
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Wort Worte
Ich möchte
Ich möchte fliegen
wie die Möwen im Wind
Dort wo die blauen
Wolken sind
*
Ich möchte
sonnengelbe Burgen bauen
Meinem inneren
Kind vertrauen
*
Ich möchte
gelbrote Bilder malen
wenn die Blätter im Herbst
zu Boden fallen
*
Ich möchte wandern
in unberührtem Schnee
Wieder hoffen
auf den ersten Klee
~*~
© Anne Seltmann
2 0 0 3
aus meinem Buch
"Wortperlen"
ISBN 3-937930-92-2
Engelsdorfer Verlag
08.07.2007, 07.32 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Lachen
Jedesmal wenn ein Mensch lacht
fügt er seinem Leben ein paar Tage hinzu
~*~
Curzio Malaparte,
pseud. f. Kurt Erich Suckert,
ital. Schriftsteller, 1898 - 1957
28.06.2007, 11.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Durchzug
Das Leben ist
Rückenwind
und Gegenwind
zugleich
~*~
© Anne Seltmann
27.06.2007, 11.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Sicherheit
Alle Macht den
Sicherheitsleuten ?
Ein einziges Abenteuer
Ich bin unsicher
~*~
© Anne Seltmann
27.06.2007, 07.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Rettet das “Kleinod” !
Hierzu ruft Falk eine neue Aktion ins Leben.
Die schönsten 10 bedrohten Worte sollen zu einer Kurzgeschichte zusammengebastelt werden.
Klick
Klick
Die Siegerwörter im Wettbewerb "Das bedrohte Wort":
1. Kleinod
2. blümerant
3. Dreikäsehoch
4. Labsal
5. bauchpinseln
6. Augenstern
7. fernmündlich
8. Lichtspielhaus
9. hold
10. Schlüpfer
Christian Augenstern erinnerte sich gerne an die vielen Kritiken, wenn im Lichtspielhaus seine Filme gezeigt wurden. Für ihn war es wie Labsal, wenn dann auch noch Briefe über Briefe in seinem Fan-Postkasten landeten. Er fühlte sich einfach gebauchpinselt und es tat seinem Ego ungemein gut. Was ihm aber blümerant vorkam, war, dass ihm hin und wieder Schlüpfer von einem (scheinbar) Dreikäsehoch ins Haus flatterten. Diese Art von Geschenken waren ihm doch schon sehr unangenehm und zählten mit Sicherheit später nicht zu den Kleinoden, die man hegt und pflegt, wenn man von Fans so überhäuft wird. Ja, einige Dinge hebte er auf und stellte sie liebevoll in einer Glasvitrine aus. Und immer, wenn er von seinen Reisen zurückkam, betrachtete er sie liebevoll. Das Glück war ihm hold und die Schauspielaufträge, die er meist fernmündlich erhielt, nahmen kein Ende und gerade heute erinnerte er sich, dass er auch schon schlechtere Zeiten hatte, sehr sehr schlechte...
© Anne Seltmann
14.06.2007, 20.08 | (4/0) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL
Wunderliches Wort
Rilke
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -
Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -
Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.
Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -
Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -
Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.
Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.
05.05.2007, 19.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Wahnsinn
Ich bin verrückt vor Liebe
meine Leidenschaft ist Wahnsinn
Die Achtung vor unserer
nahen Begegnung
überwältigt und begeistert mich
Ich verlebe meine Tage
meine Nächte
wie auf Wolken-
denn du bist bei mir
~*~
© Anne Seltmann
2 o o 2
Wenn ich meine alten Liebes-Gedichte herauskrame
( sie gelten meinem besten Ehemann von allen)
und sie lese, haben sie an Gültigkeit nicht verloren.
meine Leidenschaft ist Wahnsinn
Die Achtung vor unserer
nahen Begegnung
überwältigt und begeistert mich
Ich verlebe meine Tage
meine Nächte
wie auf Wolken-
denn du bist bei mir
~*~
© Anne Seltmann
2 o o 2
Wenn ich meine alten Liebes-Gedichte herauskrame
( sie gelten meinem besten Ehemann von allen)
und sie lese, haben sie an Gültigkeit nicht verloren.
04.05.2007, 16.34 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Wie ein reißender Fluß ist das Leben
Wie ein reißender Fluß ist das Leben
ein Fluß auf dem du weitertreibst
Das ist ein Kommen und auch Gehen
mancher Abschied dich zerreißt
Auch dir sind Stunden nur geliehen
bald liegt dein Leben hinterm Licht
Bis dahin wirst du weiterziehen
was danach kommt weißt du nicht
~*~
© Anne Seltmann
27.04.2007, 20.03 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL





