wächst die kleine Klingel über sich hinaus.

Klingeling!

Und plötzlich weiß jeder:


Hier kommt jemand mit wichtigen Angelegenheiten.



Obige Bilder zeigte ich schon ein zu der damaligen schönen Challenge "Freitagsklingeln" von Frau Tonari Ihre Webseite ist allerdings nicht mehr aktiv.






Anne Seltmann 16.06.2026, 05.23 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

1000 Fragen an dich selbst 651-660





651.Welche Idee musst du irgendwann noch aufgreifen?

Oh, ich habe so viele Ideen, dass ich sie gar nicht sortieren kann.

652. Wie würdest du dein Leben mit drei Stichwörtern beschreiben?

Staunen

Ich entdecke immer wieder neue Geschichten in kleinen Dingen – in Libellen, Wolken, alten Wörtern, Gedichten, Landschaften oder einem einzelnen Bild. Ich halte Ausschau nach dem Besonderen im Alltäglichen und bleibe neugierig auf die Welt.

Kreativität

Mit Bildern, KI-Kunst, Gedichten, Bildtiteln, Kalenderprojekten und kleinen Geschichten erschaffe ich fortwährend neue Ideen und Welten. Für mich beginnt Kreativität oft dort, wo andere nur einen gewöhnlichen Moment sehen.

Verbundenheit

Ich fühle mich verbunden mit meiner Familie, meinen Enkeln, den Menschen in meinen Gruppen, der Natur und den leisen Augenblicken des Lebens. Diese Verbundenheit findet immer wieder ihren Weg in meine Bilder, Gedanken und Texte.

653.Was ist das Beste am Erwachsensein?

Das Beste am Erwachsensein ist vielleicht, dass ich mir das Kindliche bewahren darf – und gleichzeitig die Gelassenheit gewonnen habe, nicht mehr jedem Trend, jeder Meinung und jedem Sturm hinterherlaufen zu müssen.

651.Bist du ein Kämpfertyp?

Ja, ich glaube, das bin ich. Allerdings nicht auf die laute Art. Ich kämpfe nicht mit erhobenen Fäusten und ich muss nicht jeden Streit gewinnen. Meine Stärke liegt eher darin, dass ich weitermache, auch wenn etwas schwierig wird. Ich falle hin wie jeder andere auch. Ich zweifle, ich hadere, ich verliere manchmal den Mut. Aber ich stehe wieder auf, richte mein Krönchen und gehe weiter.

652.Wie viel Fantasie hast du?

Ich glaube, meine Fantasie ist einer meiner treuesten Begleiter. Ich sehe selten nur das, was vor mir liegt. In meinem Kopf werden aus Bildern Geschichten, aus Wörtern kleine Abenteuer und aus einem einzigen Gedanken manchmal ganze Welten. Ich staune gern über die kleinen Dinge und frage mich oft, welche Geschichte sich dahinter verbergen könnte. Vielleicht ist Fantasie für mich nicht nur etwas, das ich habe, sondern etwas, mit dem ich die Welt betrachte.  Ich sammle Bilder, Worte, Farben und Eindrücke. Ich spinne Gedanken weiter.  Ich erfinde Verbindungen, wo andere nur Einzelheiten sehen. Manchmal genügt ein Wort, ein Foto oder ein Lichtschein auf einer Wiese, und schon beginnt in meinem Kopf eine neue Geschichte.

Und wenn ich ehrlich bin, möchte ich diese Fähigkeit niemals verlieren. Denn sie macht die Welt größer, bunter und ein kleines bisschen wundersamer.

653.Könnten sich Menschen ändern?

Ja, ich glaube, Menschen können sich ändern. Nicht über Nacht. Nicht auf Knopfdruck. Und oft auch nicht so grundlegend, wie wir es uns wünschen. Aber sie können lernen, wachsen und neue Wege einschlagen. Ich habe erlebt, dass Erfahrungen Menschen verändern. Freude. Verlust. Liebe. Enttäuschungen. Manchmal genügt eine einzige Begegnung, manchmal braucht es Jahre. Dennoch glaube ich, dass ein Kern in uns bleibt. Unsere Persönlichkeit, unsere Sehnsüchte, unsere Art, die Welt zu sehen – vieles davon begleitet uns ein Leben lang. Was sich verändert, ist oft der Umgang damit. Ein ungeduldiger Mensch wird vielleicht nie die Ruhe selbst werden, aber er kann lernen, geduldiger zu sein. Ein ängstlicher Mensch wird die Angst vielleicht nie ganz verlieren, aber er kann lernen, sich von ihr nicht mehr beherrschen zu lassen. Veränderung bedeutet für mich deshalb nicht, jemand anderes zu werden. Sie bedeutet, mehr zu dem Menschen zu werden, der man sein möchte. Und manchmal ist die größte Veränderung gar nicht, dass wir uns neu erfinden, sondern dass wir lernen, uns selbst besser zu verstehen.

654.Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen?

Ja, meistens tue ich das.

Ich bin von Natur aus neugierig und lösungsorientiert. Wenn ein Problem auftaucht, versuche ich zunächst zu verstehen, woran es liegt und welche Möglichkeiten es gibt, damit umzugehen. Ich denke nach, recherchiere, probiere aus und suche nach eigenen Wegen.

Dabei geht es mir nicht unbedingt darum, alles allein schaffen zu müssen. Vielmehr möchte ich zunächst selbst einen Zugang finden und mir ein eigenes Bild machen. Manchmal stoße ich dabei an Grenzen. Dann bin ich durchaus bereit, andere um Rat zu fragen oder Hilfe anzunehmen. Aber mein erster Impuls ist meist, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

655.Was hättest du gern zehn Jahre früher gewusst?

Ich hätte gern früher gewusst, dass nicht alles perfekt werden muss, um gut zu sein.

Dass manche Umwege keine verlorene Zeit sind, sondern Wege, auf denen ich etwas über mich selbst lerne.

Was wird dein nächstes Projekt?

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich das oft selbst nicht. Irgendwo wartet bestimmt schon die nächste Idee auf mich. Vielleicht versteckt sie sich in einer Wolke, in einem ungewöhnlichen Wort, in einer Libelle am Teich oder in einem Bild, das mehr erzählen möchte, als es auf den ersten Blick zeigt. Vielleicht wird es ein neuer Bildband, eine Kalenderidee, eine Gedichtreihe oder die Lebensgeschichte einer weiteren schrägen Persönlichkeit aus meiner Fantasiewelt. Erfahrungsgemäß genügt ein einziger Gedanke, und plötzlich sitze ich mittendrin.

Was ich allerdings ziemlich sicher weiß: Es wird etwas mit Geschichten zu tun haben. Mit Bildern. Mit Staunen. Mit Fantasie. Und wahrscheinlich mit einer gehörigen Portion Fernweh.

Denn Projekte suche ich selten gezielt. Meist finden sie mich.

Sie klopfen leise an, setzen sich in eine Ecke meines Kopfes und weigern sich hartnäckig, wieder zu verschwinden.

Und ehe ich mich versehe, bin ich schon wieder unterwegs – auf dem Weg zu einer neuen Idee.

656.Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig?

Ja, das tue ich tatsächlich.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass in meinem Kopf mehrere Schubladen gleichzeitig geöffnet sind. Während ich an einem Projekt arbeite, denkt ein Teil von mir schon über das nächste nach. Während ein Bild entsteht, wartet vielleicht bereits ein Gedicht auf seine Worte, und irgendwo dazwischen schleicht sich eine neue Kalenderidee ein.

Ich mag es, verschiedene Dinge parallel zu verfolgen. Nicht, weil ich unruhig bin, sondern weil mich vieles interessiert und meine Gedanken oft schneller unterwegs sind als mein Terminkalender.

Natürlich führt das gelegentlich dazu, dass auf meinem Schreibtisch, in meinen Notizen oder in meinem Kopf mehrere Baustellen gleichzeitig existieren. Doch erstaunlicherweise finde ich meistens wieder zurück zu dem Faden, den ich gerade brauche.

Für mich gehören Kreativität und Vielseitigkeit zusammen. Ideen halten sich selten an feste Zeiten. Sie tauchen auf, wenn sie möchten, und ich habe gelernt, ihnen die Tür zu öffnen, auch wenn gerade schon andere Gedanken zu Besuch sind.

Deshalb lautet die ehrliche Antwort: Ja, ich mache häufig mehrere Dinge gleichzeitig. Und meistens entstehen gerade aus diesem bunten Durcheinander die schönsten Ideen.

 




Anne Seltmann 10.06.2026, 15.28 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 262/2026





Warum sind in Schweden so viele Häuser rot?

Wer durch Schweden reist, bemerkt schnell die vielen roten Holzhäuser. Die Farbe hat einen praktischen Ursprung: Bereits im 16. Jahrhundert begann man, Häuser mit der sogenannten Falunrot-Farbe zu streichen. Sie wurde aus den Nebenprodukten des Kupferbergwerks von Falun gewonnen.

Das Rot sollte ursprünglich teure Backsteinhäuser nachahmen, die sich damals nur wohlhabende Menschen leisten konnten. Gleichzeitig schützte die Farbe das Holz vor Wind und Wetter.

Heute gehört das typische Schwedenrot fest zum Landschaftsbild und ist für viele Menschen ein Symbol für Gemütlichkeit, Naturverbundenheit und das skandinavische Lebensgefühl.







Anne Seltmann 09.06.2026, 06.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vergänglichkeit


[Bild KI generiert / Zitat © Anne Seltmann ]






Vergänglichkeit 

Zwischen Blühen und Verwehen liegt eine ganze Welt

~*~

© Anne Seltmann



Anne Seltmann 07.06.2026, 17.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Meerblau






manche farben
sieht man
und vergisst sie wieder

blau gehört nicht dazu

es bleibt
wie der geruch von salz
in einer jacke
nach einem tag am wasser

ich kenne dieses blau
seit ich denken kann

es lag über den wellen
über meinen kindertagen
über fragen
auf die niemand antworten musste

manchmal
sitzt es still
am rand der welt

dort
wo der horizont beginnt
und aufhört

blau erzählt
nicht von eilenden schritten
nicht von lärm
nicht von wichtigkeit

blau erzählt
vom bleiben
vom wind
der kommt
und weiterzieht

vom meer
das niemals dasselbe ist
und doch immer
meer bleibt

wenn ich an zuhause denke
denke ich nicht an mauern
nicht an straßen
nicht an eine adresse

ich denke
an dieses blau
an die weite
die mich klein macht
ohne mich zu verlieren
und an den himmel
der jeden tag
neu beginnt.

~*~

© Anne Seltmann



 


 




Anne Seltmann 05.06.2026, 06.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 261/2026


Die Dahlie stammt ursprünglich aus Mexiko. Dort wuchs sie schon lange, bevor europäische Entdecker die Pflanze überhaupt kannten. Im 18. Jahrhundert gelangten ihre Knollen nach Spanien und von dort aus in die botanischen Gärten Europas.

Anfangs betrachtete man die Dahlie eher als seltene Kuriosität. Doch schon bald entdeckten Gärtner ihr enormes Potenzial. Durch Kreuzungen entstanden immer neue Blütenformen und Farben. Aus den ursprünglich einfachen Blüten entwickelten sich die prachtvollen Sorten, die heute Gärten und Parks schmücken.

Besonders beliebt wurde die Dahlie im 19. Jahrhundert. In vielen Ländern entstanden regelrechte Dahlienliebhaber-Vereine, die sich dem Züchten neuer Sorten widmeten. Mittlerweile gibt es mehrere Zehntausend registrierte Dahliensorten – von kleinen Pompon-Dahlien bis zu riesigen Tellerdahlien.

Ihre große Stärke ist die lange Blütezeit. Während viele Sommerblumen bereits verblühen, zeigen Dahlien oft bis zum ersten Frost ihre farbenprächtigen Blüten.

So hat die Dahlie einen weiten Weg zurückgelegt: von den Hochebenen Mexikos bis in die Gärten der ganzen Welt, wo sie bis heute als Königin des Spätsommers gilt.







Anne Seltmann 02.06.2026, 06.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hand aufs Herz


Auf welche drei Gegenstände könntest du nicht verzichten?

 

Auf meinen Lieblingsmenschen

Auf meine Brille

Auf Bücher

 

Diese Frage klingt zunächst harmlos. Fast wie eines dieser netten kleinen Gesellschaftsspiele, bei denen Menschen antworten:
„Mein Handy, mein Auto und meine Kaffeemaschine.

Doch dann sitzt man plötzlich da und merkt:
So einfach ist das gar nicht.

Denn eigentlich hängen an manchen Dingen ganze Welten.

Ich glaube, ich könnte nicht verzichten auf meinen Lieblingsmenschen.
Und genau genommen ist das natürlich kein Gegenstand.
Zum Glück.

Aber manche Menschen werden irgendwann zu etwas so Selbstverständlichem im eigenen Leben wie Licht im Fenster oder Wärme in einem Raum. Man merkt oft erst, wie tief sie im Alltag verwurzelt sind, wenn man sich vorstellen soll, sie wären plötzlich nicht mehr da.

Dann meine Brille.

Ja wirklich.
Romantischer wäre natürlich etwas Poetisches gewesen:
„der Mondschein oder „Erinnerungen oder „das Rauschen alter Wälder.

Aber nein.
Ohne Brille finde ich vermutlich nicht einmal meine Brille.

Sie ist dieses unscheinbare kleine Wunder zwischen mir und einer Welt, die ohne sie hauptsächlich aus impressionistischen Farbflächen bestehen würde. Menschen hätten plötzlich keine Gesichter mehr, Straßenschilder würden philosophisch verschwimmen und ich würde vermutlich freundlich einen Kleiderständer grüßen.

Und Bücher.

Auf Bücher könnte ich niemals verzichten.

Sie sind Fluchtorte, Trostspender, Zeitmaschinen und manchmal auch Rettungsboote. Zwischen zwei Buchdeckeln wohnen ganze Leben. Man kann sich darin verlieren, verstecken, wiederfinden oder für ein paar Stunden jemand anderes werden.

Bücher waren da, wenn Menschen fehlten.
Und manchmal waren sie sogar da, wenn Worte fehlten.

Vielleicht verraten solche Fragen am Ende weniger darüber, was wir besitzen—sondern mehr darüber, woran unser Herz hängt.

An Menschen.
An Geschichten.
Und manchmal eben auch an einer Brille, ohne die man versehentlich den Wäscheständer duzt.

 




Anne Seltmann 15.05.2026, 09.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen








Zwischen Flucht und Erkenntnis

Ich stand im Regen und spürte, wie mein Herz schneller schlug als sonst.
Meine Schuhe waren noch staubig von der Straße, die ich vor wenigen Minuten entlanggelaufen war.
Eigentlich wollte ich nur in die Stadt, ein klares Ziel vor Augen, doch alles kam anders.
Das Gegenteil von dem, was ich geplant hatte, trat ein, und ich fand mich plötzlich in einem seltsamen Hotel wieder.
Es fühlte sich fast wie eine Flucht an, obwohl ich gar nicht wusste, wovor ich eigentlich davonlief.
Seit Jahren hatte ich solche Momente nicht mehr erlebt, und doch fühlte sich alles vertraut an.
In den letzten Wochen hatte sich etwas in mir verändert, auch wenn ich es nicht sofort benennen konnte.
Vielleicht lag es an der Ausstellung, die ich früher am Abend besucht hatte.
Dort, auf dem Balkon in der Dunkelheit des alten Gebäudes, hatte alles begonnen.
Ein kurzer Blick, ein Lächeln, und plötzlich war nichts mehr wie zuvor.
Ich dachte, ich hätte das Gespräch unter Kontrolle, doch die Situation entglitt mir schneller, als ich reagieren konnte.
Mit jedem Schritt wurde mir klarer, dass ich mich nicht länger verstecken konnte.
Die Erkenntnis traf mich schließlich wie ein Blitz, als ich wieder im Regen stand.
Manchmal führt uns genau das, wovor wir fliehen, direkt zu dem Ort, an dem wir sein müssen.



[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]




Anne Seltmann 12.05.2026, 15.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dem Genuss auf der Spur





Diese bunte Möhren-Quiche (kürzlich in diesem Stil entdeckt) bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch herrlich unkomplizierten Genuss. Zarte Gemüsestreifen, cremige Füllung und knuspriger Boden machen sie zu einem wunderbaren Ofengericht für gemütliche Abende, Gäste oder einfach dann, wenn man Lust auf etwas Herzhaftes mit viel Gemüse hat. Und wir hatten Lust. Gestern frisch auf dem Tisch und heute schon im Blog! 








Bunte Quiche mit Möhren und Zucchini

Zutaten

Für den Teig:

150 g Dinkelvollkornmehl

125 g Butter

100 g geriebener Cheddar

etwas Salz

etwas Öl für die Form

 

Für die Füllung:

4 große Möhren

10–12 kleine Zucchini

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Senf

250 g saure Sahne

250 g Schmand

4 Eier

frischer Schnittlauch

Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Aus Mehl, Butter, etwas Salz und einem Teil des geriebenen Cheddars einen geschmeidigen Teig kneten. Die Quiche form leicht einfetten, den Teig hineindrücken und dabei einen kleinen Rand formen. 

Die Möhren schälen und zusammen mit den Zucchini der Länge nach in feine Streifen hobeln. Die rote Zwiebel in feine Stücke teilen. Anschließend das Gemüse dekorativ und dicht an dicht in die Form setzen. Die Zwiebeln darüber verteilen.

Für den Guss Knoblauch fein hacken und zusammen mit Senf, Schnittlauch, saurer Sahne, Schmand, Eiern und dem restlichen Käse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleichmäßig über das Gemüse gießen.

Die Quiche bei 180 Grad etwa 45 bis 50 Minuten backen, bis sie goldbraun und schön fest geworden ist.

Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat. 







Anne Seltmann 10.05.2026, 15.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL